
Hegseth stellt Bedingungen für US-irakische Partnerschaft: Entwaffnung pro-iranischer Milizen
Bei einem Treffen mit Iraks Premier al-Zeidi in Washington fordert der Pentagon-Chef Souveränität und das Ende der Milizgewalt als Voraussetzung für wirtschaftliche und militärische Kooperation.
Während des offiziellen Besuchs des irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Zeidi in Washington hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Bedingungen für eine Vertiefung der bilateralen Partnerschaft formuliert. Irak müsse seine Souveränität durchsetzen und die mit Iran verbündeten Milizen entwaffnen, die für mehr als 600 Angriffe auf amerikanisches Personal in diesem Frühjahr verantwortlich seien, erklärte Hegseth nach einem Treffen im Pentagon. Nur ein sicheres Land öffne die Tür zu aktiver Handels- und Verteidigungskooperation.
Aus Washingtoner Sicht ist die Forderung Teil einer strategischen Neuausrichtung: Die von den USA geführte internationale Operation „Inherent Resolve“ gegen den Islamischen Staat läuft aus, und die irakischen Sicherheitskräfte – einschließlich der kurdischen Peschmerga – sollen künftig die Führung im Kampf gegen die Terrorgruppe übernehmen. Das Pentagon verknüpft damit die Erwartung, dass Bagdad den iranischen Einfluss auf seinem Territorium zurückdrängt. Präsident Donald Trump bekräftigte bei einem separaten Treffen mit al-Zeidi, Iran sei in der Region ein „Tyrann“ gewesen, nun aber stark geschwächt. Aus Teheraner Sicht wiederum warf Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi Washington vor, sämtliche Verpflichtungen aus einem Memorandum zur Beendigung des Kriegszustands verletzt zu haben; ein solches Abkommen existiere nicht mehr.
Die irakische Regierung signalisierte in den Gesprächen mit Finanzminister Scott Bessent Bereitschaft zu tiefgreifenden Reformen. Al-Zeidi stellte die Bekämpfung von Korruption und das staatliche Waffenmonopol als Prioritäten heraus und kündigte eine umfassende Restrukturierung des Banken- und Versicherungssektors sowie Steuer- und Zollreformen an. Aus Bagdader Sicht geht es darum, die Beziehung zu den USA von einer militärisch dominierten Präsenz hin zu Investitionen und Wirtschaftsentwicklung zu verschieben. Washington sagte dabei Unterstützung für die Reformagenda zu und will einen Zeitplan zur Stärkung der irakischen Wirtschaft erarbeiten.
Die Gespräche fallen in eine Phase eskalierender Spannungen zwischen den USA und Iran. Washington hat eine Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete verhängt und nach eigenen Angaben einen Großteil der iranischen Drohnen- und Raketenproduktionskapazitäten zerstört. Vor diesem Hintergrund wird die irakische Fähigkeit, zwischen den rivalisierenden Mächten zu navigieren, zur zentralen Variable. Die irakische Regierung kündigte an, die Reformen zügig umzusetzen; die USA wollen die Fortschritte beobachten. Weitere Verhandlungen über die sicherheitspolitische Übergabe und wirtschaftliche Abkommen sind für die kommenden Wochen vorgesehen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.20 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Amerika stellt dem Irak ein Ultimatum: entweder auf unserer Seite oder auf der Seite des Iran. Die Entwaffnung pro-iranischer Milizen ist eine nicht verhandelbare Bedingung für jede zukünftige Zusammenarbeit.
Die iranische Presse konstruiert eine falsche Dichotomie zwischen Iran und Amerika und stellt die US-Forderung als eine erzwungene Wahl dar, die die irakische Souveränität und regionale Komplexität ignoriert.
Der Kontext der irakischen Wirtschaftsreformen, die parallel mit dem US-Finanzministerium besprochen wurden, wird ausgelassen, was einen kooperativen Aspekt der Beziehung zeigt.
Der Irak führt ehrgeizige Wirtschaftsreformen mit Unterstützung der USA durch, um einen souveränen und wohlhabenden Staat aufzubauen. Die Zusammenarbeit ist solide und zukunftsorientiert.
Die arabische Presse der Levante und des Maghreb lässt die von den USA gestellte Sicherheitsbedingung vollständig aus und konzentriert sich ausschließlich auf die positiven wirtschaftlichen Aspekte, wodurch eine Erzählung bilateraler Harmonie entsteht.
Die Forderung des Pentagons, pro-iranische Milizen zu entwaffnen, wird ausgelassen, was laut anderen Quellen der zentrale Punkt des Besuchs des irakischen Premierministers in Washington ist.
Die Vereinigten Staaten stellen dem Irak eine klare Bedingung: Um die Partnerschaft zu vertiefen, muss Bagdad seine Souveränität behaupten und pro-iranische Milizen entwaffnen. Im Gegenzug eröffnen sich Perspektiven für Handels- und Verteidigungszusammenarbeit.
Die russische Presse projiziert die amerikanische Position ohne Kommentar, verwendet direkte Zitate und Zahlen und präsentiert sie als objektive Tatsache, was der US-Forderung Glaubwürdigkeit verleiht.
Die iranische Reaktion, die die Forderung als Bedrohung darstellt, und der Kontext der irakischen Wirtschaftsreformen, die mit dem US-Finanzministerium besprochen wurden, werden ausgelassen.
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