
Scaloni über Messi: «Er ist eine Maschine» – Argentinien vor dem Viertelfinal gegen die Schweiz
Nach der spektakulären Aufholjagd gegen Ägypten setzt Argentiniens Trainer weiter voll auf den 39-jährigen Kapitän, der mit acht Toren die Torschützenliste anführt.
Es lief die 34. Minute der zweiten Halbzeit, als Argentinien im Achtelfinal gegen Ägypten mit 0:2 zurücklag. Dann leitete Lionel Messi die Wende ein: Erst bediente er Cristian Romero per Flanke zum Anschlusstreffer, dann erzielte er selbst den Ausgleich – am Ende gewann der Weltmeister 3:2. Der 39-Jährige, der bei seiner sechsten WM-Teilnahme einen Rekord aufstellte, war einmal mehr der entscheidende Mann.
Trainer Lionel Scaloni zeigte sich nach der Partie unbeeindruckt von allen Zweifeln an der Physis seines Kapitäns. «Leo läuft in jedem Spiel ungefähr gleich viel, die Zahlen haben sich nicht verändert», sagte er und nannte Messi eine «Maschine», sobald dieser spüre, dass er Gefahr erzeugen könne. Wer wegen des Alters einen Leistungsabfall erwartet habe, kenne den achtfachen Ballon-d’Or-Gewinner nicht. Solange Messi spielen wolle, bleibe er der Beste – eine Überzeugung, die in Buenos Aires längst zum Glaubenssatz geworden ist.
Auch an der Hierarchie bei Elfmetern rüttelt Scaloni nicht, obwohl Messi im Turnierverlauf zwei Strafstösse verschoss und seit der WM 2022 nur vier von sieben Versuchen verwandelte. «Wenn er schiessen will, schiesst er», stellte der Trainer klar. Zudem geniesst Messi völlige Bewegungsfreiheit; gegen Ägypten wich er auf den rechten Flügel aus und riss so die gegnerische Defensive auseinander. Mit acht Treffern führt er gemeinsam mit Kylian Mbappé die Torschützenliste an, hinzu kommen eine Vorlage und 15 kreierte Chancen in 410 Einsatzminuten.
Im Viertelfinal trifft Argentinien nun auf die Schweiz, die erstmals seit 72 Jahren wieder in einer WM-Runde der letzten acht steht. Scaloni lobte den Gegner für dessen Physis, Erfahrung und Tradition, warnte aber zugleich vor der eigenen Emotionalität: «Wir wissen, dass dies seine letzte Weltmeisterschaft ist, das macht alles noch emotionaler.» Die Kritik des ägyptischen Trainers Hossam Hassan an angeblicher Schiedsrichter-Bevorzugung wies Scaloni als gegenstandslos zurück – bei der heutigen Kontrolldichte sei eine Parteinahme kaum möglich. Am Samstag (Ortszeit) in Kansas City wird sich zeigen, ob die Schweizer Defensive um Manuel Akanji den argentinischen Angriffswirbel stoppen kann.
| Arabische Golfpresse | +0.10 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | +0.30 | aligned |
| Lateinamerikanische Presse | +0.60 | aligned |
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