
Ein Jahrzehnt ‚Goblin‘: Am koreanischen Wellenbrecher kehrt die Erinnerung zurück
Zum zehnten Jahrestag des K-Dramas ‚Goblin‘ versammeln sich die Stars an den Originalschauplätzen, während weltweit neue Filmprojekte das Zusammenspiel von Familie und Erinnerung erkunden.
Der Wind von Jumunjin trug noch immer die gleiche salzige Kühle wie vor zehn Jahren, als Kim Go-eun und Gong Yoo am Wellenbrecher einander gegenüberstanden. Damals war es die erste Begegnung ihrer Figuren, begleitet von einem roten Schal und Buchweizenblüten. Nun, zur Feier des Dekadenjubiläums der Serie, wiederholten die beiden Schauspieler die ikonische Szene – und Gong Yoo sprach erneut den Satz, der einst Millionen Zuschauer berührte: „Möchtest du die Braut dieses Mannes aus Goryeo sein?“ Sein anschließendes Lachen legte sich über die Ernsthaftigkeit des Moments. „Es fühlt sich merkwürdig an“, sagte er später, „als sähe ich meine Braut Eun-tak nach zehn Jahren erwachsen werden.“
Das Wiedersehen war Teil eines tvN-Specials, für das die Hauptdarsteller – neben Gong Yoo und Kim Go-eun auch Lee Dong-wook und Yoo In-na – an die Drehorte nahe Gangneung zurückkehrten. Lee Dong-wook erzählte, man habe schon im Vorjahr bei einem privaten Treffen beschlossen, zur Dekade etwas Gemeinsames zu unternehmen. In Südkorea ist „Goblin“ eine jener Produktionen, deren Bilder bei jedem Wintereinbruch erneut im kollektiven Gedächtnis aufsteigen; Gong Yoo selbst nannte es „die hellste Wintererinnerung meines Lebens“. Dass die Nostalgie längst über die Halbinsel hinausreicht, belegen Berichte aus Indonesien und Bangladesch: Jawa Pos und Prothom Alo widmeten dem Treffen ausführliche Artikel, die die ungebrochene Faszination eines globalen Publikums spiegeln.
Parallel zu dieser Wiederbegegnung mit der Vergangenheit zeigt ein Blick auf gegenwärtige Film- und Serienprojekte, wie sehr das Motiv familiärer Bande die Leinwände prägt. In Mumbai bestätigte Sunita Ahuja, Ehefrau des Bollywood-Stars Govinda, dass sie gemeinsam mit ihrem Sohn Yash in einer Produktion von Ektaa Kapoor debütiert – als Mutter und Sohn auch vor der Kamera. „Vielleicht ist es das erste Mal in der Branche, dass Mutter und Sohn zusammen ihr Debüt geben“, sagte sie und bat die Fans, ihrem Kind dieselbe Zuneigung zu schenken wie ihr selbst. In Teheran rückte derweil der Film „Estakhr“ (Pool) von Soroush Sehat ins Rampenlicht, ein Ensemblestück mit Amin Hayaei, Sahar Dowlatshahi und Mehran Modiri, das menschliche Verstrickungen auslotet; und das Theaterstück „Dastan-e Ou“ von Farshad Lotfi verspricht eine psychologische Studie über Macht und verborgene Schuld. Südkoreanische Serien wiederum greifen familiäre Traumata auf: In „Love in Sync“ öffnet eine alte Fotografie auf dem Schreibtisch des Protagonisten Cha Eun-hwan den Blick auf eine zerstörte Kindheit, während „Love on the Menu“ mit Hani eine Mutter zeigt, die trotz aller Härten nicht aufhört zu lieben, und „The Husband“ eine Ehekrise in einen Entführungsfall tauchen lässt.
Die emotionale Wucht des Goblin-Jubiläums entfaltete sich besonders, als den Schauspielern Videobotschaften abwesender Kollegen vorgespielt wurden. Gong Yoo, Lee Dong-wook, Kim Go-eun und Yoo In-na konnten die Tränen nicht zurückhalten; eine geheimnisvolle, nicht näher identifizierte Person im Video verstärkte die Rätselhaftigkeit und sicherte das Interesse für die angekündigte Fortsetzung der Sendung. Der Wellenbrecher von Jumunjin ist längst ein Pilgerort für Fans aus aller Welt, die dort die eigene Erinnerung an eine fiktive Geschichte mit der Gischt des Ostmeeres verbinden.
Ein Bild, das bleibt: Auf dem Schreibtisch Cha Eun-hwans in „Love in Sync“ steht eine Familienfotografie, die eine unbeschwerte Kindheit zeigt – und vor der Gegenwart der Figuren zu einer schmerzhaften Reibung wird. Es ist dieselbe Spannung, die das Goblin-Treffen umwehte, als die Schauspieler an den Originalschauplätzen ihre Texte aus der Erinnerung holten und für einen Augenblick die Zeit aufhoben. Yoo In-nas Satz, „Unsere Zeit ist noch nicht vorbei“, mag so nicht nur ihren Charakteren, sondern der Kraft des Erzählens selbst gegolten haben.
| Indische & südasiatische Presse | +0.60 | aligned |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | +0.65 | aligned |
The Goblin cast revisits its most beloved locations, reaffirming the drama's timeless charm and fan devotion.
By focusing on the actors' personal memories and reenacting iconic moments, the narrative creates a sense of shared nostalgia that validates the drama's lasting impact.
The drama's most iconic moment is brought back to life on the very set, proving that Goblin's magic remains intact after a decade.
By highlighting the exact reenactment of a famous scene, the coverage transforms a simple anniversary event into a proof of the drama's undiminished appeal.
Erweitere deinen Horizont
Parade der europäischen Entschlossenheit: Macrons letzter 14. Juli als Bühne für die „Koalition der Willigen“
10 Sprachen · 32 Quellen
Aus Economy & MarketsRekordpreis für T. rex „Gus“ verschärft Konflikt zwischen Fossilienmarkt und Wissenschaft
10 Sprachen · 20 Quellen
Aus TechnologySojus-Rakete bringt neuen ISS-Crew ins All: Anil Menon startet zu achtmonatiger Mission
5 Sprachen · 10 Quellen