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Medien & UnterhaltungMittwoch, 8. Juli 2026

Moana kehrt als Live-Action zurück: Dwayne Johnson, Familienerbe und die Frage nach dem Sinn der Remakes

Beim Kinostart des Disney-Remakes zeigt sich der Schauspieler persönlich verbunden, während die Strategie der Realverfilmungen unberechenbare Ergebnisse liefert und andere Franchises international triumphieren.

In Los Angeles erschien Dwayne Johnson zur Premiere von „Moana“ mit seiner gesamten Familie: seine Töchter Jasmine und Tiana in blauen Kleidern mit roten Hibiskusblüten, seine Frau Lauren Hashian, seine Ex-Frau Dany Garcia und seine Mutter Ata. Die zehnjährige Jasmine und die achtjährige Tiana trugen abgestimmte Haarschleifen, die 24-jährige Simone ein schwarzes Midikleid mit hohem Schlitz. Es war ein Familienauftritt, der die private Dimension eines Films unterstrich, der für Johnson weit mehr ist als ein weiteres Remake.

Dass Johnson den Halbgott Maui nun in Fleisch und Blut verkörpert, ist für ihn eine Hommage an seinen Großvater. Das Aussehen der Figur war bereits im Animationsfilm von 2016 dem samoanischen Wrestling-Star Peter Maivia nachempfunden, dessen markante Statur, das Haar und die Ausstrahlung die Zeichner von Disney als Vorlage nutzten. Johnson selbst hat dies mehrfach betont und sieht in der Darstellung eine Würdigung des Mannes, der ihn prägte und starb, als der Enkel zehn Jahre alt war. Die neue Moana wird von der australischen Nachwuchsschauspielerin Catherine Lagaʻaia gespielt, die wie ein Großteil des rund 200-köpfigen Ensembles pazifische Wurzeln hat. Gegenüber brasilianischen Medien sagte Johnson, dass die Sichtbarkeit von Menschen mit dunklerer Haut auf der Leinwand für ihn und seine Töchter von großer Bedeutung sei – eine Repräsentation, die er in seiner eigenen Jugend vermisst habe.

Der Film ist Teil einer anderthalb Jahrzehnte währenden Strategie des Disney-Konzerns, seine Zeichentrickklassiker als Realverfilmungen neu aufzulegen. Was mit „Cinderella“ und „Die Schöne und das Biest“ verlässliche Milliarden einspielte, gerät zunehmend ins Wanken. „Schneewittchen“ (2025) wurde nach Kontroversen um Besetzung und digitale Zwerge zum Verlustgeschäft, während „Lilo & Stitch“ im selben Jahr überraschend die Milliardengrenze überschritt. Die Vorverkaufszahlen für „Moana“ sind verhalten, die Prognosen für das US-Startwochenende schwanken zwischen 60 und 85 Millionen Dollar. Gleichzeitig zeigt das Beispiel der „Minions“, dass amerikanische Popkultur auch ohne kulturelle Spezifik weltweit funktionieren kann: „Minions & Monsters“ enttäuschte an den heimischen Kinokassen, spielte international jedoch fast 100 Millionen Dollar ein – nicht zuletzt, weil die Figuren durch Slapstick und Kauderwelsch Sprachbarrieren umgehen und so ein globales Publikum erreichen, das mit der Hollywood-Nostalgie des Films wenig anfangen kann.

Johnsons Plädoyer für Repräsentation trifft in Lateinamerika auf Resonanz, wo er Parallelen zwischen samoanischen und brasilianischen Familienwerten zog. Die Debatte, ob Realverfilmungen kreativ notwendig sind, wird indes nicht nur in Hollywood geführt. Während Kritiker den Remakes Seelenlosigkeit vorwerfen, verweist Johnson auf die emotionale Wirkung, wenn Menschen aus marginalisierten Gruppen sich auf der Leinwand wiedererkennen. Die „Minions“ wiederum beweisen, dass universelle Komik ein eigenes Publikum findet, das von Nostalgie und Hollywood-Mythologie unabhängig ist – ein Kontrapunkt zu den kulturell spezifischen Botschaften, die Johnson für „Moana“ betont.

