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SportDienstag, 30. Juni 2026

Marokko ringt die Niederlande im Elfmeterschießen nieder: Freudentaumel in Casablanca, Festnahmen in Den Haag

Der 3:2-Erfolg im Elfmeterschießen gegen die Niederlande beschert Marokko das Achtelfinalduell mit Kanada, während die Feierlichkeiten in der niederländischen Hauptstadt in Gewalt umschlugen.

Im Estadio BBVA von Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Elfmeter und schoss Marokko ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden, ehe die Nordafrikaner das Elfmeterschießen mit 3:2 für sich entschieden und den Niederlanden das früheste WM-Aus ihrer Geschichte bereiteten. Saibari, der beim PSV Eindhoven in den Niederlanden spielt, behielt die Nerven und ließ die marokkanischen Fans auf der Tribüne und vor den Bildschirmen weltweit jubeln.

In Casablanca brach nach dem verwandelten Strafstoß ein Sturm der Begeisterung los. Tausende strömten auf die Boulevards, schwenkten Fahnen und ließen die Hupen ihrer Autos ertönen. Feuerwerke erhellten den Nachthimmel, und bis zum Morgengrauen hallten Sprechchöre wie „Kanada, wir kommen!“ durch die Straßen. Kapitän Achraf Hakimi unterstrich die Bedeutung des Erfolgs: „Viele dachten, Katar sei nur ein Glücksfall gewesen. Aber harte Arbeit zahlt sich aus – heute haben wir die Früchte geerntet.“ Der Einzug ins Halbfinale 2022 war für den Verband und die Anhänger kein einmaliger Ausreißer, sondern Ausdruck einer gewachsenen Stärke.

Rund 2.500 Kilometer nördlich, in Den Haag, schlug die Stimmung dagegen um. Im Stadtteil Schilderswijk, in dem viele Menschen marokkanischer Herkunft leben, feierten zunächst Hunderte mit Fahnen und Feuerwerk. Doch etwa eine Stunde nach Spielende eskalierte die Lage. Die Polizei sprach von „schweren Feuerwerkskörpern“, die gezündet wurden, und von Angriffen mit Steinen und Pyrotechnik auf Einsatzkräfte. Bereitschaftspolizei rückte mit Wasserwerfern und Schlagstöcken an, um die Menge zu zerstreuen. Nach Angaben von AFP-Reportern kam es zu rund einem Dutzend Festnahmen; mehrere junge Männer wurden zu Boden gebracht und gefesselt abtransportiert. Viele der Feiernden trugen Sturmhauben und verweigerten gegenüber Medien die Auskunft. Größere Sachschäden blieben nach Polizeiangaben aus.

Sportlich wartet auf Marokko nun das Achtelfinalduell mit Co-Gastgeber Kanada. Bereits bei der WM 2022 trafen beide Teams in der Gruppenphase aufeinander, damals setzten sich die Atlas-Löwen mit 2:1 durch. Die Erwartungen im Land sind nach dem erneuten Coup hoch – der Traum von einer Wiederholung des Halbfinaleinzugs lebt. Für die Niederlande hingegen endet das Turnier mit einer Enttäuschung, die in der Heimat nicht nur sportlich nachwirkt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Atlantische / angloamerikanische PresseSubsaharisch-afrikanische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmEmpörung

Der Sieg Marokkos gegen die Niederlande wurde von gewaltsamen Zusammenstößen in Den Haag überschattet, bei denen Fans marokkanischer Herkunft mit der Bereitschaftspolizei aneinandergerieten. Die Behörden äußerten Besorgnis über die öffentliche Sicherheit, und die Vorfälle entfachten die Debatte über Integration und Sicherheit bei Großveranstaltungen neu.

Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
TriumphSchadenfreude

Der historische Sieg Marokkos im Elfmeterschießen gegen die Niederlande löste auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und in der Diaspora Jubelszenen aus. Die Atlas-Löwen wurden als kontinentaler Stolz gefeiert, wobei die Feierlichkeiten in Casablanca und Den Haag vereinzelte Spannungen in den Schatten stellten.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Marokko ringt die Niederlande im Elfmeterschießen nieder: Freudentaumel in Casablanca, Festnahmen in Den Haag

Der 3:2-Erfolg im Elfmeterschießen gegen die Niederlande beschert Marokko das Achtelfinalduell mit Kanada, während die Feierlichkeiten in der niederländischen Hauptstadt in Gewalt umschlugen.

Im Estadio BBVA von Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Elfmeter und schoss Marokko ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden, ehe die Nordafrikaner das Elfmeterschießen mit 3:2 für sich entschieden und den Niederlanden das früheste WM-Aus ihrer Geschichte bereiteten. Saibari, der beim PSV Eindhoven in den Niederlanden spielt, behielt die Nerven und ließ die marokkanischen Fans auf der Tribüne und vor den Bildschirmen weltweit jubeln.

In Casablanca brach nach dem verwandelten Strafstoß ein Sturm der Begeisterung los. Tausende strömten auf die Boulevards, schwenkten Fahnen und ließen die Hupen ihrer Autos ertönen. Feuerwerke erhellten den Nachthimmel, und bis zum Morgengrauen hallten Sprechchöre wie „Kanada, wir kommen!“ durch die Straßen. Kapitän Achraf Hakimi unterstrich die Bedeutung des Erfolgs: „Viele dachten, Katar sei nur ein Glücksfall gewesen. Aber harte Arbeit zahlt sich aus – heute haben wir die Früchte geerntet.“ Der Einzug ins Halbfinale 2022 war für den Verband und die Anhänger kein einmaliger Ausreißer, sondern Ausdruck einer gewachsenen Stärke.

Rund 2.500 Kilometer nördlich, in Den Haag, schlug die Stimmung dagegen um. Im Stadtteil Schilderswijk, in dem viele Menschen marokkanischer Herkunft leben, feierten zunächst Hunderte mit Fahnen und Feuerwerk. Doch etwa eine Stunde nach Spielende eskalierte die Lage. Die Polizei sprach von „schweren Feuerwerkskörpern“, die gezündet wurden, und von Angriffen mit Steinen und Pyrotechnik auf Einsatzkräfte. Bereitschaftspolizei rückte mit Wasserwerfern und Schlagstöcken an, um die Menge zu zerstreuen. Nach Angaben von AFP-Reportern kam es zu rund einem Dutzend Festnahmen; mehrere junge Männer wurden zu Boden gebracht und gefesselt abtransportiert. Viele der Feiernden trugen Sturmhauben und verweigerten gegenüber Medien die Auskunft. Größere Sachschäden blieben nach Polizeiangaben aus.

Sportlich wartet auf Marokko nun das Achtelfinalduell mit Co-Gastgeber Kanada. Bereits bei der WM 2022 trafen beide Teams in der Gruppenphase aufeinander, damals setzten sich die Atlas-Löwen mit 2:1 durch. Die Erwartungen im Land sind nach dem erneuten Coup hoch – der Traum von einer Wiederholung des Halbfinaleinzugs lebt. Für die Niederlande hingegen endet das Turnier mit einer Enttäuschung, die in der Heimat nicht nur sportlich nachwirkt.

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Atlantische / angloamerikanische PresseSubsaharisch-afrikanische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmEmpörung

Der Sieg Marokkos gegen die Niederlande wurde von gewaltsamen Zusammenstößen in Den Haag überschattet, bei denen Fans marokkanischer Herkunft mit der Bereitschaftspolizei aneinandergerieten. Die Behörden äußerten Besorgnis über die öffentliche Sicherheit, und die Vorfälle entfachten die Debatte über Integration und Sicherheit bei Großveranstaltungen neu.

Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
TriumphSchadenfreude

Der historische Sieg Marokkos im Elfmeterschießen gegen die Niederlande löste auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und in der Diaspora Jubelszenen aus. Die Atlas-Löwen wurden als kontinentaler Stolz gefeiert, wobei die Feierlichkeiten in Casablanca und Den Haag vereinzelte Spannungen in den Schatten stellten.

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