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SportMittwoch, 1. Juli 2026

FIFA-Schiedsrichterchef Collina verteidigt die Aberkennung des deutschen Siegtores gegen Paraguay

Während Bundestrainer Nagelsmann von einem „Voll-Skandal“ spricht, erklärt Pierluigi Collina die VAR-Intervention beim vermeintlichen 2:1 für regelkonform.

Deutschland ist im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 an Paraguay gescheitert. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden, im Elfmeterschießen unterlagen die Deutschen mit 3:4. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 102. Minute: Jonathan Tah köpfte eine Ecke von Nathaniel Brown zum vermeintlichen 2:1 ein, doch der marokkanische Schiedsrichter Jalal Jayed erkannte den Treffer nach Intervention des Video-Assistenten ab.

Der VAR hatte eine minimale Berührung zwischen dem deutschen Verteidiger Waldemar Anton und dem paraguayischen Torhüter Orlando Gill moniert. Anton hatte Gill beim Hochsteigen leicht behindert, woraufhin der Keeper zu Fall kam. Jayed schaute sich die Szene am Bildschirm an und entschied auf Offensivfoul. In einer bis dahin ausgeglichenen Partie hatte Tahs Kopfball die deutsche Bank bereits jubeln lassen, ehe der Unparteiische das Tor zurücknahm.

Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte mit scharfer Kritik. „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Voll-Skandal“, sagte er und bestritt jedes Foulspiel. Auch der frühere FIFA-Schiedsrichter Manuel Gräfe nannte die Entscheidung „einen Witz“ und „eine Farce“. Der deutsche TV-Experte Thorsten Kinhöfer bemängelte, der Schiedsrichter habe nicht den Mut gehabt, dem VAR zu widersprechen. In der Schweiz berichtete der Tages-Anzeiger sachlich über die Kontroverse und zitierte den englischen Ex-Referee Mark Clattenburg, der die Aberkennung als „klares Foul“ einstufte.

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verteidigte die Entscheidung in einem offiziellen Beitrag des Weltverbands. Er verwies auf eine Empfehlung an die Unparteiischen, bei taktischen Behinderungen von Verteidigern durch Angreifer ohne Ballinteresse genau hinzusehen. „Wenn ein angreifender Spieler sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn dadurch am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und der VAR eingreifen“, erklärte Collina. Dies gelte besonders, wenn der Torhüter am wirksamen Verteidigen gehindert werde. Der Italiener illustrierte seine Ausführungen mit einem Großfoto der strittigen Szene und betonte, Trainer und Spieler seien vorab informiert worden.

Aus marokkanischer Sicht wurde die Leistung des eigenen Schiedsrichters hervorgehoben. Die arabischsprachige Zeitung Hespress berichtete, Collina habe angedeutet, dass Jayed die richtige Entscheidung getroffen habe. Deutschland scheidet damit früh aus, Paraguay zieht ins Viertelfinale ein. Die Debatte um die Auslegung der Regel wird indes weitergehen.

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Die deutsche Presse ist in Aufruhr über das aberkannte Tor von Tah. Manche sprechen von einem 'Voll-Skandal' und geben die Wut von Bundestrainer Nagelsmann wieder, während Ex-Schiedsrichter Gräfe FIFA-Schiri-Boss Collina zerlegt. Die Entscheidung wird als Raub dargestellt, der Deutschland aus der WM warf.

Indische & südasiatische Presse
DistanzPragmatismus

Die FIFA stellte klar, dass die VAR-Entscheidung, das deutsche Tor nicht zu geben, korrekt war. Schiedsrichterchef Collina erklärte, die Regeln dienten dazu, Zeitspiel und Behinderung zu unterbinden, und die Entscheidung sei hundertprozentig richtig. Der Bericht beschränkt sich auf die technische Erklärung, ohne Partei zu ergreifen.

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Mittwoch, 1. Juli 2026

FIFA-Schiedsrichterchef Collina verteidigt die Aberkennung des deutschen Siegtores gegen Paraguay

Während Bundestrainer Nagelsmann von einem „Voll-Skandal“ spricht, erklärt Pierluigi Collina die VAR-Intervention beim vermeintlichen 2:1 für regelkonform.

Deutschland ist im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 an Paraguay gescheitert. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden, im Elfmeterschießen unterlagen die Deutschen mit 3:4. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 102. Minute: Jonathan Tah köpfte eine Ecke von Nathaniel Brown zum vermeintlichen 2:1 ein, doch der marokkanische Schiedsrichter Jalal Jayed erkannte den Treffer nach Intervention des Video-Assistenten ab.

Der VAR hatte eine minimale Berührung zwischen dem deutschen Verteidiger Waldemar Anton und dem paraguayischen Torhüter Orlando Gill moniert. Anton hatte Gill beim Hochsteigen leicht behindert, woraufhin der Keeper zu Fall kam. Jayed schaute sich die Szene am Bildschirm an und entschied auf Offensivfoul. In einer bis dahin ausgeglichenen Partie hatte Tahs Kopfball die deutsche Bank bereits jubeln lassen, ehe der Unparteiische das Tor zurücknahm.

Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte mit scharfer Kritik. „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Voll-Skandal“, sagte er und bestritt jedes Foulspiel. Auch der frühere FIFA-Schiedsrichter Manuel Gräfe nannte die Entscheidung „einen Witz“ und „eine Farce“. Der deutsche TV-Experte Thorsten Kinhöfer bemängelte, der Schiedsrichter habe nicht den Mut gehabt, dem VAR zu widersprechen. In der Schweiz berichtete der Tages-Anzeiger sachlich über die Kontroverse und zitierte den englischen Ex-Referee Mark Clattenburg, der die Aberkennung als „klares Foul“ einstufte.

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verteidigte die Entscheidung in einem offiziellen Beitrag des Weltverbands. Er verwies auf eine Empfehlung an die Unparteiischen, bei taktischen Behinderungen von Verteidigern durch Angreifer ohne Ballinteresse genau hinzusehen. „Wenn ein angreifender Spieler sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn dadurch am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und der VAR eingreifen“, erklärte Collina. Dies gelte besonders, wenn der Torhüter am wirksamen Verteidigen gehindert werde. Der Italiener illustrierte seine Ausführungen mit einem Großfoto der strittigen Szene und betonte, Trainer und Spieler seien vorab informiert worden.

Aus marokkanischer Sicht wurde die Leistung des eigenen Schiedsrichters hervorgehoben. Die arabischsprachige Zeitung Hespress berichtete, Collina habe angedeutet, dass Jayed die richtige Entscheidung getroffen habe. Deutschland scheidet damit früh aus, Paraguay zieht ins Viertelfinale ein. Die Debatte um die Auslegung der Regel wird indes weitergehen.

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Die deutsche Presse ist in Aufruhr über das aberkannte Tor von Tah. Manche sprechen von einem 'Voll-Skandal' und geben die Wut von Bundestrainer Nagelsmann wieder, während Ex-Schiedsrichter Gräfe FIFA-Schiri-Boss Collina zerlegt. Die Entscheidung wird als Raub dargestellt, der Deutschland aus der WM warf.

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DistanzPragmatismus

Die FIFA stellte klar, dass die VAR-Entscheidung, das deutsche Tor nicht zu geben, korrekt war. Schiedsrichterchef Collina erklärte, die Regeln dienten dazu, Zeitspiel und Behinderung zu unterbinden, und die Entscheidung sei hundertprozentig richtig. Der Bericht beschränkt sich auf die technische Erklärung, ohne Partei zu ergreifen.

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