
Iran bestreitet neue IAEA-Inspektionszusagen – Kooperation nur im alten Rahmen
Trotz Ankündigungen aus Washington weist Teheran Berichte über ein Einlenken bei internationalen Atomkontrollen zurück und verweist auf bestehende Sicherungsabkommen.
Nach den hochrangigen Gesprächen zwischen den USA und Iran in der Schweiz hat US-Vizepräsident J.D. Vance erklärt, Teheran habe der Rückkehr von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zugestimmt. Präsident Donald Trump bekräftigte dies mit dem Hinweis auf künftige „nukleare Ehrlichkeit“. Die iranische Führung wies solche Darstellungen umgehend zurück. Außenamtssprecher Esmail Baghaei betonte, es gebe keinerlei neue Verpflichtungen; die Zusammenarbeit mit der IAEA erfolge ausschließlich auf der Grundlage der bestehenden Sicherungsabkommen und im Einklang mit den Beschlüssen des iranischen Parlaments und des Obersten Nationalen Sicherheitsrats.
Aus Washingtoner Perspektive wird die angebliche Zusage als zentraler Fortschritt gewertet. Vance sprach von einem „großen Meilenstein“ und kündigte an, das Inspektionsregime ausbauen zu wollen, um den Bau einer Atomwaffe dauerhaft zu verhindern. In Teheran hingegen verweisen offizielle wie halbamtliche Quellen darauf, dass in den fast 18-stündigen technischen Gesprächen das Nuklearprogramm überhaupt nicht verhandelt worden sei. Das der Revolutionsgarde nahestehende Medium Tasnim nannte die amerikanischen Behauptungen „sehr schädlich“ und warnte, ein Zutritt für IAEA-Inspektoren würde die Politik der „nuklearen Ambiguität“ gefährden, die Iran Schutz vor möglichen US-Angriffen biete.
Tatsächlich kooperiert Iran in begrenztem Umfang weiter mit der IAEA. So fanden zuletzt Routineinspektionen im Kernkraftwerk Buschehr statt. Der Zugang zu drei im vergangenen Jahr von den USA bombardierten Anlagen bleibt jedoch verwehrt. Baghaei stellte klar, dass jegliche Besuche beschädigter Einrichtungen und die Regelung der angereicherten Uranbestände von einer künftigen Gesamtvereinbarung abhingen. Das vor einer Woche unterzeichnete 14-Punkte-Memorandum sieht dafür einen Verhandlungszeitraum von 60 Tagen vor. Zusätzlich soll es die Öffnung der Straße von Hormus garantieren, eine Waffenruhe in der Region sichern und wirtschaftliche Erleichterungen für Iran bringen, darunter die Freigabe eingefrorener Guthaben.
Die widersprüchlichen Darstellungen könnten die ohnehin fragilen Gespräche belasten. Während das US-Finanzministerium bereits eine befristete Ölexportlizenz erteilte und Vance ankündigte, die Inspektionen könnten noch diese Woche beginnen, knüpft Teheran jeden Schritt an das endgültige Verhandlungsergebnis. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi wurde von iranischer Seite von den Treffen in der Schweiz ferngehalten. In Brüssel und Berlin werden die widersprüchlichen Signale mit Sorge registriert, denn eine Einigung hätte erhebliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die Energiemärkte. Die nächste Runde der Technikgespräche soll in den kommenden Tagen fortgesetzt werden; die große Kluft zwischen öffentlichen Bekenntnissen und tatsächlichen Zugeständnissen bleibt vorerst bestehen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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US officials claim a breakthrough in Iran nuclear talks, asserting that Tehran has agreed to allow IAEA inspectors back. The narrative portrays this as a major victory for Trump's diplomacy, despite Iran's denial. The tone is celebratory, focusing on the US administration's success.
Israeli media report both US claims of Iranian agreement to nuclear inspections and Iran's denials, but with a focus on the potential security implications for Israel. The coverage is measured, expressing skepticism about the reliability of the claims while highlighting the progress in talks.
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