
Neue Affenart mit orangefarbenen Lippen im Kongo entdeckt
Die wissenschaftliche Bestätigung des Likweli als eigenständige Spezies unterstreicht die unzureichend dokumentierte Biodiversität des Kongobeckens.
Nach fast zwei Jahrzehnten ist eine im Jahr 2008 erstmals unscharf fotografierte Primatenart aus der Demokratischen Republik Kongo als neue Spezies bestätigt worden. Ein internationales Forscherteam beschreibt in der Fachzeitschrift PLOS One den Colobus congoensis, lokal Likweli genannt, anhand genetischer, anatomischer und akustischer Merkmale. Es handelt sich um die erst fünfte neu beschriebene afrikanische Affenart in den vergangenen 75 Jahren.
Die morphologische und molekulare Analyse von Individuen, deren Überreste bei Wilderern sichergestellt wurden, sowie der Vergleich mit Museumssammlungen in den USA belegen eine deutliche Abgrenzung zu verwandten Stummelaffen. Vom nächsten Verwandten, dem Schwarzen Stummelaffen (Colobus satanas), trennte sich die Linie Schätzungen zufolge vor vier bis fünf Millionen Jahren. Charakteristisch sind ein orangeroter Fleck um Maul und Nase, eine maskenartige Gesichtszeichnung, ein geringeres Körpergewicht von rund sieben Kilogramm sowie tiefe, an Froschlaute oder Schweinegrunzen erinnernde Rufe.
Die Art bewohnt ein auf etwa 1.700 Quadratkilometer begrenztes Gebiet zwischen den Flüssen Lomami und Kongo im Osten des Landes. Befragungen in 52 Dörfern ergaben, dass nur die Bevölkerung in acht Siedlungen das Tier kannte und als Likweli bezeichnete. Das Forscherteam unter Leitung von Junior Amboko, Doktorand an der Florida Atlantic University, wertete zudem 114 Sichtungen aus den Jahren 2018 bis 2022 aus. Die geringe Ausdehnung des Verbreitungsgebiets, die natürliche Isolation durch Flüsse und die Abhängigkeit von verstreuten Hochlandwaldstücken machen die Population anfällig.
Angesichts des kleinen Bestands, des begrenzten Lebensraums und des zunehmenden Jagddrucks schlagen die Autoren vor, Colobus congoensis auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet einzustufen. Die Entdeckung lenkt die Aufmerksamkeit auf den Lomami-Nationalpark und seine Pufferzone als Schutzraum für noch nicht dokumentierte Arten. Der nächste fachliche Schritt ist die formale Prüfung des Schutzstatus durch die IUCN.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
We are witnessing a sobering reminder that rare species may vanish before we know them. Conservation must act now.
The bloc uses a narrative of impending loss and wonder to create urgency, framing the discovery as a race against extinction.
The atlantic bloc omits the statistical context of being the fifth African monkey species in 75 years, which would temper the alarm by showing that such discoveries are rare but not unprecedented.
We report the confirmation of a strange monkey species after nearly two decades of observation.
The bloc uses a neutral chronological narrative that emphasizes the long wait and the local name, presenting the discovery as a scientific achievement without alarm.
The continental European bloc omits the distinctive snort and the endangered conservation status, present in other blocs.
We present the discovery of a new monkey species, Colobus congoensis, with orange lips and characteristic snorts, as published in PLOS One.
The bloc uses a scientific journalistic style, citing the study and providing taxonomic details, lending credibility and neutrality.
The Latin American bloc omits the local name Likweli and the history of sightings since 2008, present in the continental European bloc.
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