
Arabische Welt kondoliert zum Tod des früheren Emirs von Katar – Moskau setzt auf Afrika-Diplomatie
Während hochrangige Vertreter aus Damaskus, Dubai und Dhaka in Doha und Dubai ihre Anteilnahme am Tod von Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani bekunden, berät Russlands Außenminister in Moskau mit Guinea-Bissau über eine Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit.
Der Tod des früheren katarischen Emirs Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, der am vergangenen Sonntag im Alter von 74 Jahren verstarb, hat eine Welle der Anteilnahme in der arabischen Welt und darüber hinaus ausgelöst. In Doha kondolierte Latifa al-Droubi, die Ehefrau des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa, der Witwe Scheicha Musa. Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, übermittelte sie zugleich Beileidsbekundungen an die Herrscherfamilie und das katarische Volk. In Dubai suchte Scheicha Latifa bint Mohammed bin Raschid Al Maktum, die Kulturministerin des Emirats, das katarische Konsulat auf, um ihre Trauer auszudrücken. Aus Dhaka traf der bangladeschische Parlamentssprecher Hafiz Uddin Ahmad nach einer Kurzreise zurück, bei der er dem amtierenden Emir Tamim bin Hamad Al Thani eine Kondolenzbotschaft von Premierminister Tarique Rahman überbracht hatte; in Bangladesch wurde Staatstrauer angeordnet.
Der Verstorbene, Vater des heutigen Emirs, gilt in Katar und weiten Teilen der Region als Architekt des modernen Wohlstands des Golfstaates. Sein Sohn Scheich Dschuaan bin Hamad würdigte ihn in einer auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung als „Vater und Vorbild“, der aus dem Namen der Heimat einen „Titel des Ruhms“ gemacht habe. Scheicha Musa, die ebenfalls öffentlich trauerte, bezeichnete ihn als „historischen Führer Katars“ und Pionier des modernen Staates. Die Äußerungen unterstreichen, welche innenpolitische und symbolische Bedeutung dem früheren Monarchen beigemessen wird.
Unabhängig von den Trauerbekundungen im Golf setzt Russland seine diplomatische Agenda in Afrika fort. In Moskau empfing Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag seine Amtskollegin aus Guinea-Bissau, Fatumata Dschau, zu einem Arbeitsbesuch. Nach Angaben der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sollten die Gespräche ein breites Spektrum bilateraler Themen abdecken, darunter die Stärkung des politischen Dialogs, den Ausbau der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sowie humanitärer Kontakte. Zudem war ein Austausch über die Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen und anderen multilateralen Foren vorgesehen.
Die Trauerfeierlichkeiten in Katar dauern an; mit weiteren Kondolenzbesuchen aus befreundeten Staaten wird gerechnet. Die Moskauer Konsultationen mit Guinea-Bissau fügen sich nach Darstellung des russischen Außenministeriums in eine Reihe von Gesprächen ein, mit denen die Beziehungen zu afrikanischen Staaten vertieft werden sollen. Konkrete Vereinbarungen wurden im Vorfeld nicht bekannt gegeben.
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Russland lenkt seine diplomatische Agenda in Richtung Kaukasus und Afrika um und ignoriert die Annäherung zwischen Damaskus und den Emiraten.
Russland wählt Nachrichten über bilaterale Treffen mit peripheren Ländern aus, um zu suggerieren, dass sein Interesse woanders liegt, und normalisiert damit seine Abwesenheit vom nahöstlichen Schauplatz.
Lässt das zentrale Ereignis des Todes des Emirs und die syrisch-emiratische Annäherung aus und konzentriert sich auf andere Schauplätze.
Der Iran präsentiert sich als wichtiger regionaler Akteur, nimmt an der Trauer um Katar teil und stärkt die Beziehungen.
Der Iran betont den Besuch des Außenministers in Doha als Geste des Respekts und des diplomatischen Engagements und festigt sein Image als Vermittler.
Lässt die Rolle Russlands in Afrika und die Annäherung zwischen Syrien und den Emiraten aus und konzentriert sich nur auf das eigene Engagement.
Der Golf feiert das Vermächtnis des Vater-Emirs und begrüßt die Annäherung an Syrien, während die Emirate und Katar in Trauer vereint sind.
Der Golf stellt Beileidsbekundungen prominenter Persönlichkeiten und die interne Gedenkfeier in den Vordergrund und schafft eine Erzählung von regionaler Einheit und dynastischer Kontinuität.
Lässt russische Initiativen in Afrika und die iranische Beteiligung aus und isoliert die Erzählung auf die arabische Welt.
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