
Ölpreise fallen nach Fortschritten bei US-iranischen Gesprächen in der Schweiz
Die Aussicht auf eine Lockerung der Sanktionen gegen iranische Ölexporte und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus drückte Brent-Rohöl um mehr als zwei Prozent unter 79 Dollar.
Am Montag fielen die Rohölpreise deutlich, nachdem die erste Gesprächsrunde zwischen den USA und Iran im Schweizer Burgenstock abgeschlossen worden war. Brent-Rohöl notierte am Nachmittag bei rund 78,90 Dollar je Barrel, ein Minus von über zwei Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche. Auslöser war die Ankündigung Teherans, man habe Ausnahmeregelungen für Öl- und Petrochemieexporte erwirkt, sowie die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Die Preise waren zu Handelsbeginn noch auf 82,30 Dollar gestiegen, nachdem US-Präsident Trump mit einer Wiederaufnahme der Militäraktionen gedroht und Iran die erneute Schließung der Meerenge gemeldet hatte.
Die von Katar und Pakistan vermittelten Gespräche mündeten nach Angaben der Mediatoren in eine „Roadmap“ für ein endgültiges Abkommen binnen 60 Tagen. Beide Seiten vereinbarten zudem eine „Kommunikationslinie“, um Zwischenfälle in der für den globalen Öltransit zentralen Wasserstraße zu vermeiden. Schiffsbewegungsdaten zeigten, dass am Montag wieder mehrere Tanker die Meerenge passierten, darunter vier katarische LNG-Tanker und zwei Rohöltanker mit fast zwei Millionen Barrel. Der iranische Außenminister Araghchi erklärte, Teheran habe zudem die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und den Start eines Wiederaufbauplans erreicht.
An den Rohstoffmärkten verringert die diplomatische Annäherung die Wahrscheinlichkeit eines längerfristigen Angebotsausfalls. Analysten der ING verwiesen auf die fortbestehenden Risiken einer erneuten Eskalation während der 60-tägigen Waffenruhe, insbesondere angesichts israelischer Luftschläge im Libanon, bei denen am Samstag mindestens 20 Menschen getötet wurden. Gleichwohl überwog die Erwartung zusätzlicher Lieferungen: Iran hat nach eigenen Angaben seit Montag bereits mehr als 25 Millionen Barrel Rohöl durch die zuvor bestehende Blockadelinie transportiert. Irak kündigte an, die Produktion schrittweise auf 4,2 bis 4,3 Millionen Barrel pro Tag zu steigern, und auch die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Kuwait boten zusätzliche Mengen an.
Die technischen Gespräche sollen nach Angaben der Schweizer Behörden unverzüglich fortgesetzt werden. Für die Preisentwicklung wird maßgeblich sein, ob die Straße von Hormus tatsächlich dauerhaft für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet bleibt und inwieweit die angekündigten Sanktionserleichterungen umgesetzt werden. Die kommenden Tage stehen damit im Zeichen der konkreten Umsetzungsschritte, während die Märkte zugleich auf die Inflationsdaten aus den USA und die geldpolitischen Signale der Federal Reserve blicken.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach den US-Iran-Gesprächen in der Schweiz fielen die Ölpreise, da Teheran mitteilte, Ausnahmegenehmigungen für Rohöl- und Petrochemiemexporte erhalten zu haben, was Versorgungsängste milderte. Der anfängliche Anstieg war durch Trumps Drohungen und die Schließung der Straße von Hormus verursacht worden, doch der Verhandlungserfolg brachte Ruhe an die Märkte.
Die Ölpreise fielen am Montag nach Abschluss der US-Iran-Gespräche in der Schweiz, Brent rutschte unter 80 Dollar. Teherans Mitteilung, Exportausnahmen erhalten zu haben, dämpfte die Sorgen vor globalen Lieferunterbrechungen. Zuvor waren die Preise aufgrund von Spannungen gestiegen, gaben aber nach den Gesprächen nach.
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