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SportDienstag, 14. Juli 2026

Scaloni vor Argentiniens Halbfinale: „Es ist nur ein Fußballspiel“

Der argentinische Trainer mahnt zur Trennung von Sport und Politik, während die Erinnerung an die Malvinas und Maradonas Tore von 1986 die Partie gegen England überlagert.

Einen Tag vor dem WM-Halbfinale gegen England hat Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni jede politische Aufladung der Partie zurückgewiesen. „Es ist ein Fußballspiel, ich kann die Dinge nicht vermischen, vor allem aus Respekt vor dem, was vor so vielen Jahren geschehen ist“, sagte Scaloni in Atlanta. Die Äußerung zielte auf die in argentinischen und brasilianischen Medien breit thematisierte Frage, ob die Erinnerung an den Falklandkrieg von 1982 und die symbolträchtigen Tore Diego Maradonas bei der WM 1986 die Begegnung prägen würden. Während Scaloni das Gedenken an die 649 gefallenen Argentinier ausdrücklich einschloss, betonte er: „Wir dürfen uns in der Zeit, in der wir leben, nicht verwirren lassen.“

Die Haltung des Trainers steht im Kontrast zu Stimmen aus dem Umfeld der argentinischen Nationalmannschaft. Diego Maradona Jr. erklärte aus Italien, seit dem Sieg seines Vaters 1986 sei „nichts normal gegen England“. Argentinische Blätter wie La Gaceta und Los Andes rückten die historische Rivalität in den Vordergrund, während brasilianische Medien wie UOL und CNN Brasil Scalonis Appell zur Entpolitisierung hervorhoben. Die Behörden in Atlanta stuften die Partie als Hochrisikospiel ein und untersagten Flaggen mit Bezug zu den Malvinas im Stadion.

Sportlich richtete Scaloni den Blick auf die eigene Spielanlage. Nach dem mühevollen Viertelfinalsieg gegen die Schweiz forderte er eine Rückkehr zum Ballbesitzfußball: „Wir müssen wieder Fußball spielen, mit dem Ball umgehen, darin waren wir immer stark.“ Er kündigte an, nur vollständig fitte Spieler einzusetzen, und ließ personelle Änderungen offen. Englands Stärken sah er in der Explosivität über die Flügel und in den Offensivkräften Harry Kane und Jude Bellingham, die es zu neutralisieren gelte.

Argentiniens Weg ins Halbfinale war von engen Ergebnissen geprägt, doch Scaloni verwies auf die Erfahrung seines Teams, das zum fünften Mal in einem großen Turnier unter den letzten Vier steht. Der Gegner England, seit 1966 ohne Finalteilnahme, wird von Thomas Tuchel betreut. Im Falle eines Sieges trifft Argentinien am Sonntag auf Spanien, das sich im anderen Halbfinale mit 2:0 gegen Frankreich durchsetzte. Scaloni lobte den Finalgegner als „verdienten Sieger“ und sprach von der „vollständigsten Partie“ der Spanier im Turnier.

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Dienstag, 14. Juli 2026

Scaloni vor Argentiniens Halbfinale: „Es ist nur ein Fußballspiel“

Der argentinische Trainer mahnt zur Trennung von Sport und Politik, während die Erinnerung an die Malvinas und Maradonas Tore von 1986 die Partie gegen England überlagert.

Einen Tag vor dem WM-Halbfinale gegen England hat Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni jede politische Aufladung der Partie zurückgewiesen. „Es ist ein Fußballspiel, ich kann die Dinge nicht vermischen, vor allem aus Respekt vor dem, was vor so vielen Jahren geschehen ist“, sagte Scaloni in Atlanta. Die Äußerung zielte auf die in argentinischen und brasilianischen Medien breit thematisierte Frage, ob die Erinnerung an den Falklandkrieg von 1982 und die symbolträchtigen Tore Diego Maradonas bei der WM 1986 die Begegnung prägen würden. Während Scaloni das Gedenken an die 649 gefallenen Argentinier ausdrücklich einschloss, betonte er: „Wir dürfen uns in der Zeit, in der wir leben, nicht verwirren lassen.“

Die Haltung des Trainers steht im Kontrast zu Stimmen aus dem Umfeld der argentinischen Nationalmannschaft. Diego Maradona Jr. erklärte aus Italien, seit dem Sieg seines Vaters 1986 sei „nichts normal gegen England“. Argentinische Blätter wie La Gaceta und Los Andes rückten die historische Rivalität in den Vordergrund, während brasilianische Medien wie UOL und CNN Brasil Scalonis Appell zur Entpolitisierung hervorhoben. Die Behörden in Atlanta stuften die Partie als Hochrisikospiel ein und untersagten Flaggen mit Bezug zu den Malvinas im Stadion.

Sportlich richtete Scaloni den Blick auf die eigene Spielanlage. Nach dem mühevollen Viertelfinalsieg gegen die Schweiz forderte er eine Rückkehr zum Ballbesitzfußball: „Wir müssen wieder Fußball spielen, mit dem Ball umgehen, darin waren wir immer stark.“ Er kündigte an, nur vollständig fitte Spieler einzusetzen, und ließ personelle Änderungen offen. Englands Stärken sah er in der Explosivität über die Flügel und in den Offensivkräften Harry Kane und Jude Bellingham, die es zu neutralisieren gelte.

Argentiniens Weg ins Halbfinale war von engen Ergebnissen geprägt, doch Scaloni verwies auf die Erfahrung seines Teams, das zum fünften Mal in einem großen Turnier unter den letzten Vier steht. Der Gegner England, seit 1966 ohne Finalteilnahme, wird von Thomas Tuchel betreut. Im Falle eines Sieges trifft Argentinien am Sonntag auf Spanien, das sich im anderen Halbfinale mit 2:0 gegen Frankreich durchsetzte. Scaloni lobte den Finalgegner als „verdienten Sieger“ und sprach von der „vollständigsten Partie“ der Spanier im Turnier.

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