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Wirtschaft & MärkteSamstag, 4. Juli 2026

Ferrari bringt Handschaltung zurück: 12Cilindri Manuale als Antwort auf E-Kritik

Mit einer auf 1.499 Exemplare limitierten Sonderserie und einem neuartigen „Manuale by-wire“-System reagiert Ferrari auf die verhaltene Aufnahme seines ersten Elektromodells und bedient die Sehnsucht der Traditionalisten nach mechanischer Interaktion.

Ferrari hat die Sonderserie 12Cilindri Manuale vorgestellt – eine auf 1.499 Einheiten limitierte Variante des Gran Turismo mit V12-Saugmotor, die ein neu entwickeltes „Manuale by-wire“-System mit einer klassischen Schaltkulisse und einem dritten Pedal kombiniert. Der Preis beginnt in Italien bei 590.000 Euro, die ersten Auslieferungen sind für das erste Quartal des kommenden Jahres vorgesehen. Der Schritt folgt auf die gemischte Resonanz für den vollelektrischen Luce, der in sozialen Netzwerken teils spöttisch kommentiert wurde, und unterstreicht das Bestreben des Hauses aus Maranello, seine Kernklientel nicht zu verprellen.

Technisch handelt es sich nicht um eine Rückkehr zum mechanischen Getriebe, sondern um eine elektronisch gesteuerte Schnittstelle: Ein kompakter Schalthebel mit einer Masse von unter 3,5 Kilogramm und ein Kupplungspedal kommunizieren per Sensorik mit dem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Zwei Winkelsensoren erfassen die Hebelposition, ein passives Mechaniksystem simuliert die Kraft-Weg-Kennlinie eines traditionellen Handschalters, und eine Sicherheitslogik blockiert den Hebel mechanisch, falls die Kupplung nicht getreten wird oder die Drehzahl einen Gangwechsel nicht zulässt. Der Fahrer kann in den ersten sechs Gängen sowie im Rückwärtsgang manuell schalten oder den Automatikmodus wählen. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 6,5-Liter-V12 mit 830 PS, der bis 9.500 Umdrehungen pro Minute dreht und eine Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h ermöglicht.

„Wir wollten nichts Nostalgisches schaffen, sondern zwei Welten zusammenbringen“, wird Enrico Galliera, scheidender Marketing- und Vertriebsvorstand, in italienischen Medien zitiert. Gian Maria Fulgenzi, Entwicklungschef, betont die Absicht, den Fahrer wieder ins Zentrum zu rücken und das charakteristische „Tac Tac“ des Schaltvorgangs als emotionales Element zurückzubringen. Die limitierte Auflage zielt auf Sammler und Puristen, die eine physischere Fahrerfahrung suchen – ein Segment, das angesichts der fortschreitenden Elektrifizierung und der Verbreitung stufenloser CVT-Getriebe oder sequenzieller Automatiken im Massenmarkt an Bedeutung gewinnt. Während Ferrari auf Exklusivität setzt, zeigt ein Blick auf den iranischen Markt, dass dort die Preise für Volumenmodelle wie den Peugeot 207 oder den Pride weiter steigen – ein Hinweis auf die unterschiedlichen Realitäten der globalen Automobilindustrie.

Ferrari hält an seinem Produktplan fest, wonach bis 2030 lediglich 20 Prozent der Modellpalette rein elektrisch sein sollen, der Rest entfällt zu gleichen Teilen auf Verbrenner und Hybride. Die Entwicklungsabteilung schließt nicht aus, das Manuale-by-wire-System künftig auch in anderen Baureihen einzusetzen. Der nächste konkrete Meilenstein ist der Auslieferungsbeginn der 12Cilindri Manuale im ersten Quartal des kommenden Jahres, der zeigen wird, ob die Verbindung von analoger Geste und digitaler Präzision den erhofften Anklang findet.

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Mit einer auf 1.499 Exemplare limitierten Sonderserie und einem neuartigen „Manuale by-wire“-System reagiert Ferrari auf die verhaltene Aufnahme seines ersten Elektromodells und bedient die Sehnsucht der Traditionalisten nach mechanischer Interaktion.

Ferrari hat die Sonderserie 12Cilindri Manuale vorgestellt – eine auf 1.499 Einheiten limitierte Variante des Gran Turismo mit V12-Saugmotor, die ein neu entwickeltes „Manuale by-wire“-System mit einer klassischen Schaltkulisse und einem dritten Pedal kombiniert. Der Preis beginnt in Italien bei 590.000 Euro, die ersten Auslieferungen sind für das erste Quartal des kommenden Jahres vorgesehen. Der Schritt folgt auf die gemischte Resonanz für den vollelektrischen Luce, der in sozialen Netzwerken teils spöttisch kommentiert wurde, und unterstreicht das Bestreben des Hauses aus Maranello, seine Kernklientel nicht zu verprellen.

Technisch handelt es sich nicht um eine Rückkehr zum mechanischen Getriebe, sondern um eine elektronisch gesteuerte Schnittstelle: Ein kompakter Schalthebel mit einer Masse von unter 3,5 Kilogramm und ein Kupplungspedal kommunizieren per Sensorik mit dem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Zwei Winkelsensoren erfassen die Hebelposition, ein passives Mechaniksystem simuliert die Kraft-Weg-Kennlinie eines traditionellen Handschalters, und eine Sicherheitslogik blockiert den Hebel mechanisch, falls die Kupplung nicht getreten wird oder die Drehzahl einen Gangwechsel nicht zulässt. Der Fahrer kann in den ersten sechs Gängen sowie im Rückwärtsgang manuell schalten oder den Automatikmodus wählen. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 6,5-Liter-V12 mit 830 PS, der bis 9.500 Umdrehungen pro Minute dreht und eine Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h ermöglicht.

„Wir wollten nichts Nostalgisches schaffen, sondern zwei Welten zusammenbringen“, wird Enrico Galliera, scheidender Marketing- und Vertriebsvorstand, in italienischen Medien zitiert. Gian Maria Fulgenzi, Entwicklungschef, betont die Absicht, den Fahrer wieder ins Zentrum zu rücken und das charakteristische „Tac Tac“ des Schaltvorgangs als emotionales Element zurückzubringen. Die limitierte Auflage zielt auf Sammler und Puristen, die eine physischere Fahrerfahrung suchen – ein Segment, das angesichts der fortschreitenden Elektrifizierung und der Verbreitung stufenloser CVT-Getriebe oder sequenzieller Automatiken im Massenmarkt an Bedeutung gewinnt. Während Ferrari auf Exklusivität setzt, zeigt ein Blick auf den iranischen Markt, dass dort die Preise für Volumenmodelle wie den Peugeot 207 oder den Pride weiter steigen – ein Hinweis auf die unterschiedlichen Realitäten der globalen Automobilindustrie.

Ferrari hält an seinem Produktplan fest, wonach bis 2030 lediglich 20 Prozent der Modellpalette rein elektrisch sein sollen, der Rest entfällt zu gleichen Teilen auf Verbrenner und Hybride. Die Entwicklungsabteilung schließt nicht aus, das Manuale-by-wire-System künftig auch in anderen Baureihen einzusetzen. Der nächste konkrete Meilenstein ist der Auslieferungsbeginn der 12Cilindri Manuale im ersten Quartal des kommenden Jahres, der zeigen wird, ob die Verbindung von analoger Geste und digitaler Präzision den erhofften Anklang findet.

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