
Manila protestiert gegen chinesisches Staatsmedium wegen KI-Video mit Affen-Darstellung
Die Philippinen verlangen die Löschung eines als rassistisch kritisierten Videos, das Filipinos als Affen zeigt und auf reale Konfrontationen im Südchinesischen Meer anspielt.
Die Regierung der Philippinen hat am 17. Juli 2026 formell diplomatischen Protest gegen die staatliche chinesische Zeitung China Daily eingelegt. Anlass ist ein am 10. Juli auf Facebook veröffentlichtes, KI-generiertes Video, das nach Darstellung Manilas Filipinos in „entwürdigender, entmenschlichender und rassistischer Weise“ als Affen zeigt. Das philippinische Außenministerium forderte die sofortige Entfernung des Materials und übermittelte diese Forderung sowohl bei einem Treffen mit dem chinesischen Botschafter in Manila als auch in einem Schreiben an die Chefredaktion in Peking.
Aus Sicht der Regierung in Manila überschreitet die Darstellung die Grenzen legitimer politischer Auseinandersetzung. Das Video zeige einen Affen in traditioneller philippinischer Kleidung, der von Armen mit US- und japanischen Flaggen auf eine Bühne gestoßen und schließlich mit einer Wasserkanone ins Meer geschleudert wird. Das philippinische Verteidigungsministerium sprach von einer „Verherrlichung von Gewalt“ und warf dem chinesischen Propagandaapparat „moralischen und intellektuellen Bankrott“ vor. Die Botschaft Pekings in Manila erklärte, man habe die Reaktion „zur Kenntnis genommen“, während das chinesische Außenministerium mitteilte, das Video repräsentiere nicht offiziell die Regierung, und sich nicht weiter äußerte.
Die Bildsprache des Videos verweist auf reale Zusammenstöße: Die chinesische Küstenwache setzt in den umstrittenen Gewässern regelmäßig Hochdruck-Wasserkanonen gegen philippinische Schiffe ein, was mehrfach zu Beschädigungen und Verletzten führte. Die Veröffentlichung fiel zudem in den Zeitraum des zehnten Jahrestags des Schiedsspruchs des Ständigen Schiedshofs von 2016, der Chinas expansive Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer für völkerrechtswidrig erklärte. Peking erkennt das Urteil nicht an und bezeichnete es in der Bildunterschrift des Videos als „Quelle der Konfrontation“. Die Philippinen hingegen bekräftigten die Rechtsverbindlichkeit des Spruchs in einer gemeinsamen Erklärung mit 13 weiteren Staaten, darunter Japan und die USA.
Der Vorgang fügt sich in eine Serie angespannter diplomatischer Akte zwischen beiden Ländern. Erst im Juni 2026 verhängte Peking Einreisesperren gegen den philippinischen Verteidigungsminister und seine Familie. Das inkriminierte Video war zum Zeitpunkt der Berichterstattung weiterhin auf der Facebook-Seite von China Daily abrufbar. Die philippinische Regierung erklärte, am Dialog festhalten zu wollen, sich aber diskriminierender Rhetorik entschieden entgegenzustellen. Konkrete weitere Schritte wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
| Arabische Golfpresse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | −0.90 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.80 | critical |
The Philippine protest is legitimate, but the issue must be seen within the context of the territorial dispute.
The report avoids assigning blame, presenting facts in a balanced manner, but the inclusion of historical context softens direct condemnation.
It omits the detailed description of the video featuring US and Japanese flags, which would have highlighted the geopolitical dimension.
The video is a racist attack on the Filipino people and must be removed immediately; China must respect Philippine sovereignty.
The repetition of terms like 'offensive' and 'dehumanizing' creates an emotional reaction that legitimizes the protest as a defense of national honor.
It omits the Chinese response or any justification of the video as a critique of the 2016 arbitration ruling.
China uses a racist video to denigrate the Philippines, but the real target is the US and Japan who push Manila to challenge Beijing.
The detailed description of the flags and the karaoke scene creates a visual metaphor that turns the dispute into a matter of regional hegemony.
It omits the official Chinese reaction or the justification of the video as a critique of the arbitration ruling, which could balance the narrative.
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