
Trump erneuert Anspruch auf Grönland und droht Spanien mit Handelsabbruch
Beim NATO-Gipfel in Ankara verschärft der US-Präsident den Ton gegenüber Verbündeten, während das Bündnis um Geschlossenheit bemüht bleibt.
Zum Auftakt des NATO-Gipfels in Ankara hat US-Präsident Donald Trump seine Forderung nach einer Kontrolle der Vereinigten Staaten über Grönland bekräftigt und Spanien als „verlorene Sache“ bezeichnet, mit der Washington sämtliche Handelsbeziehungen abbrechen werde. In einer Pressebegegnung mit Generalsekretär Mark Rutte erklärte Trump, die Insel sei „sehr wichtig für die Vereinigten Staaten, aber nicht für Dänemark“, und verwies auf die Besetzung Grönlands durch die USA im Zweiten Weltkrieg. Zugleich äußerte er sich „sehr verärgert“ über das Bündnis, weil es Washington im Konflikt mit Iran die Unterstützung verweigert habe, und nannte die Waffenruhe mit Teheran für beendet.
NATO-Generalsekretär Rutte räumte ein, dass die Sorgen Washingtons über verstärkte russische und chinesische Aktivitäten in der Arktis berechtigt seien, betonte jedoch, die Sicherheitsfragen müssten im Rahmen der bestehenden Prozesse mit Dänemark und Grönland gelöst werden. Er würdigte Trumps Drängen auf höhere Verteidigungsausgaben als „großen Gewinn“ und verwies auf die von den europäischen Partnern in Ankara vorgelegten neuen Rüstungsverträge im Umfang von mindestens fünfzig Milliarden Dollar. Aus Kopenhagen bekräftigte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, Grönland sei „selbstverständlich nicht zu verkaufen“, und die Regierung in Nuuk ließ verlauten, die Zukunft der Insel werde allein von ihrer Bevölkerung bestimmt. Die spanische Regierung nahm die Drohung mit einem Handelsstopp nach eigenen Angaben „mit Gelassenheit“ auf und verwies auf die beiderseitigen Vorteile der bilateralen Beziehungen.
Die erneute Zuspitzung fällt in eine Phase, in der das Bündnis versucht, die transatlantischen Spannungen durch sichtbare Lastenteilung zu entschärfen. Nach NATO-Angaben stiegen die europäischen Kernverteidigungsausgaben 2026 um elf Prozent auf 634 Milliarden Dollar. Gleichzeitig kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth im Juni eine Überprüfung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa an, was in mehreren Hauptstädten als Druckmittel Washingtons gewertet wird. Trump selbst lobte bei seinem Besuch in Ankara ausdrücklich das Verhältnis zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und stellte die Aufhebung von Sanktionen gegen die Türkei in Aussicht, die nach dem Erwerb des russischen S-400-Systems verhängt worden waren.
Bereits im Januar hatte Trump nach wochenlanger aggressiver Rhetorik einen Rahmenvertrag mit Rutte über eine verstärkte US-Militärpräsenz auf Grönland angekündigt. Seither tagt eine Arbeitsgruppe mit Vertretern Washingtons, Kopenhagens und Nuuk; der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen rechnete zuletzt mit einer Lösung bis zum Jahresende. Ob die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten diesen Prozess belasten, blieb in Ankara zunächst offen. Der Gipfel wird an diesem Mittwoch mit Arbeitssitzungen fortgesetzt, bei denen auch die festgefahrenen Verhandlungen über eine Waffenruhe in der Ukraine zur Sprache kommen sollen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.80 | critical |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
The Atlantic alliance warns that Trump's confrontational stance is fracturing NATO and endangering collective security.
By cataloguing Trump's grievances against Spain, Denmark, and Iran, the narrative constructs a hierarchy of threats that portrays the US president as the primary source of instability within the alliance.
Russia observes Trump's complaints with detachment, noting that NATO's internal discord is a recurring pattern that does not threaten Moscow's interests.
By presenting Trump's criticisms as unremarkable and focusing on his specific grievances, the narrative normalises the conflict and downplays its potential to destabilise the alliance.
Latin America condemns Trump's arrogance and warns that his behaviour threatens global stability and the sovereignty of smaller nations.
By focusing on Trump's emotional state ('very angry') and using vivid language, the narrative personifies the United States as a belligerent actor, making his actions appear as a personal affront to the international order.
India views Trump's outburst as a matter of strategic calculation, noting the implications for regional security in West Asia and the Arctic.
By presenting the events as a series of factual statements and focusing on the Iran ceasefire and Greenland's strategic value, the narrative adopts an analytical tone that avoids moral judgment and emphasises realpolitik.
Erweitere deinen Horizont
USA lockern Exportkontrollen für Emirate: Zugang zu KI-Chips und Militärtechnik erleichtert
3 Sprachen · 10 Quellen
Aus TechnologyMeta zieht KI-Bildfunktion nach weltweiter Kritik zurück
6 Sprachen · 12 Quellen
Aus Science & HealthSaudi-Arabien prüft Handelskorridor via Syrien – Kanada setzt auf Wirtschaftsdiplomatie
2 Sprachen · 5 Quellen