
Israelische Studie: Gängige Schmerzmittel in der Schwangerschaft ohne erhöhtes Fehlbildungsrisiko
Eine retrospektive Kohortenstudie mit über 264.000 Schwangerschaften entkräftet langjährige Bedenken zu NSAR und Paracetamol – und lenkt den Blick auf Versorgungslücken bei Frauengesundheit.
Eine israelische Forschergruppe um Dr. Sharon Daniel von der Ben-Gurion-Universität des Negev hat in zwei registerbasierten Kohortenstudien mit insgesamt mehr als 264.000 Schwangerschaften aus den Jahren 1998 bis 2018 keine unabhängige Verbindung zwischen der Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) im ersten Trimester oder Paracetamol während der gesamten Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für schwere angeborene Fehlbildungen festgestellt. Die in PLOS Medicine und Human Reproduction Open publizierten Analysen zeigen, dass ein in den Rohdaten zunächst sichtbarer leichter Anstieg von Fehlbildungen nach Adjustierung für mütterliche Grunderkrankungen wie hohes Fieber oder chronische Entzündungen verschwand. Die Ergebnisse liefern erstmals belastbare Sicherheitsdaten für zwei der weltweit am häufigsten verwendeten Schmerzmittel in der Frühschwangerschaft.
Die Befunde schließen eine Wissenslücke, die auch den Umgang mit Menstruationsschmerzen betrifft. Eine übergreifende Auswertung von 80 Studien mit mehr als 5.800 Frauen hatte bereits gezeigt, dass NSAR wie Ibuprofen durch die Hemmung der Prostaglandinproduktion deutlich wirksamer gegen Dysmenorrhoe sind als Paracetamol, das vorwiegend zentral die Schmerzwahrnehmung dämpft. Dennoch belegt eine Analyse von Supermarkttransaktionsdaten aus über drei Millionen Käufen, dass Paracetamol das am häufigsten erworbene Mittel gegen Regelschmerzen bleibt. Aus Sicht der israelischen Forscher unterstreicht dies die Notwendigkeit, die Behandlung an der Grunderkrankung auszurichten, statt aus Sorge vor Medikamenten auf weniger geeignete Optionen zurückzugreifen.
Jenseits der Schmerztherapie verweisen britische Dermatologinnen wie Dr. Sima Al Asad und Dr. Nicole Chiang auf einen wachsenden Trend zur Selbstmedikation bei hormonellen Hauterkrankungen. In sozialen Medien wird der Nahrungsergänzungsstoff Inositol, ein natürlich vorkommendes Zuckerderivat, vielfach gegen polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) und hormonelle Akne beworben. Patientinnen kämen zunehmend informiert in die Praxis, berichten die Ärztinnen, doch die Evidenzlage stützt sich bislang überwiegend auf anekdotische Berichte. Die psychische Belastung durch sichtbare Hautveränderungen – von Akne über tumoröse Schwellungen bis zu den von Bella Hadid geschilderten Lyme-Schüben – verdeutlicht, wie sehr chronische Erkrankungen den Alltag prägen. Hadid beschrieb kürzlich in sozialen Medien Episoden mit starken Schmerzen, Erschöpfung und Depressionen; eine US-Influencerin berichtete von jahrelanger Suche nach der Ursache einer Gesichtsentstellung, die schliesslich auf einen gutartigen Tumor zurückgeführt wurde.
Die israelische Studie markiert einen Schritt hin zu evidenzbasierter Beruhigung, doch für viele Bereiche der Frauengesundheit bleiben belastbare Langzeitdaten rar. Der nächste Meilenstein wird sein, ob die Ergebnisse Eingang in aktualisierte Leitlinien der Fachgesellschaften finden und so die klinische Praxis verändern. Parallel dazu bedarf es weiterer kontrollierter Studien zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Inositol, um die Diskrepanz zwischen öffentlicher Nachfrage und wissenschaftlicher Absicherung zu verringern.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Israelische Presse | +0.30 | aligned |
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
Europe watches with concern as the US and Iran trade blows, but acknowledges the legitimacy of the American response to the drone attack.
The liveblog format creates a sense of immediacy and equivalence, framing the conflict as a symmetrical escalation where each side's actions are presented as reactions to the other's.
The bloc omits the specific details of the Iranian drone attack on the tanker that triggered the US strikes, focusing instead on the US response and Vance's statement.
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The bloc uses a hierarchy of threats, placing Iran as the primary source of instability and framing US actions as defensive measures within a broader strategic context.
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The bloc employs a victimization narrative, presenting Iran as the target of unprovoked US attacks and framing its response as self-defense, while omitting the initial Iranian drone strike.
The bloc omits the fact that the US strikes were a response to an Iranian drone attack on a tanker in the Strait of Hormuz, instead presenting the US as the aggressor.
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