
Hitzewelle in Europa: Todesfälle in Genua und Nordfrankreich
In Genua erlagen zwei ältere Menschen den extremen Temperaturen, in Beuvrages starben 15 Monate alte Zwillinge an Verdacht auf Dehydrierung. Die Ermittlungen dauern an.
In der anhaltenden Hitzewelle, die weite Teile Europas erfasst hat, sind in Italien und Frankreich mehrere Menschen ums Leben gekommen. In Genua starben ein 86-jähriger Mann und eine 74-jährige Frau im Krankenhaus San Martino an den Folgen der extremen Temperaturen, wie die örtliche Gesundheitsbehörde ASL 3 mitteilte. In Nordfrankreich wurden zwei 15 Monate alte Zwillingsmädchen tot in ihren Betten aufgefunden; die Polizei nahm die Eltern in Gewahrsam.
Der Mann war zwei Tage zuvor mit 42 Grad Fieber und schwerer Dehydrierung eingeliefert worden, die Frau am selben Morgen bereits mit Herzstillstand und einer Körpertemperatur von 43 Grad. Beide verstarben trotz intensivmedizinischer Maßnahmen. Die Behörden in Ligurien bestätigten einen Zusammenhang mit der seit Tagen andauernden Hitzewelle, die in Italien zu einer Ausweitung der roten Alarmstufe auf 22 Städte geführt hat.
Im französischen Beuvrages nahe Valenciennes alarmierten die Eltern am Montagmittag den Rettungsdienst, nachdem sie die 15 Monate alten Zwillinge leblos in ihren Betten entdeckt hatten. Die Mädchen wiesen bereits Totenstarre auf; erste Untersuchungen deuten auf Dehydrierung als Todesursache hin. Die vier weiteren Kinder des Paares im Alter von drei bis sechs Jahren wurden mit Flüssigkeitsmangel in Krankenhäuser gebracht, schweben jedoch nicht in Lebensgefahr. Die Eltern, die nach Angaben von Nachbarn unauffällig und sozial integriert waren, befinden sich in Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zu den genauen Umständen.
Die Hitzewelle mit Spitzenwerten von teils über 40 Grad hat in weiten Teilen Europas zu Gesundheitswarnungen geführt. In Italien stieg die Zahl der Städte mit der höchsten Warnstufe auf 25, darunter auch Metropolen wie Rom, Mailand und Florenz. Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen eine Abkühlung durch teils heftige Gewitter, bevor das Hochdruckgebiet erneut für Hitze sorgt. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz lagen die Temperaturen verbreitet über 35 Grad, ohne dass bislang vergleichbare Todesfälle gemeldet wurden.
Die Ermittlungen zu den Todesfällen in Frankreich dauern an; ein abschließendes Obduktionsergebnis steht noch aus. In Genua gehen die Behörden von hitzebedingten Todesfällen aus, die Gesamtzahl der Opfer der aktuellen Hitzewelle ist jedoch noch nicht erfasst.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine außergewöhnliche Hitzewelle sucht Europa heim und fordert Opfer unter den Schwächsten. In Genua starben zwei ältere Menschen im Krankenhaus an Hyperthermie, während in Frankreich 15 Monate alte Zwillingsmädchen an Dehydrierung starben. Die Gesundheitsbehörden schlagen Alarm, da immer mehr Städte unter Höchstwarnung gestellt werden.
In Frankreich wurde ein Paar von der Polizei festgenommen, nachdem seine 15 Monate alten Zwillingsmädchen während einer Rekordhitzewelle mutmaßlich an Dehydrierung gestorben waren. Der Vorfall ereignete sich im Norden des Landes, wo vier weitere Kinder ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sich aber nicht in Lebensgefahr befinden. Die Behörden untersuchen die Todesumstände.
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