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Geopolitik & PolitikFreitag, 26. Juni 2026

Multi-Front-Manöver im Pazifik: USA und Verbündete demonstrieren Stärke, China weist Kritik zurück

Während zehntausende Soldaten in mehreren US-geführten Übungen im Indopazifik operieren, warnt Neuseeland vor einer dauerhaften chinesischen Militärpräsenz – Peking verteidigt seine Patrouillen bei Taiwan als rechtmäßig.

Nahezu zeitgleich laufen derzeit vier große Militärmanöver unter Führung der Vereinigten Staaten im westlichen Pazifik, an denen sich insgesamt über 45.000 Soldaten aus mehr als 30 Nationen beteiligen. In Hawaii wurde diese Woche das multinationale Manöver RIMPAC 2026 eröffnet, an dem auch 35 Angehörige der indonesischen Marineinfanterie teilnehmen. Parallel dazu finden die Übungen Valiant Shield 2026 bei Guam – erstmals mit dem mobilen Mittelstreckenraketensystem Typhon –, Resolute Dragon 2026 in Japan sowie Kamandag auf den Philippinen statt, bei der japanische Fallschirmjäger auf der Insel Batan nahe Taiwan trainierten. Aus Washingtoner Sicht, so Analysten, markiert diese Gleichzeitigkeit eine neue Phase der Abschreckungsstrategie entlang der „ersten Inselkette“, bei der Verbündete eine größere Rolle für die regionale Sicherheit übernehmen sollen.

Aus Wellington wurde unterdessen ein interner Bericht der neuseeländischen Streitkräfte und des Außenministeriums bekannt, der vor einer „dauerhaften“ chinesischen Militärpräsenz im Pazifik warnt. Das Dokument, datiert auf Dezember 2025, verweist auf die Passage eines chinesischen Flottenverbands durch die Tasmansee im Februar 2025 sowie auf den Test einer ballistischen Interkontinentalrakete im September 2024. Die neuseeländischen Beamten beobachteten zudem eine chinesische Flottille in der Philippinensee und stuften diese Aktivitäten als Teil eines schrittweisen Ausbaus der maritimen Sicherheitspräsenz Pekings ein. Die deutsche Bundesregierung hatte sich gemeinsam mit den USA, Großbritannien und Frankreich besorgt über chinesische Küstenwachen-Patrouillen vor der Ostküste Taiwans geäußert und eine Gefährdung der Stabilität und der Freiheit der Schifffahrt kritisiert.

Peking wies diese Kritik zurück. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, die Patrouillen in der ausschließlichen Wirtschaftszone vor Taiwan seien legitime Maßnahmen zur Durchsetzung chinesischer Hoheitsrechte gemäß dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen. Zugleich warf er der Regierungspartei in Taipeh vor, sich mit externen Kräften zu verbünden und separatistische Narrative zu verbreiten. Die chinesische Marineführung betont seit Jahren den friedlichen Charakter ihrer Expansion, doch die Frequenz und Reichweite der Operationen – zuletzt die Durchfahrt eines neuen Flugzeugträgers durch die Taiwanstraße – haben in vielen Hauptstädten der Region die Bedrohungswahrnehmung erhöht.

Die Überlappung der Manöver und der chinesischen Aktivitäten birgt nach Einschätzung von Sicherheitsexperten ein erhöhtes Risiko von Zwischenfällen. Der neuseeländische Bericht vermerkt, dass die chinesische Übungsankündigung für ein Scharfschießen in der Tasmansee nicht den internationalen Best Practice entsprach und mehrere Fluggesellschaften zu Routenänderungen zwang. Für den Welthandel und insbesondere für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland sind die betroffenen Seewege von strategischer Bedeutung. Die laufenden Übungen, von denen RIMPAC noch bis Ende Juli andauert, unterstreichen eine sicherheitspolitische Neuausrichtung, in der Washington die Lastenverteilung mit Partnern wie Tokio und Manila neu justiert, während Peking seine Präsenz als dauerhaften Faktor im pazifischen Raum etabliert.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Chinesische PresseKontinentaleuropäische Presse
Chinesische Presse/ Staatlich
AlarmSkepsis

Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten führen provokative Mehrfronten-Manöver vor Chinas Haustür durch und schüren damit bewusst die Spannungen. Chinesische Patrouillen sind rechtmäßige und defensive Maßnahmen, während Washington seine Strategie umstellt, um die Eindämmung Pekings an regionale Partner zu delegieren.

Kontinentaleuropäische Presse
AlarmEmpörung

Chinas anhaltende militärische Vorstöße im Pazifik beunruhigen regionale Partner wie Neuseeland, das mit einer zunehmend dauerhaften Präsenz Pekings rechnet. Die gemeinsamen Übungen der USA und ihrer Verbündeten sind eine notwendige Antwort auf Chinas wachsende Durchsetzungsfähigkeit.

