
Tod von US-Senator Graham: Aortendissektion als Ursache – Spekulationen zurückgewiesen
Der plötzliche Tod des republikanischen Senators Lindsey Graham hat in Washington Trauer ausgelöst und online Verschwörungstheorien befeuert, während die offizielle Todesursache auf eine natürliche medizinische Notlage verweist.
US-Senator Lindsey Graham ist am vergangenen Samstag im Alter von 71 Jahren in seinem Haus in Washington verstorben. Nach vorläufigen Angaben des Gerichtsmediziners der Hauptstadt erlitt er eine Aortendissektion infolge arteriosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Sein Büro hatte zunächst von einer kurzen, plötzlichen Krankheit gesprochen. Graham war kurz zuvor von einer Reise in die Ukraine zurückgekehrt und hatte noch am Abend mit Präsident Donald Trump telefoniert.
Aus Washingtoner Sicht schilderte Senator Tommy Tuberville die letzten Minuten: Graham habe bei seiner Terminkoordinatorin über Brustschmerzen geklagt und nicht selbst den Notruf gewählt. Die Koordinatorin alarmierte den Rettungsdienst, der die Tür aufbrach, doch die Hilfe kam zu spät. Tuberville sagte, Graham habe sich zu Tode gearbeitet. Im Senat, wo Grahams Platz mit einem schwarzen Tuch verhüllt wurde, würdigte Mehrheitsführer John Thune den Verstorbenen. Präsident Trump verwies in einem Interview auf eine familiäre Vorbelastung und sprach von der Rennpferd-Theorie, wonach genetische Veranlagungen schicksalhaft seien. Senator Josh Hawley forderte eine umfassende Untersuchung inklusive Obduktion und Toxikologie, um jeden Zweifel auszuräumen, und verwies auf Grahams viele Feinde in der Welt.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich unmittelbar nach der Todesnachricht unbelegte Behauptungen, wonach Russland, Iran, die Ukraine oder Israel für den Tod verantwortlich seien. Diese Spekulationen nährten sich aus Grahams Rolle als außenpolitischer Falke, der kurz zuvor in der Ukraine ein Abkommen zu Sanktionen gegen Russland angekündigt hatte und als entschiedener Kritiker Irans sowie starker Unterstützer Israels galt. Das FBI erklärte, es habe die örtlichen Behörden lediglich unterstützt, und wies weitergehende Vermutungen zurück. Kommunikationswissenschaftler der University of Kentucky ordneten die Flut an Falschinformationen als typisch für den plötzlichen Tod polarisierender Persönlichkeiten ein.
In Washington wird diskutiert, welche Folgen Grahams Tod für die Kontinuität der republikanischen Außenpolitik hat. Der Senator galt als enger Berater Trumps in Fragen der Russland-Sanktionen, der Iran-Politik und der angestrebten Normalisierung zwischen Israel und Saudi-Arabien. In einem seiner letzten Gespräche soll er gesagt haben, er könne jetzt nicht sterben, da er noch diese drei Vorhaben regeln müsse. Der Gouverneur von South Carolina ernannte Grahams Schwester Darline Graham Nordone zur Übergangssenatorin bis zur nächsten Kongresssitzung im Januar; die Vereidigung war für Dienstag vorgesehen. Die endgültige Todesursache wird nach Abschluss toxikologischer und mikroskopischer Untersuchungen erwartet.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Israelische Presse | +0.30 | aligned |
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