Am Ende der Premiere in Los Angeles stand ein Bild, das beides einfing: die kleinen Töchter im Blumenkleid, die eine Geschichte sehen, in der ihr Vater einen Helden spielt, dessen Gesichtszüge ihrem Urgroßvater entlehnt sind. Vielleicht liegt in solchen privaten Überlieferungen der Grund, warum das Publikum immer wieder zu diesen vertrauten Stoffen zurückkehrt – ganz gleich, wie die Kassen klingeln.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Commercializzazione vs. Celebrazione
59%Hoch
3 Blöcke · Positionen von −0.70 bis +0.70
Critici del remakeCelebratori del film
LATGLFEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.30critical
Arabische Golfpresse+0.70aligned
Kontinentaleuropäische Presse−0.70critical
Medien aus Hollywood und polynesischen Gemeinschaften sind in diesem Cluster von Presseblöcken nicht vertreten.
Lateinamerikanische Presse−0.30
Stimme

Die polynesischen Gemeinschaften und ihre Verbündeten fordern Repräsentation, warnen aber vor kommerzieller Ausbeutung.

Mechanismusautenticità identitaria

Beruft sich auf kulturelle Authentizität, um Kritik zu legitimieren, und stellt Identitätsstolz gegen Marktlogik.

Auslassung

Lässt den positiven Familienfeier-Aspekt der Premiere und die persönliche Erzählung des Stars aus.

SkepsisIronieGeteilte Stimmen
Arabische Golfpresse+0.70
Stimme

Die Familie Johnson feiert Erfolg und familiäre Einheit und ignoriert Kontroversen.

Mechanismuspersonalizzazione

Personifiziert die Erzählung um Dwayne Johnson und macht den Film zu einem Familienereignis, um Kritik zu neutralisieren.

Auslassung

Lässt die kritische Debatte über Remakes und Repräsentationsfragen vollständig aus.

TriumphDistanz
Kontinentaleuropäische Presse−0.70
Stimme

Europäische Filmkritiker prangern den Mangel an Originalität und die Kommodifizierung der Nostalgie an.

Mechanismusconfronto estetico

Nutzt Ironie und den Vergleich mit dem Original, um das Remake herabzusetzen, und stützt sich dabei auf das kulturelle Prestige der Animation.

Auslassung

Lässt den Repräsentationsaspekt und die persönliche angestammte Verbindung von Dwayne Johnson aus.

SkepsisIronie

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Beim Kinostart des Disney-Remakes zeigt sich der Schauspieler persönlich verbunden, während die Strategie der Realverfilmungen unberechenbare Ergebnisse liefert und andere Franchises international triumphieren.

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Dass Johnson den Halbgott Maui nun in Fleisch und Blut verkörpert, ist für ihn eine Hommage an seinen Großvater. Das Aussehen der Figur war bereits im Animationsfilm von 2016 dem samoanischen Wrestling-Star Peter Maivia nachempfunden, dessen markante Statur, das Haar und die Ausstrahlung die Zeichner von Disney als Vorlage nutzten. Johnson selbst hat dies mehrfach betont und sieht in der Darstellung eine Würdigung des Mannes, der ihn prägte und starb, als der Enkel zehn Jahre alt war. Die neue Moana wird von der australischen Nachwuchsschauspielerin Catherine Lagaʻaia gespielt, die wie ein Großteil des rund 200-köpfigen Ensembles pazifische Wurzeln hat. Gegenüber brasilianischen Medien sagte Johnson, dass die Sichtbarkeit von Menschen mit dunklerer Haut auf der Leinwand für ihn und seine Töchter von großer Bedeutung sei – eine Repräsentation, die er in seiner eigenen Jugend vermisst habe.

