
Gold erholt sich nach Fortschritten im US-Iran-Dialog – Ölpreisrückgang dämpft Inflationssorgen
Die Aussicht auf eine Entspannung zwischen Washington und Teheran ließ die Rohölpreise sinken und stützte das Edelmetall, während hawkishe Signale der Federal Reserve die Gewinne begrenzten.
Der Goldpreis stieg am Montag im Spotmarkt um 0,9 Prozent auf 4.199,07 Dollar je Feinunze und erholte sich damit von seinem tiefsten Stand seit dem 11. Juni, der am Freitag erreicht worden war. Auslöser war der Abschluss der ersten Gesprächsrunde zwischen hochrangigen Vertretern der USA und Irans in der Schweiz. Die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan gaben eine gemeinsame Erklärung ab, wonach beide Seiten eine Roadmap für ein endgültiges Abkommen binnen 60 Tagen vereinbarten. Die Meldung ließ die Preise für Brent-Rohöl um mehr als drei Prozent fallen, weil die Märkte eine Entspannung der Versorgungsrisiken am Persischen Golf einpreisten. Ole Hansen, Analyst bei der Saxo Bank, verwies darauf, dass die Energiepreise kurzfristig der wichtigste Treiber für Edelmetalle blieben und ein Abkommen zusätzliche Barrel Rohöl auf den Markt bringen würde, was den Goldpreis stütze.
Der Rückgang der Ölnotierungen dämpfte unmittelbar die Inflationserwartungen, was Gold in seiner Rolle als Inflationsschutz zugutekam. Gleichzeitig wirkten die Signale aus der US-Notenbank als Gegengewicht. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hatte in seiner Pressekonferenz in der Vorwoche den Fokus auf die Inflationsrisiken gelegt und keine Bedingungen für mögliche Zinssenkungen genannt. Daraufhin stieg die vom CME FedWatch Tool gemessene Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im Dezember auf 89 Prozent, nach 61 Prozent vor der Fed-Sitzung. Neun der 19 geldpolitischen Entscheidungsträger halten in diesem Jahr eine Straffung für erforderlich. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, verliert es bei steigenden Zinsen gegenüber verzinslichen Anlagen an Attraktivität. Die Bank of America bezeichnete ihr eigenes Kursziel von 6.000 Dollar je Unze in einer Notiz als derzeit unwahrscheinlich, solange Zinserhöhungen nicht vollständig ausgepreist seien, bekräftigte jedoch die zugrundeliegende Annahme einer unorthodoxen US-Makropolitik.
Die geopolitische Komponente der Roadmap umfasst nach Angaben der Vermittler auch einen Mechanismus zur Beendigung der Kämpfe im Libanon sowie eine Kommunikationslinie für die sichere Passage von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus. Damit reduzierte sich die Risikoprämie auf den Ölmärkten spürbar, während der Dollar insgesamt stabil blieb. Der Euro konnte seine Verluste auf 1,14647 Dollar eingrenzen, das Pfund Sterling gab 0,21 Prozent auf 1,32103 Dollar nach. Der japanische Yen notierte mit 161,55 je Dollar nahe seinem Zweijahrestief, belastet von der Zinsdifferenz zu den USA. Die übrigen Edelmetalle folgten dem Goldpreis nach oben: Silber legte um 2,4 Prozent auf 66,46 Dollar zu, Platin um 1,7 Prozent auf 1.691,54 Dollar und Palladium um ein Prozent auf 1.271,25 Dollar.
Für die kommenden Tage richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Die Daten werden maßgeblich darüber entscheiden, ob die Zinserwartungen weiter steigen oder sich abschwächen. Parallel dazu bleibt der Fortgang der US-iranischen Gespräche innerhalb des 60-Tage-Fensters ein zentraler Faktor für die Öl- und Goldpreise. Sollte sich die Entspannung als belastbar erweisen, dürfte der Inflationsdruck über die Energiekosten nachlassen; ein Scheitern der Diplomatie würde dagegen die Risikoprämien rasch wieder ansteigen lassen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Gold erholte sich von seinem Wochentief, da der Optimismus über die US-Iran-Verhandlungen die Ölpreise drückte und Inflationssorgen dämpfte. Die Rallye wurde durch die Erwartung einer Fed-Zinserhöhung gebremst. Analysten merkten an, dass die Energiepreise kurzfristig der wichtigste Treiber für Edelmetalle bleiben.
Die Goldpreise erholten sich kräftig von ihrem jüngsten Tief, nachdem eine US-Iran-Roadmap zur Beruhigung bekannt wurde und die Ölpreise sanken. Anleger schichteten in Gold als strategische Absicherung um, da sie Rückschläge in den 60-tägigen Verhandlungen fürchteten. Der Anstieg wurde durch Wetten auf eine straffere US-Geldpolitik gebremst.
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