
Portugal nach torlosem Remis gegen Kolumbien im Achtelfinale – Gegner ungewiss
Ein aberkanntes Tor in der Nachspielzeit sichert Kolumbien den Gruppensieg, während Portugal als Zweiter weiterzieht und auf einen widersprüchlich kolportierten Gegner wartet.
Mit einem torlosen Unentschieden gegen Kolumbien hat sich die portugiesische Nationalmannschaft am Samstag in Miami den Einzug in die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft gesichert. Das Spiel im Hard Rock Stadium, das dritte Gruppenspiel der Gruppe K, blieb über weite Strecken arm an Höhepunkten, ehe es in der Nachspielzeit doch noch einen dramatischen Moment gab: Der kolumbianische Verteidiger Davinson Sánchez köpfte den Ball in der 47. Minute der zweiten Halbzeit ins Netz, doch der Treffer wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung nach Videobeweis zurückgenommen. So blieb es beim 0:0, das beiden Teams zum Weiterkommen reichte.
Kolumbien, trainiert vom Argentinier Néstor Lorenzo, beendet die Gruppenphase mit sieben Punkten auf dem ersten Platz und trifft im Achtelfinale auf Ghana. Portugal, das mit fünf Zählern Rang zwei belegt, zeigte sich über weite Strecken bemüht, fand gegen die kompakte Defensive der Südamerikaner aber kaum zwingende Chancen. Cristiano Ronaldo, der in der Startelf stand, blieb ohne Torerfolg und musste sich mehrfach dem robusten Zugriff der kolumbianischen Innenverteidigung beugen.
Im Vorfeld der Partie hatte Ronaldos Mutter, Maria Dolores dos Santos Aveiro, mit einem emotionalen Beitrag in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. „Die Mutter einer Geschichte zu sein, die Generationen prägt, ist das größte Geschenk, das mir das Leben gemacht hat“, schrieb sie und erinnerte an die schwierigen Anfänge der Familie auf Madeira. Argentinische Medien griffen die Botschaft auf und stellten sie in den Kontext des anstehenden K.-o.-Spiels, das für die Portugiesen von großer Bedeutung ist.
Wohin die Reise für den Europameister von 2016 genau geht, darüber herrscht in der internationalen Berichterstattung allerdings Uneinigkeit. Während US-amerikanische Quellen von einem Duell mit Kroatien am Donnerstag im BMO Field von Toronto berichten, nennen argentinische Medien übereinstimmend Griechenland als nächsten Gegner, ebenfalls für Donnerstag, jedoch mit Anpfiff um 20 Uhr Ortszeit. Eine offizielle Bestätigung durch den Weltverband steht noch aus.
Unabhängig vom Gegner steht Portugal vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martínez muss sich im Achtelfinale steigern, will sie nicht frühzeitig die Segel streichen. Für Cristiano Ronaldo, der mit nunmehr 41 Jahren seine sechste Weltmeisterschaft bestreitet, könnte jede Partie die letzte auf dieser Bühne sein – ein Umstand, der die emotionale Aufladung rund um das Team zusätzlich erhöht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Während die Sportwelt auf das Spiel blickt, hebt die Boulevardpresse Georgina Rodriguez' Bikini-Kampagne in Miami hervor und behandelt die Geschichte als leichten Promi-Moment statt als Sportereignis.
Die emotionale Botschaft von Ronaldos Mutter vor dem entscheidenden Spiel und sein eigener Vergleich mit Mbappé zeichnen das Porträt eines Champions, der sowohl ein hingebungsvoller Sohn als auch eine lebende Legende ist, die ihren Erben anerkennt.
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