
Goldpreis steigt nach gemäßigten Fed-Signalen und schwachen US-Arbeitsmarktdaten
Die Aussicht auf eine weniger straffe Geldpolitik und fallende Ölpreise treiben den Goldpreis über 4.060 Dollar, während Anleger auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht warten.
Der Goldpreis hat am Donnerstag seine Erholung fortgesetzt und notierte im asiatischen und frühen europäischen Handel um 0,7 bis 1,2 Prozent höher bei etwa 4.060 bis 4.080 US-Dollar je Feinunze. Auslöser waren Äußerungen von US-Notenbankchef Kevin Warsh, die an den Märkten als weniger restriktiv aufgenommen wurden, sowie schwächer als erwartet ausgefallene Beschäftigungsdaten des privaten Sektors. Der Preis für das Edelmetall hatte bereits am Vortag nach zwei Verlusttagen wieder zugelegt und erreichte zeitweise den höchsten Stand seit dem 23. Juni.
Warsh hatte am Mittwoch auf einem Forum der Europäischen Zentralbank in Portugal erklärt, die Inflationserwartungen und -risiken seien in den vergangenen Wochen gesunken. Zugleich bekräftigte er das Ziel der Fed, die Teuerung auf zwei Prozent zurückzuführen, warnte jedoch vor Erwartungen einer baldigen Lockerung. Aus Washingtoner Sicht dämpfte dies Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung, was den Opportunitätskosten zinsloser Anlagen wie Gold entgegenkommt. Händler preisen laut dem FedWatch-Tool der CME derzeit eine rund 64-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im September ein.
Zusätzlichen Auftrieb erhielt das Edelmetall durch den am Mittwoch veröffentlichten ADP-Beschäftigungsbericht, der für Juni lediglich 98.000 neue Stellen im Privatsektor auswies – deutlich weniger als die von Ökonomen erwarteten 118.000. Gleichzeitig fielen die Ölpreise den dritten Tag in Folge, nachdem indirekte Gespräche zwischen dem Iran und den USA über die Straße von Hormuz Fortschritte erkennen ließen. Sinkende Energiekosten dämpfen Inflationssorgen und nähren die Hoffnung auf eine weniger straffe Geldpolitik. In Teheran stieg der Preis für 18-karätiges Gold auf 17,28 Millionen Toman, während der Goldmünzenpreis 174,5 Millionen Toman erreichte.
Die jüngsten Konjunkturdaten zeichnen ein gemischtes Bild der US-Wirtschaft: Die Industrie expandierte im Juni den sechsten Monat in Folge, jedoch mit nachlassender Dynamik, während die Beschäftigung im Privatsektor das beste Quartal seit über einem Jahr verzeichnete. Der World Gold Council berichtete zudem, dass die Zentralbanken im Mai netto 41 Tonnen Gold zu ihren Reserven hinzugefügt haben. Unter den weiteren Edelmetallen legten Silber um bis zu 1,6 Prozent auf rund 60 Dollar zu, Platin stieg um zwei Prozent auf 1.607 Dollar und Palladium gewann 2,3 Prozent auf 1.238 Dollar.
Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der am Nachmittag erwartet wird. Analysten rechnen mit einem Anstieg der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 110.000, nach 172.000 im Mai. Sollten die Daten deutlich schwächer ausfallen, könnte dies den Goldpreis in Richtung 4.250 Dollar treiben, während ein robuster Wert die Zinserhöhungserwartungen stützen und das Edelmetall anfällig für Rücksetzer machen würde.
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Die Goldpreise erholten sich kräftig, nachdem schwache US-Arbeitsmarktdaten und Äußerungen von Fed-Chef Warsh auf nachlassende Inflationsrisiken hindeuteten. Das Metall machte frühere Verluste wett, die Futures schlossen höher, da die Märkte dies als geringere Wahrscheinlichkeit aggressiver Zinserhöhungen interpretierten.
Gold setzte seine Gewinne fort, gestützt durch sinkende Ölpreise und schwächere US-Arbeitsmarktdaten. Das Edelmetall stieg zusammen mit Silber, Platin und Palladium, da Anleger angesichts niedrigerer Energiekosten in sichere Häfen flüchteten.
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