
Goldpreis fällt auf Zwei-Wochen-Tief – Dollar und Zinserwartungen belasten
Steigende US-Zinserhöhungsprognosen und ein erstarkter Dollar drücken den Goldpreis auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni, während Anleger auf Inflationsdaten warten.
Der Goldpreis ist am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit dem 11. Juni gefallen. Im frühen Handel notierte das Edelmetall bei 4.064 Dollar je Feinunze, ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Dollar-Index erreichte ein 13-Monats-Hoch, was Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums verteuerte. Gleichzeitig preisen die Terminmärkte nun drei Leitzinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve für das laufende Jahr ein – eine deutliche Verschiebung gegenüber der Erwartung nur eines Schrittes vor der Fed-Sitzung in der vergangenen Woche.
Aus Washingtoner Sicht hat die Fed mit ihrer jüngsten Sitzung die Zinswende neu justiert. Die Währungshüter beließen den Leitzins zwar in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent, doch innerhalb des Offenmarktausschusses wächst die Unterstützung für einen strafferen Kurs. Höhere Zinsen schmälern die Attraktivität des zinslosen Goldes, während steigende Anleiherenditen Kapital in verzinsliche Anlagen lenken. Ein UBS-Analyst in Zürich verwies auf die anhaltend schwache Investmentnachfrage, gemessen an den Beständen goldgedeckter börsengehandelter Fonds, als zusätzlichen Gegenwind. Seit dem Ausbruch der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar hat der Goldpreis rund 23 Prozent eingebüßt.
Geopolitisch sorgen widersprüchliche Signale zu den amerikanisch-iranischen Friedensgesprächen für Verunsicherung. Präsident Trump sprach von unbefristeten Nuklearinspektionen, Teheran dementierte umgehend. Unter Investoren nährte dies Zweifel an der Tragfähigkeit der Vereinbarung, ohne dem Gold jedoch nennenswerte Impulse zu verleihen. In Accra richtet derweil das Ghana Gold Board sein Preissystem ab Juli an den internationalen LBMA-Benchmarks aus und setzt strikte Preisobergrenzen, um Marktdisziplin zu erzwingen. Die Rohstoffabhängigkeit des Landes verdeutlicht, wie stark Produzentenstaaten von der Preisentwicklung betroffen sind. In Dubai kündigte die dortige Warenterminbörse einen Goldkontrakt mit Same-Day-Settlement an, um von der Nachfrage nach sicheren Häfen und schnellerer Handelsinfrastruktur zu profitieren.
Der weitere Kurs hängt maßgeblich von den am Donnerstag anstehenden US-Personal Consumption Expenditures-Daten ab, dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed. Sollte der Preisindikator erhöhten Preisdruck anzeigen, dürfte dies die Zinserhöhungserwartungen weiter festigen und den Druck auf Gold aufrechterhalten. Auch die technische Verfassung des Marktes spricht aus Sicht von Chartanalysten für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung, nachdem die 200-Tage-Linie unterschritten wurde. Die nächste markante Unterstützung liegt im Bereich von 4.000 Dollar.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Gold fiel auf ein Zwei-Wochen-Tief, da der Dollar aufgrund der Erwartung weiterer Fed-Zinserhöhungen anstieg. Der Spotpreis gab um 0,5% auf 4.087,68 Dollar je Unze nach, die Futures um 1,1%, während der Dollar ein mehr als einjähriges Hoch erreichte und das Edelmetall für ausländische Käufer verteuerte. Händler preisen nun drei Zinsschritte in diesem Jahr ein, und widersprüchliche Signale zu den USA-Iran-Gesprächen dämpften die Stimmung zusätzlich.
Gold stürzte ab, da ein starker US-Dollar und steigende Treasury-Renditen seine Attraktivität als sicherer Hafen überwältigten, wobei der Ausverkauf durch einen Rückgang bei Technologieaktien verstärkt wurde. Wachsende Skepsis gegenüber überhöhten Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz trieb die Anleger zurück in den Dollar und ließ die traditionelle Zufluchtsrolle des Goldes verblassen. Das Metall verlor mehr als 1,3%, nachdem es kurzzeitig ein Tageshoch erreicht hatte, und machte frühere Gewinne zunichte.
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