
Ölpreis fällt auf Vorkriegsniveau – Doha-Gespräche und Angebotsausweitung belasten
Die Rohölnotierungen sind auf den Stand vor dem US-iranischen Konflikt zurückgefallen, nachdem indirekte Verhandlungen in Katar Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielten und die OPEC+ eine weitere Produktionserhöhung vorbereitet.
Der Preis für die Nordseesorte Brent gab am Donnerstag im dritten Handelstag in Folge nach und notierte bei 70,80 Dollar je Barrel, dem tiefsten Stand seit vier Monaten. Die US-Referenz West Texas Intermediate fiel unter 68 Dollar. Beide Kontrakte haben damit das Niveau von Ende Februar erreicht, bevor die militärische Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und Iran die Risikoprämie in die Höhe trieb. Allein im Juni verlor Brent mehr als 20 Prozent – der stärkste Monatsrückgang seit März 2020.
Auslöser der jüngsten Abwärtsbewegung ist die schrittweise Normalisierung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Das katarische Außenministerium sprach von „positiven Fortschritten“ bei den indirekten Gesprächen zwischen Washington und Teheran, die sich auf technische Fragen der Durchfahrt und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte konzentrierten. Zwar liegt das Tankeraufkommen noch unter dem Vorkonfliktniveau, doch die Zahl der auslaufenden Schiffe übersteigt bereits die der einlaufenden. Ein namentlich nicht genannter US-Vertreter bezifferte das tägliche Ölvolumen durch die Meerenge auf mehr als zehn Millionen Barrel. Die zuvor aufgelaufene Risikoprämie schmilzt entsprechend ab.
Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für ein wachsendes Überangebot. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Exporte auf über 3,9 Millionen Barrel pro Tag hochgefahren, Saudi-Arabien verkauft kurzfristig Spot-Ladungen nach Asien, und Iran hält nach Schätzungen rund 140 Millionen Barrel auf Tankschiffen und in Landlagern bereit. Die US-Rohöllagerbestände sanken zwar die zehnte Woche in Folge, der Rückgang fiel mit 3,8 Millionen Barrel jedoch geringer aus als erwartet. Für zusätzlichen Druck sorgt die Ankündigung der OPEC+, bei ihrem Treffen am Sonntag eine weitere Anhebung der Förderziele um rund 188.000 Barrel pro Tag für August zu beschließen. Die Schweizer Großbank UBS senkte ihre Preisprognose für Brent im dritten Quartal um 25 Dollar auf durchschnittlich 80 Dollar, und auch die OCBC Group reduzierte ihre Schätzungen.
Die nächste Runde der indirekten Gespräche soll nach den Trauerfeierlichkeiten für den früheren iranischen Obersten Führer Ali Khamenei am 9. Juli stattfinden. Bis dahin bleibt die Lage fragil: Am vergangenen Wochenende kam es erneut zu gegenseitigen Angriffen, und Teheran beharrt auf seinem Anspruch, ab Mitte August Durchfahrtsgebühren zu erheben. Die Märkte richten ihren Blick nun auf die OPEC+-Entscheidung vom Sonntag und die weitere Entwicklung der Tankerbewegungen als Gradmesser für die tatsächliche Entspannung.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Domestic security and economic sovereignty are absolute priorities; oil price fluctuations are external events that do not deserve attention.
The omission of the news reinforces the image of a country immune to global turbulence, focusing on control and internal stability.
The drop in oil price is not reported, an event that could signal economic vulnerability for a major exporter like Russia.
Economic development and regional stability are central; oil market volatility is a managed variable, not an event to highlight.
The absence of the news is normalized by presenting a positive agenda of projects and partnerships, suggesting that price fluctuations do not undermine economic confidence.
The Brent drop is not mentioned, which could indicate reduced revenues for Gulf countries, but a serene economic landscape is preferred.
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