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Freitag, 26. Juni 2026

Multi-Front-Manöver im Pazifik: USA und Verbündete demonstrieren Stärke, China weist Kritik zurück

Während zehntausende Soldaten in mehreren US-geführten Übungen im Indopazifik operieren, warnt Neuseeland vor einer dauerhaften chinesischen Militärpräsenz – Peking verteidigt seine Patrouillen bei Taiwan als rechtmäßig.

Nahezu zeitgleich laufen derzeit vier große Militärmanöver unter Führung der Vereinigten Staaten im westlichen Pazifik, an denen sich insgesamt über 45.000 Soldaten aus mehr als 30 Nationen beteiligen. In Hawaii wurde diese Woche das multinationale Manöver RIMPAC 2026 eröffnet, an dem auch 35 Angehörige der indonesischen Marineinfanterie teilnehmen. Parallel dazu finden die Übungen Valiant Shield 2026 bei Guam – erstmals mit dem mobilen Mittelstreckenraketensystem Typhon –, Resolute Dragon 2026 in Japan sowie Kamandag auf den Philippinen statt, bei der japanische Fallschirmjäger auf der Insel Batan nahe Taiwan trainierten. Aus Washingtoner Sicht, so Analysten, markiert diese Gleichzeitigkeit eine neue Phase der Abschreckungsstrategie entlang der „ersten Inselkette“, bei der Verbündete eine größere Rolle für die regionale Sicherheit übernehmen sollen.

Aus Wellington wurde unterdessen ein interner Bericht der neuseeländischen Streitkräfte und des Außenministeriums bekannt, der vor einer „dauerhaften“ chinesischen Militärpräsenz im Pazifik warnt. Das Dokument, datiert auf Dezember 2025, verweist auf die Passage eines chinesischen Flottenverbands durch die Tasmansee im Februar 2025 sowie auf den Test einer ballistischen Interkontinentalrakete im September 2024. Die neuseeländischen Beamten beobachteten zudem eine chinesische Flottille in der Philippinensee und stuften diese Aktivitäten als Teil eines schrittweisen Ausbaus der maritimen Sicherheitspräsenz Pekings ein. Die deutsche Bundesregierung hatte sich gemeinsam mit den USA, Großbritannien und Frankreich besorgt über chinesische Küstenwachen-Patrouillen vor der Ostküste Taiwans geäußert und eine Gefährdung der Stabilität und der Freiheit der Schifffahrt kritisiert.

Peking wies diese Kritik zurück. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, die Patrouillen in der ausschließlichen Wirtschaftszone vor Taiwan seien legitime Maßnahmen zur Durchsetzung chinesischer Hoheitsrechte gemäß dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen. Zugleich warf er der Regierungspartei in Taipeh vor, sich mit externen Kräften zu verbünden und separatistische Narrative zu verbreiten. Die chinesische Marineführung betont seit Jahren den friedlichen Charakter ihrer Expansion, doch die Frequenz und Reichweite der Operationen – zuletzt die Durchfahrt eines neuen Flugzeugträgers durch die Taiwanstraße – haben in vielen Hauptstädten der Region die Bedrohungswahrnehmung erhöht.

Die Überlappung der Manöver und der chinesischen Aktivitäten birgt nach Einschätzung von Sicherheitsexperten ein erhöhtes Risiko von Zwischenfällen. Der neuseeländische Bericht vermerkt, dass die chinesische Übungsankündigung für ein Scharfschießen in der Tasmansee nicht den internationalen Best Practice entsprach und mehrere Fluggesellschaften zu Routenänderungen zwang. Für den Welthandel und insbesondere für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland sind die betroffenen Seewege von strategischer Bedeutung. Die laufenden Übungen, von denen RIMPAC noch bis Ende Juli andauert, unterstreichen eine sicherheitspolitische Neuausrichtung, in der Washington die Lastenverteilung mit Partnern wie Tokio und Manila neu justiert, während Peking seine Präsenz als dauerhaften Faktor im pazifischen Raum etabliert.

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Neutral33%
Kritisch67%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Chinesische PresseKontinentaleuropäische Presse
Chinesische Presse/ Staatlich
AlarmSkepsis

Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten führen provokative Mehrfronten-Manöver vor Chinas Haustür durch und schüren damit bewusst die Spannungen. Chinesische Patrouillen sind rechtmäßige und defensive Maßnahmen, während Washington seine Strategie umstellt, um die Eindämmung Pekings an regionale Partner zu delegieren.

Kontinentaleuropäische Presse
AlarmEmpörung

Chinas anhaltende militärische Vorstöße im Pazifik beunruhigen regionale Partner wie Neuseeland, das mit einer zunehmend dauerhaften Präsenz Pekings rechnet. Die gemeinsamen Übungen der USA und ihrer Verbündeten sind eine notwendige Antwort auf Chinas wachsende Durchsetzungsfähigkeit.

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