
Explosion in Monaco: Ukrainischer Oligarch und Familie schwer verletzt
Die Detonation eines Sprengsatzes vor einem Wohnhaus in Monaco hat drei Mitglieder einer ukrainischen Familie getroffen; die Behörden sprechen von einer vorsätzlichen Tat und fahnden nach einem flüchtigen Verdächtigen.
Am späten Montagabend ist es im Fürstentum Monaco zu einer schweren Explosion gekommen. Nach Angaben der monegassischen Regierung detonierte gegen 21 Uhr ein Sprengsatz im Eingangsbereich eines Wohngebäudes an der Rue du Révérend Père Louis Frolla, unweit der Grenze zu Frankreich. Drei Personen wurden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Der Staatsminister Christophe Mirmand bezeichnete die Tat als vorsätzlich und sprach von einer „sehr wahrscheinlichen“ gezielten Attacke.
Bei den Verletzten handelt es sich nach übereinstimmenden Berichten französischer und ukrainischer Medien um den 58-jährigen ukrainischen Geschäftsmann Wadym Jermolajew, seine Lebensgefährtin und den 13-jährigen Sohn. Die Erwachsenen schweben demnach in Lebensgefahr, der Jugendliche erlitt leichtere Verletzungen. Eine offizielle Bestätigung der Identitäten durch die monegassischen Behörden steht noch aus. Die Familie wurde in Krankenhäuser im nahen Nizza gebracht.
Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie ein Mann einen Rucksack vor dem Hauseingang ablegt und anschließend zu Fuß in Richtung der französischen Nachbargemeinde Beausoleil flüchtet. Die Polizei von Monaco und französische Sicherheitskräfte haben eine gemeinsame Fahndung eingeleitet. Der Sprengsatz war nach Ermittlerangaben mit Schrauben und Schrotkugeln gefüllt. Fürst Albert II. verurteilte die Tat als „abscheuliches Verbrechen“; Mirmand betonte, ein solcher Vorfall sei in der Geschichte des Fürstentums ohne Beispiel.
Jermolajew, Gründer der Alef-Gruppe und früher einer der reichsten Männer der Ukraine, besitzt seit 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft. Er steht seit Dezember 2023 auf einer ukrainischen Sanktionsliste. Nach Darstellung des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU soll er seinen Alkoholhandel auf der von Russland annektierten Krim fortgeführt und Steuern an die Besatzungsbehörden entrichtet haben. Jermolajew bestreitet die Vorwürfe. Er lebte seit Beginn des Krieges als sogenannter VIP-Flüchtling in Monaco.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Die Behörden prüfen nach eigenen Angaben, ob weitere Personen gefährdet sein könnten. Der flüchtige Verdächtige ist weiterhin nicht gefasst.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine vorsätzliche Explosion in Monaco verletzte drei Menschen, zwei davon schwer. Die Behörden vermuten einen gezielten Anschlag auf einen ukrainischen Oligarchen und seine Familie. Ein Verdächtiger legte einen Rucksack ab und floh Richtung Frankreich.
Die Explosion in Monaco, als erster Terrorakt in der Geschichte des Fürstentums bezeichnet, traf einen ukrainischen Oligarchen, der unter Sanktionen des Selenskyj-Regimes steht. Der Vorfall beleuchtet interne ukrainische Konflikte und den umstrittenen Status des Oligarchen. Russische Medien betonen die Sanktionen und den Hintergrund des Geschäftsmanns.
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