
Ukrainische Drohnenwelle trifft Satellitenzentrum bei Moskau – sechs Monate alter Säugling getötet
Russland meldet den Abschuss von 419 Drohnen, während Kiew die zweite Attacke auf das Raumfahrtkommunikationszentrum Dubna binnen einer Woche bestätigt und die zivilen Opfer international verurteilt werden.
In der Nacht zum Dienstag hat die Ukraine nach russischen Angaben einen der umfangreichsten Drohnenangriffe seit Beginn des Krieges gestartet. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die Luftabwehr habe 419 unbemannte Flugzeuge über 19 Regionen – darunter die Hauptstadtregion und die annektierte Krim – abgefangen oder zerstört. Im Moskauer Umland starb nach Behördenangaben ein sechs Monate alter Säugling, als Trümmer einer Drohne ein Wohnhaus in Jegorjewsk in Brand setzten. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, sprach von zwei Erwachsenen und einem weiteren Kind, die verletzt ins Krankenhaus gebracht wurden. In der Stadt Dubna, rund 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, wurde nach Darstellung Kiews ein Raumfahrtkommunikationszentrum getroffen – zum zweiten Mal innerhalb einer Woche.
Aus Kiewer Sicht handelt es sich um einen gezielten Schlag gegen militärische Infrastruktur. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff auf das Satellitenzentrum Dubna und bezeichnete die Einrichtung als spezielle Anlage, die der Aufklärung und der Koordinierung der russischen Besatzungstruppen diene. Er sprach von „weitreichenden Sanktionen“ und kündigte weitere Aktionen gegen ähnliche Ziele an. Das ukrainische Militär hatte bereits in der Vorwoche vier vergleichbare Kommunikationszentren in den Regionen Moskau und Wladimir attackiert. Die Intensivierung der Drohnenkampagne ist nach Angaben aus Kiew Teil einer auf 40 Tage angelegten Operation, um den Druck auf den Kreml zur Beendigung des Krieges zu erhöhen.
Aus Moskauer Perspektive richten sich die Angriffe hingegen gezielt gegen die Zivilbevölkerung. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf Kiew vor, Zivilisten zu töten, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, diese „kriminellen Handlungen“ zur Kenntnis zu nehmen. Der Gouverneur der Region Twer meldete eine getötete 61-jährige Frau, in Belgorod starb ein Mann an Verletzungen durch einen Drohnenangriff. Präsident Wladimir Putin räumte in einem Fernsehinterview erstmals Treibstoffengpässe infolge der ukrainischen Angriffe auf Raffinerien ein und kündigte einen verstärkten Schutz der Energieinfrastruktur an. Gleichzeitig wies er einen ukrainischen Vorschlag für eine gegenseitige Einstellung von Langstreckenangriffen zurück und bekräftigte das Ziel, die vier annektierten Gebiete vollständig zu kontrollieren.
Die Eskalation fällt in eine Phase, in der sich der Krieg dem fünften Jahr nähert und eine diplomatische Lösung nicht absehbar ist. Aus Washingtoner Sicht, so hatte Außenminister Marco Rubio zuletzt erklärt, existierten lediglich Vorschläge, aber keine Einigung über eine Waffenruhe. Die Türkei, die sich wiederholt als Vermittler anbot, bekräftigte nach einem Telefonat zwischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Bundeskanzler Friedrich Merz ihr Interesse an einer Wiederbelebung des Friedensprozesses. Die ukrainischen Angriffe auf Ziele tief im russischen Hinterland verlagern die militärische Auseinandersetzung zunehmend auf russisches Territorium und verschärfen die Versorgungslage. Mit weiteren Schlägen gegen Kommunikations- und Energieinfrastruktur ist nach Kiewer Ankündigungen zu rechnen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russland behauptet, in der Nacht 419 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben, doch die Behörden meldeten keine Opfer. Der Bericht verweist auf Kiews verstärkte Langstreckendrohnenkampagne, insbesondere gegen Energieinfrastruktur. Das Fehlen von Opferangaben wirft Fragen nach dem vollen Ausmaß auf.
Eine massive ukrainische Drohnenoffensive traf russische Städte, 419 Drohnen wurden abgeschossen. Die Angriffe töteten mindestens drei Menschen, darunter ein sechs Monate altes Baby, das auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Die Darstellung rahmt dies als aggressive Eskalation Selenskyjs und hebt das zivile Leid hervor.
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