
Kiew unterzeichnet Vertrag über 16 schwedische Gripen-Kampfflugzeuge
Die Ukraine modernisiert ihre Luftwaffe mit einem Milliardenauftrag an Saab, während Drohnenangriffe auf Moskau und russische Treibstoffdepots zivile Opfer fordern.
Die Ukraine hat am Dienstag mit Schweden einen Vertrag über den Kauf von 16 Kampfflugzeugen des Typs JAS 39 Gripen E unterzeichnet. Wie der Hersteller Saab mitteilte, beläuft sich das Auftragsvolumen auf 24,6 Milliarden schwedische Kronen (rund 2,3 Milliarden Euro). Aus Kiewer Sicht markiert das Abkommen einen Schritt zum Aufbau einer standardisierten Luftwaffe nach NATO-Maßstäben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Maschinen würden zusammen mit einem Paket aus Ausrüstung, technischer Hilfe und logistischer Unterstützung geliefert. Die Auslieferung der neuen Gripen E ist für den Zeitraum 2029 bis 2030 vorgesehen. Zuvor soll die schwedische Luftwaffe ab Anfang 2027 16 ältere Gripen C/D als Soforthilfe abgeben. Schwedens Verteidigungsminister Pål Jonson sprach von einem „ersten Schritt“ im Rahmen der ukrainischen Ambition, in den kommenden Jahren bis zu 150 Gripen zu beschaffen.
Parallel dazu intensiviert Kiew seine Langstreckendrohnenangriffe auf Ziele in Russland. Nach ukrainischen Angaben wurde das Satellitenkommunikationszentrum Dubna nördlich von Moskau zum zweiten Mal binnen einer Woche getroffen. Die Anlage, rund 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, dient nach Darstellung Selenskyjs der Aufklärung und Koordination der russischen Streitkräfte. Das russische Verteidigungsministerium meldete, in der Nacht seien insgesamt 419 ukrainische Drohnen über 19 Regionen abgefangen oder zerstört worden. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrei Worobjow, bestätigte den Einschlag einer Drohne in ein Verwaltungsgebäude in Dubna, ohne das Kommunikationszentrum zu erwähnen. In Jegorjewsk südöstlich von Moskau starb nach seinen Angaben ein sechs Monate alter Säugling, als eine Drohne in ein Wohnhaus einschlug. Im Gebiet Twer wurde eine 61-jährige Frau durch Trümmer einer abgeschossenen Drohne getötet. Kremlsprecher Dmitri Peskow verurteilte die Angriffe mit den Worten: „Zivilisten leiden, Kinder sterben.“
Finanzielle Rückendeckung erhält die Ukraine unterdessen aus Brüssel. Die Europäische Kommission zahlte eine erste Tranche von 3,9 Milliarden Euro aus dem im Frühjahr beschlossenen Unterstützungsdarlehen in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Euro aus. Die Mittel sind nach Kommissionsangaben für die Beschaffung von Drohnen bestimmt. Das Darlehen umfasst 60 Milliarden Euro für Militärhilfe und 30 Milliarden Euro für Budgethilfe in den Jahren 2026 und 2027. Aus westeuropäischer Sicht soll die Finanzierung die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärken und den Druck auf Moskau erhöhen, den seit über vier Jahren andauernden Krieg zu beenden.
Die militärische Lage bleibt von wechselseitigen Schlägen gegen die Infrastruktur geprägt. Russische Streitkräfte griffen nach ukrainischen Behördenangaben im Gebiet Dnipropetrowsk fünf Tankstellen an, wobei eine Frau getötet und drei Menschen verletzt wurden. In Cherson traf eine russische Drohne einen Linienbus; zwei Menschen starben. Nach Darstellung Kiews zielen die eigenen Angriffe auf Treibstofflager und Raffinerien darauf ab, die militärische Logistik Moskaus zu stören. Die Lieferung der Gripen-Maschinen wird frühestens 2027 einsatzfähige zusätzliche Fähigkeiten bringen. Bis dahin bleibt die ukrainische Luftwaffe auf die bereits gelieferten F-16 und Mirage 2000 angewiesen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die kremlnahe Presse berichtet, dass die Ukraine 16 Gripen-E-Kampfflugzeuge von Schweden gekauft hat, mit Lieferung frühestens 2029. Das Geschäft wird als kostspielige kommerzielle Transaktion dargestellt, die den Konflikt verlängern und die schwedische Rüstungsindustrie bereichern wird, während die versprochenen alten Flugzeuge nur eine symbolische Geste seien.
Schweden hat einen wegweisenden Vertrag zur Lieferung von 16 neuen Gripen E und zur Spende von 16 älteren Maschinen an die Ukraine abgeschlossen, was die Luftverteidigung Kiews erheblich stärkt. Die Vereinbarung wird als strategische Partnerschaft gefeiert, die der Ukraine helfen soll, Gleitbomben zu bekämpfen und ihren Luftraum langfristig zu sichern.
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