
Tödliche Unfälle in Iran und Brasilien: Familienmitglieder und Motorradfahrer unter den Opfern
Bei mehreren schweren Verkehrsunfällen in Iran und Brasilien sind am Freitag und Donnerstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt.
Im Osten Irans starben drei Mitglieder einer Familie, als ihr Personenwagen auf einer Landstraße frontal mit einem Lastwagen kollidierte. Nach Angaben der iranischen Verkehrspolizei ereignete sich der Unfall am frühen Abend auf der Strecke zwischen Arsek und Raqqeh in der Provinz Süd-Chorasan. Der Fahrer, seine Mutter und seine Schwester erlagen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen; die Ehefrau des Fahrers wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Erste Ermittlungen deuten auf ein Abkommen von der Fahrspur als mögliche Ursache hin – begünstigt womöglich durch die geringe Fahrbahnbreite, das Fehlen einer Mittelleitplanke oder Unachtsamkeit.
Im Süden Brasiliens forderte ein Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen zwei Todesopfer. Auf der Fernstraße PR-445 nahe Londrina im Bundesstaat Paraná stieß am Freitagabend ein Motorrad in einem Überholverbotsabschnitt frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Das Zweirad wurde anschließend von einem nachfolgenden Wagen erfasst und unter diesem eingeklemmt; ein weiteres Auto fuhr auf. Der Motorradfahrer und seine Sozia – ein bislang nicht identifizierter Mann und eine 36-jährige Frau – starben noch vor Eintreffen der Rettungskräfte. Die drei Autofahrer blieben unverletzt; Atemalkoholtests verliefen bei allen negativ, wie die Polizei mitteilte.
Ebenfalls in Paraná wurde am Freitagnachmittag eine Frau verletzt, als sie mit einem Elektrofahrrad in Apucarana auf das Heck eines an einer Ampel wartenden Pick-ups auffuhr. Der Fahrer des Wagens, ein Arzt, leistete Erste Hilfe, bevor der Rettungsdienst die Verletzte in ein Krankenhaus brachte. In Maringá kämpft unterdessen ein 19-jähriger Motorradfahrer auf der Intensivstation um sein Leben, nachdem er am Donnerstagmorgen mit einem Lastwagen kollidiert war. Medizinische Quellen berichten von multiplen Frakturen und einem schweren Schädel-Hirn-Trauma. Angehörige versammelten sich zu einer Gebetswache vor dem Krankenhaus. Ein weiterer Motorradunfall auf der PR-445 bei Tamarana in der Nacht zum Samstag endete mit einem Verletzten; die Unfallursache ist mangels Zeugen noch unklar.
Die zuständigen Behörden in beiden Ländern haben Untersuchungen zu den genauen Hergängen eingeleitet. Während in Iran vor allem die infrastrukturellen Gegebenheiten der Landstraße in den Blick genommen werden, prüft die brasilianische Verkehrspolizei in Londrina, ob ein verbotswidriges Überholmanöver zu dem tödlichen Frontalzusammenstoß führte. Die Unfallserie unterstreicht die anhaltend hohe Gefährdung durch frontale Kollisionen und Auffahrunfälle im Straßenverkehr, insbesondere auf schlecht ausgebauten Überlandstrecken und bei motorisierten Zweiradfahrern.
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