
Erste direkte Flugverbindung zwischen Iran und VAE seit Februar wieder aufgenommen
Eine Maschine der iranischen FlySepehran landete am Montag in Dubai; die Route gilt als Testfall für die Normalisierung der Beziehungen nach dem Waffenstillstand vom April.
Am Montag ist erstmals seit dem Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran im Februar wieder ein direkter Passagierflug von Teheran nach Dubai durchgeführt worden. Eine Maschine der iranischen Fluggesellschaft FlySepehran landete am frühen Nachmittag auf dem Dubai International Airport, wie Flughafenbetreiber und Trackingdaten bestätigten. Ein Rückflug war für den Abend vorgesehen. Die Route war seit Ende Februar unterbrochen, nachdem der Konflikt zu weiträumigen Luftraumsperrungen und Flugausfällen in der gesamten Region geführt hatte.
Die Wiederaufnahme der Verbindung wird in Teheran als Schritt zur schrittweisen Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen gewertet. Nach Angaben des Leiters des Imam-Khomeini-Flughafens seien die notwendigen Vorkehrungen getroffen worden, um die Strecke zu reaktivieren. In Abu Dhabi hingegen verweist man darauf, dass es sich um eine einseitige iranische Initiative handele; Fluggesellschaften der VAE wie flydubai oder Air Arabia haben den Betrieb auf der Strecke bislang nicht wieder aufgenommen. Die Emirate waren während des Krieges nach eigener Darstellung das am stärksten von iranischen Vergeltungsschlägen betroffene Land; nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden mehr als 2000 Raketen und Drohnen auf militärische und zivile Ziele in den VAE abgefeuert. In der Folge hatte Abu Dhabi die Wirtschafts- und Kulturbeziehungen zu Teheran deutlich zurückgefahren.
Die Flugverfügbarkeit bleibt vorerst eingeschränkt. FlySepehran listet für die kommenden Wochen nur vereinzelte Verbindungen, die nächsten Flüge sind für den 1. und 8. Juli angekündigt. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) rät in ihrer bis zum 3. Juli gültigen Konfliktgebietswarnung weiterhin davon ab, den iranischen, irakischen und libanesischen Luftraum zu nutzen, und empfiehlt erhöhte Vorsicht bei Überflügen über den VAE und weiteren Golfstaaten. Gleichzeitig mehren sich diplomatische Signale: In der vergangenen Woche führten der iranische Außenminister Abbas Araghchi und sein emiratischer Amtskollege Scheich Abdullah bin Zayed das erste bekannte Telefonat seit Kriegsbeginn.
Der Konflikt war am 28. Februar mit koordinierten Luftschlägen der USA und Israels gegen Ziele im Iran eskaliert. Iranische Gegenangriffe trafen neben den VAE auch Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und Bahrain. Ein im April vereinbarter Waffenstillstand beendete die aktiven Kampfhandlungen, doch die Luftraumlage bleibt fragil. Parallel zur iranisch-emiratischen Annäherung kündigte Philippine Airlines an, ab dem 2. Oktober 2026 viermal wöchentlich wieder Direktflüge zwischen Manila und Dubai anzubieten. Die Verbindung war während der Krise ausgesetzt worden; der Nahe Osten machte zuvor rund sieben Prozent der Kapazität der Fluggesellschaft aus. Die schrittweise Wiederaufnahme von Flugverbindungen gilt in Branchenkreisen als Indikator für eine vorsichtige Stabilisierung, auch wenn die EASA das Risiko in der Region weiterhin als fragil einstuft.
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Nach monatelanger Unterbrechung aufgrund des Krieges landete ein Flug aus Teheran in Dubai – ein zaghaftes Zeichen für ein mögliches Tauwetter zwischen beiden Ländern. Die Wiederaufnahme der Flugverbindungen wird angesichts der fragilen regionalen Lage und der noch frischen Erinnerung an die Feindseligkeiten mit Vorsicht betrachtet.
Der erste direkte kommerzielle Flug aus dem Iran in die VAE seit dem Krieg landete in Dubai, doch die Erinnerung an die fast 2.000 Raketen und Drohnen, die Teheran auf die Emirate abfeuerte, ist noch frisch. Die Wiederaufnahme der Verbindungen ist ein pragmatischer Schritt, aber tiefes Misstrauen bleibt bestehen und eine vollständige Normalisierung scheint noch in weiter Ferne.
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