
Didier Deschamps’ letzter Auftritt: Frankreichs Rekordtrainer vor dem WM-Spiel um Platz drei
Nach 14 Jahren als Nationaltrainer und 25 Jahren im Dienst der Équipe tricolore bestreitet Didier Deschamps gegen England sein letztes Spiel – Zinédine Zidane steht als Nachfolger bereit.
Wenn Didier Deschamps an diesem Samstag im Hard Rock Stadium von Miami die französische Nationalelf zum letzten Mal aufs Feld führt, endet eine der prägendsten Trainer-Amtszeiten des internationalen Fußballs. Das Spiel um Platz drei gegen England (Ortszeit 18 Uhr) ist der Schlusspunkt einer 14-jährigen Ära, die Frankreich zurück an die Weltspitze brachte. Deschamps selbst gab sich vor der Partie gefasst: „Ich weiß, dass morgen zum letzten Mal der Vorhang fällt“, sagte der 57-Jährige, „niemand hier wird weinen, aber ich werde die Équipe de France vermissen.“
Der Abschied fällt hinter den eigenen Erwartungen zurück. Frankreich, das mit offensivem Schwung und als Turnierfavorit in die WM 2026 gestartet war, scheiterte im Halbfinale mit 0:2 an Europameister Spanien. Es war die dritte Niederlage in 25 WM-Spielen unter Deschamps – bei 19 Siegen und drei Unentschieden. Die dritte Endspielteilnahme in Folge blieb den Bleus damit verwehrt. Überschattet wurde das Turnier für den Trainer zudem vom Tod seiner Mutter, derentwegen er ein Gruppenspiel verpasste. Dennoch betonte Deschamps die Pflicht, das kleine Finale ernst zu nehmen: „Es ist kein Freundschaftsspiel. Wir schulden es den Fans, alles zu geben.“
Deschamps’ Vermächtnis ist historisch. Als Kapitän hatte er Frankreich 1998 zum ersten Weltmeistertitel geführt, als Trainer 2018 den zweiten Stern hinzugefügt. Dazwischen liegen der Gewinn der Nations League 2021, das EM-Finale 2016 und der verlorene WM-Final 2022 gegen Argentinien. In 25 WM-Partien als Coach – mehr als jeder andere – formte er aus einer 2010 zerstrittenen Mannschaft ein dauerhaftes Spitzenteam. Mit dem 26. Einsatz gegen England baut er diesen Rekord weiter aus. Aus französischer Sicht ist die Bilanz eindeutig: Fünf Halbfinalteilnahmen bei sieben großen Turnieren belegen die Konstanz, die Deschamps dem Verband nach Jahren der Unruhe verlieh.
Die Nachfolge ist längst geregelt. Zinédine Zidane, 54, Weltmeister von 1998 an der Seite Deschamps’, wartet seit seinem Abschied von Real Madrid 2021 auf diese Aufgabe. Dass er übernimmt, gilt als offenes Geheimnis. Verbandspräsident Philippe Diallo hatte in Le Figaro erklärt, es brauche jemanden, „der alle Kriterien erfüllt und hinter dem sich ganz Frankreich versammeln kann“. Zidane selbst nannte den Posten einst einen „Traum“. Nun wird er Wirklichkeit – und der designierte Nachfolger tritt in große Fußstapfen. Das Spiel um Platz drei ist für Deschamps die letzte Gelegenheit, mit einem Podiumsplatz abzutreten, ehe die Ära Zidane beginnt.
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Deschamps erklärt stolz, dass seine Amtszeit bei Frankreich das größte Kapitel seiner Karriere sei, und konzentriert sich auf die Ehre und Emotion des Abschieds.
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Deschamps steht vor einem bittersüßen Abschied nach einer schmerzhaften Halbfinalniederlage, wobei Zidanes Schatten über seinem letzten Spiel schwebt.
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Deschamps schließt seine erfolgreiche Ära mit einem WM-Rekord ab und strebt einen Podestplatz an, um eine glorreiche Amtszeit zu krönen.
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