
Marokko hält an Trainer Ouahbi fest und richtet den Blick auf die WM 2030
Die FRMF sprach Mohamed Ouahbi das Vertrauen aus und leitete zugleich die Mobilisierung für die gemeinsam mit Spanien und Portugal ausgerichtete Weltmeisterschaft 2030 ein.
Der entscheidende Schachzug erfolgte am Donnerstag in Rabat: Das Exekutivkomitee des marokkanischen Fußballverbands (FRMF) verlängerte das Mandat von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi. Die Entscheidung fiel nur Tage nach dem Viertelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft 2026, als eine 0:2-Niederlage gegen Frankreich um Kylian Mbappé die Hoffnungen auf eine Wiederholung des Halbfinal-Coups von 2022 beendete. Ouahbi, der das Amt erst im März von Walid Regragui übernommen hatte, sah sich danach harscher Kritik aus Teilen der Öffentlichkeit und der Medien ausgesetzt. Der Verband hingegen bewertete die Kampagne als „positiv und ehrenvoll“ und verwies auf den Achtelfinalsieg gegen die Niederlande sowie das zweitbeste Abschneiden der Verbandsgeschichte.
In der Sitzung unter Vorsitz von Fouzi Lekjaa zogen die Funktionäre eine Bilanz, die weit über das Turnier hinausreicht. Sie erinnerten an den Aufstieg Marokkos von Rang 84 auf Platz 6 der FIFA-Weltrangliste und an die jüngsten Erfolge der Nachwuchsteams – vom U20-Weltmeistertitel bis zur olympischen Bronzemedaille in Paris. Lekjaa selbst verteidigte den Einsatz der Spieler und verurteilte „böswillige Gerüchte und Falschinformationen“, die nach dem Frankreich-Spiel die Runde machten. Auch Ouahbi ergriff öffentlich Partei für seinen Kapitän Achraf Hakimi, der wegen angeblich mangelnder Offensivleistungen in die Kritik geraten war. Der Trainer betonte, die Erwartungen an einen Außenverteidiger müssten sich zuerst an dessen Defensivaufgaben messen – eine klare Ansage an jene, die den Star von Paris Saint-Germain einseitig an Toren und Vorlagen messen wollten.
Parallel zur Personalfrage richtete der Verband den Blick entschlossen nach vorn. Die gemeinsam mit Spanien und Portugal auszurichtende Weltmeisterschaft 2030 sei ein „strategisches Projekt“, das eine „allgemeine Mobilisierung“ verlange, so Lekjaa. Die Organisation wird von der Stiftung „Maroc 2030“ in Partnerschaft mit der FRMF getragen. Der Präsident forderte die nationalen Ligen auf, ihre Arbeitsweise zu modernisieren und von einer Beobachterrolle zu aktiver Mitgestaltung überzugehen. Damit soll sichergestellt werden, dass das Königreich nicht nur infrastrukturell, sondern auch organisatorisch für das größte Fußballereignis gerüstet ist.
Mit der Bestätigung Ouahbis ist die unmittelbare sportliche Führungsfrage geklärt. Die übrigen Punkte der Tagesordnung vertagte das Komitee auf eine Sitzung am Freitag. Für den marokkanischen Fußball beginnt nun eine Phase, in der die Erfahrungen von 2026 als Sprungbrett für 2030 dienen sollen – unter einem Trainer, dem der Verband trotz des frühen Endes in Nordamerika das Vertrauen schenkt, und mit dem klaren Auftrag, die Mannschaft vor „engstirnigen Kalkülen“ zu schützen, wie es aus dem Komitee hieß.
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.80 | aligned |
Der lateinamerikanische Bericht hält die Entscheidung der FRMF mit Distanz fest und hebt die Kritik am Trainer sowie das Fehlen eines langfristigen Projekts hervor.
Der Bericht präsentiert sich als externer Beobachter, der Kritik hervorhebt, ohne Stellung zu beziehen, aber implizit die Entscheidung in Frage stellt.
Der lateinamerikanische Artikel erwähnt nicht die Vorbereitungen für die WM 2030, die im maghrebinischen Block zentral sind.
Die FRMF und ihr Präsident Lekjaa sichern das technische Projekt ab und starten eine allgemeine Mobilisierung für die WM 2030, wobei die Bestätigung von Ouahbi als Teil einer langfristigen Vision präsentiert wird.
Die Erzählung verlagert die Aufmerksamkeit von der unmittelbaren Niederlage auf die Vorbereitungen für 2030 und verwandelt eine potenzielle Niederlage in ein Sprungbrett für zukünftigen Erfolg.
Der maghrebinische Block lässt detaillierte Kritik und Fanunmut aus und konzentriert sich ausschließlich auf die Erneuerung des Vertrauens und die Pläne für 2030.
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