
Israel beharrt auf Sicherheitszonen – Katz und Hegseth erörtern US-Operationen gegen Iran
Verteidigungsminister Katz bekräftigte in einem Telefonat mit Pentagon-Chef Hegseth den Anspruch auf dauerhafte Truppenpräsenz in Syrien, Libanon und Gaza, während Washington auf Abzug drängt.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat in der Nacht zum Donnerstag mit dem amerikanischen Kriegsminister Pete Hegseth telefoniert und dabei bekräftigt, dass Israel seine Streitkräfte in den selbstdeklarierten „Sicherheitszonen“ in Syrien, dem Libanon und dem Gazastreifen belassen werde. Wie das Büro von Katz mitteilte, unterrichtete Hegseth seinen Amtskollegen über die laufenden Militäroperationen der USA gegen Iran; beide Seiten vereinbarten, die Kooperation angesichts möglicher weiterer Entwicklungen fortzusetzen. Katz informierte Hegseth seinerseits über israelische Operationen gegen terroristische Gruppen in Syrien, Gaza und dem Libanon und betonte, Israel habe die Vereinigten Staaten niemals gebeten, entlang seiner Grenzen an seiner Stelle zu handeln.
Aus Washingtoner Sicht steht die israelische Haltung im Widerspruch zu den Bemühungen der Trump-Administration, die militärische Präsenz Israels in den Nachbarstaaten zurückzuführen. Laut dem US-Portal Axios hatte Präsident Donald Trump Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in einem Telefonat aufgefordert, die israelischen Truppen aus Syrien und dem Libanon abzuziehen, da deren Stationierung Spannungen schüre. Trump soll gesagt haben: „Sie wollen euch dort nicht. Ihr solltet euch zurückverlegen.“ Das Büro Netanyahus erklärte, der Ministerpräsident habe seinerseits die Notwendigkeit von Sicherheitszonen entlang der Grenzen Israels hervorgehoben. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Rom wurden von amerikanischer Seite als „positiv“ bezeichnet; in den kommenden Tagen solle mit der Umsetzung von „Pilotzonen“ begonnen werden, aus denen sich die israelischen Truppen zurückziehen sollen.
Die israelische Regierung begründet die dauerhafte Präsenz in den drei Gebieten mit dem Schutz der eigenen Grenzen und der angrenzenden Ortschaften vor „dschihadistischen Kräften“. Katz nannte dies die zentrale Lehre aus den Ereignissen des 7. Oktober. Im Libanon erstreckt sich die von Israel kontrollierte Zone nach Armeeangaben etwa zehn Kilometer tief auf libanesisches Staatsgebiet; im Gazastreifen hält das israelische Militär rund sechzig Prozent des Territoriums besetzt und ist entlang der gesamten Außengrenze zu Israel und Ägypten präsent. In Syrien waren israelische Truppen nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 in die entmilitarisierte Pufferzone auf den Golanhöhen eingerückt und haben seither wiederholt Vorstöße und Bombardierungen durchgeführt. Aus israelischer Sicht dient dies der Schaffung einer entmilitarisierten Zone im Süden Syriens.
Die Abstimmung zwischen Washington und Jerusalem über die Iran-Operationen findet vor dem Hintergrund zweier vorangegangener gemeinsamer Militärschläge statt, deren Ergebnisse unterschiedlich bewertet werden. Während israelische Quellen von einer errungenen Lufthoheit und der Tötung hoher iranischer Befehlshaber sprechen, verweisen andere Berichte darauf, dass die erklärten Ziele beider Kriege nicht erreicht worden seien. Die aktuelle amerikanische Militäraktion gegen Iran wird von der Regierung in Washington als eigenständige Operation geführt, bei der Israel informiert, aber nicht unmittelbar beteiligt ist. Netanyahus für kommende Woche geplanter Besuch in Washington wurde unterdessen wegen der Verschiebung der Trauerfeier für Senator Lindsey Graham auf Ende des Monats abgesagt. Die Gespräche über einen israelischen Truppenabzug aus den Pilotzonen im Libanon sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden; eine Einigung über einen vollständigen Rückzug aus Syrien und dem Libanon steht weiterhin aus.
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
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| Israelische Presse | +0.70 | aligned |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.40 | critical |
Der Iran verurteilt die israelische Präsenz als Bedrohung der regionalen Souveränität und als strategisches Scheitern.
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