Der Film ist Teil einer anderthalb Jahrzehnte währenden Strategie des Disney-Konzerns, seine Zeichentrickklassiker als Realverfilmungen neu aufzulegen. Was mit „Cinderella“ und „Die Schöne und das Biest“ verlässliche Milliarden einspielte, gerät zunehmend ins Wanken. „Schneewittchen“ (2025) wurde nach Kontroversen um Besetzung und digitale Zwerge zum Verlustgeschäft, während „Lilo & Stitch“ im selben Jahr überraschend die Milliardengrenze überschritt. Die Vorverkaufszahlen für „Moana“ sind verhalten, die Prognosen für das US-Startwochenende schwanken zwischen 60 und 85 Millionen Dollar. Gleichzeitig zeigt das Beispiel der „Minions“, dass amerikanische Popkultur auch ohne kulturelle Spezifik weltweit funktionieren kann: „Minions & Monsters“ enttäuschte an den heimischen Kinokassen, spielte international jedoch fast 100 Millionen Dollar ein – nicht zuletzt, weil die Figuren durch Slapstick und Kauderwelsch Sprachbarrieren umgehen und so ein globales Publikum erreichen, das mit der Hollywood-Nostalgie des Films wenig anfangen kann.

Johnsons Plädoyer für Repräsentation trifft in Lateinamerika auf Resonanz, wo er Parallelen zwischen samoanischen und brasilianischen Familienwerten zog. Die Debatte, ob Realverfilmungen kreativ notwendig sind, wird indes nicht nur in Hollywood geführt. Während Kritiker den Remakes Seelenlosigkeit vorwerfen, verweist Johnson auf die emotionale Wirkung, wenn Menschen aus marginalisierten Gruppen sich auf der Leinwand wiedererkennen. Die „Minions“ wiederum beweisen, dass universelle Komik ein eigenes Publikum findet, das von Nostalgie und Hollywood-Mythologie unabhängig ist – ein Kontrapunkt zu den kulturell spezifischen Botschaften, die Johnson für „Moana“ betont.

Am Ende der Premiere in Los Angeles stand ein Bild, das beides einfing: die kleinen Töchter im Blumenkleid, die eine Geschichte sehen, in der ihr Vater einen Helden spielt, dessen Gesichtszüge ihrem Urgroßvater entlehnt sind. Vielleicht liegt in solchen privaten Überlieferungen der Grund, warum das Publikum immer wieder zu diesen vertrauten Stoffen zurückkehrt – ganz gleich, wie die Kassen klingeln.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Commercializzazione vs. Celebrazione
59%Hoch
3 Blöcke · Positionen von −0.70 bis +0.70
Critici del remakeCelebratori del film
LATGLFEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.30critical
Arabische Golfpresse+0.70aligned
Kontinentaleuropäische Presse−0.70critical
Medien aus Hollywood und polynesischen Gemeinschaften sind in diesem Cluster von Presseblöcken nicht vertreten.
Lateinamerikanische Presse−0.30
Stimme

Die polynesischen Gemeinschaften und ihre Verbündeten fordern Repräsentation, warnen aber vor kommerzieller Ausbeutung.

Mechanismusautenticità identitaria

Beruft sich auf kulturelle Authentizität, um Kritik zu legitimieren, und stellt Identitätsstolz gegen Marktlogik.

Auslassung

Lässt den positiven Familienfeier-Aspekt der Premiere und die persönliche Erzählung des Stars aus.

SkepsisIronieGeteilte Stimmen
Arabische Golfpresse+0.70
Stimme

Die Familie Johnson feiert Erfolg und familiäre Einheit und ignoriert Kontroversen.

Mechanismuspersonalizzazione

Personifiziert die Erzählung um Dwayne Johnson und macht den Film zu einem Familienereignis, um Kritik zu neutralisieren.

Auslassung

Lässt die kritische Debatte über Remakes und Repräsentationsfragen vollständig aus.

TriumphDistanz
Kontinentaleuropäische Presse−0.70
Stimme

Europäische Filmkritiker prangern den Mangel an Originalität und die Kommodifizierung der Nostalgie an.

Mechanismusconfronto estetico

Nutzt Ironie und den Vergleich mit dem Original, um das Remake herabzusetzen, und stützt sich dabei auf das kulturelle Prestige der Animation.

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Lässt den Repräsentationsaspekt und die persönliche angestammte Verbindung von Dwayne Johnson aus.

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