
US-Senator Lindsey Graham unerwartet gestorben – Unsicherheit für Trumps Kongressmehrheit
Der republikanische Senator und enge Trump-Vertraute Lindsey Graham erlag im Alter von 71 Jahren einer plötzlichen Erkrankung; seine Nachfolge wird die knappen Machtverhältnisse im Senat und die anstehende Wahlkampfsaison belasten.
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham aus South Carolina ist am Samstagabend im Alter von 71 Jahren überraschend verstorben. Sein Büro erklärte am Sonntag, Graham sei einer „kurzen und plötzlichen Erkrankung“ erlegen. Nach Angaben des Senders NBC News waren Rettungskräfte wegen eines gemeldeten Herzstillstands an sein Haus am Capitol Hill beordert worden. Graham hatte erst am Freitag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew getroffen und mit ihm über verschärfte Sanktionen gegen Russland gesprochen. Für Sonntagmorgen war ein Auftritt in der NBC-Sendung „Meet the Press“ geplant gewesen. Präsident Donald Trump würdigte Graham als „wahren amerikanischen Patrioten“ und sagte, er habe noch am Samstagabend mit ihm telefoniert.
International würdigten politische Führer Grahams außenpolitische Rolle. Aus Kiew nannte Präsident Selenskyj ihn einen „entschlossenen Anführer“, der die Ukraine seit der russischen Invasion zehnmal besucht habe. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, Israel habe einen seiner größten Freunde verloren; Graham habe stets die Untrennbarkeit der Sicherheit beider Staaten betont. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem „furchtlosen und entschlossenen Führer“, der bis zuletzt für eine Unterstützung der Ukraine und eine Ausweitung der Sanktionen gegen Moskau gekämpft habe. Nato-Generalsekretär Mark Rutte nannte ihn einen starken Befürworter der Allianz.
Der Tod wirft die Wahlkampfplanung in South Carolina durcheinander, wo Graham für eine fünfte Amtszeit kandidieren wollte und in den Vorwahlen bereits nominiert war. Gouverneur Henry McMaster wird nun einen Übergangsnachfolger ernennen; eine Sondervorwahl soll laut Staatsgesetz am 11. August über den republikanischen Kandidaten für die Abstimmung im November entscheiden. Zugleich spitzen sich die Mehrheitsverhältnisse im Senat zu: Die Republikaner verfügen nur über eine 53-47-Mehrheit, und der langjährige Senator Mitch McConnell ist seit Wochen hospitalisiert, was die Gesetzgebungsagenda der Regierung Trump zusätzlich belasten dürfte.
Graham galt als einflussreichster außenpolitischer Falke der Republikaner. Vor seiner Senatslaufbahn ab 2003 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus und diente als Militärjurist der Luftwaffe. Während des Vorwahlkampfs 2016 noch ein scharfer Kritiker Trumps, den er als „fremdenfeindlichen religiösen Hetzer“ bezeichnete, wurde er in den folgenden Jahren zu einem seiner engsten Verbündeten und Berater, insbesondere in Iran- und Russlandfragen. Erst kürzlich hatte er mit der Regierung eine Einigung über neue Russland-Sanktionen verkündet. Der formelle Beginn der Nachfolgeregelung wird in den kommenden Tagen erwartet.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | +0.70 | aligned |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
We have lost a warmonger, but the world may breathe a sigh of relief.
The repeated use of the term 'war-mongering' as the main interpretive category demonizes the senator, avoiding a nuanced evaluation of his career.
His role in judicial nominations is omitted, which could have balanced the one-sided portrait.
Israel has lost a great friend and defender. His unwavering support for our security will remain indelible.
Graham is personified as the embodiment of American support for Israel, obscuring US institutions and policies.
His earlier criticism of Trump is omitted, which could undermine the narrative of unconditional loyalty.
The news of Senator Graham's death is reported with detachment. He was a conservative politician and Trump ally, but his passing is not politicized.
Neutral representation through a list of biographical facts, without moral judgments.
Graham's death leaves a void in the Republican Party. He was a defense hawk and Trump ally, but also a man who could change his stance.
Balancing by mentioning his political evolution, presenting him as a complex and human figure.
International criticism of his hawkish positions is not explored, maintaining an aseptic tone.
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