Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETMontag, 29. Juni 2026
311 Quellen · 17 Sprachen225 Briefings heute
Wirtschaft & MärkteMontag, 29. Juni 2026

Luftfracht wächst global um 6 Prozent – Argentinien und Mexiko mit Exportrekorden

Die weltweite Luftfrachtnachfrage legte im Mai kräftig zu, während Argentiniens regionale Ausfuhren ein 22-Jahres-Hoch erreichten und Mexikos Exporte von Zollängsten getrieben boomen.

Die globale Nachfrage nach Luftfracht ist im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Prozent gestiegen, wie die International Air Transport Association (IATA) mitteilte. Die Kapazität legte lediglich um 1,9 Prozent zu, was auf eine höhere Auslastung hindeutet. Regional zeigte sich ein gespaltenes Bild: Während afrikanische Airlines ein Plus von 13,3 Prozent und nordamerikanische Gesellschaften 10,5 Prozent verzeichneten, schrumpfte die Nachfrage bei den Carrieren im Nahen Osten kriegsbedingt um 8,9 Prozent. Asiatisch-pazifische und europäische Fluggesellschaften meldeten Zuwächse von 8,0 beziehungsweise 6,7 Prozent. Die lateinamerikanischen und karibischen Airlines kamen auf ein moderates Plus von 1,9 Prozent.

Der Anstieg im Luftfrachtverkehr wird von robusten Handelsströmen getragen. Der globale Warenhandel wuchs im Mai um 5,0 Prozent – der 25. Monat in Folge mit jährlichem Zuwachs. Allerdings deuten die Auftragseingänge für Exporte auf eine Abschwächung hin: Der entsprechende Einkaufsmanagerindex verharrte mit 49,6 Punkten unter der Expansionsschwelle. Das Wachstum der Luftfracht speist sich daher vor allem aus ausgewählten Handelskorridoren, insbesondere zwischen Asien und Nordamerika sowie zwischen Afrika und Asien, während die Routen über den Golf durch den Nahostkonflikt weiterhin stark beeinträchtigt bleiben.

In Lateinamerika stechen derweil zwei Entwicklungen hervor. Argentinien meldete für die ersten fünf Monate des Jahres bei den Exporten seiner 37 regionalen Produktionskomplexe mit 4,03 Milliarden Dollar den höchsten Wert seit 22 Jahren; das Volumen erreichte den höchsten Stand seit 2013. Preiseffekte und eine starke Nachfrage aus Brasilien, China und den USA trieben vor allem die Ausfuhren von Fischerei- und Aquakulturprodukten, Hülsenfrüchten und Zitrusfrüchten. Mexiko verzeichnete im Mai einen Anstieg der Gesamtexporte um 25,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Mexiko-Stadt wird diese Dynamik jedoch zunehmend mit vorgezogenen Käufen erklärt: US-Importeure füllen angesichts drohender Zollerhöhungen im Rahmen der T-MEC-Überprüfung und der Section-301-Untersuchung ihre Lager. Dafür spricht auch der um 29,8 Prozent gestiegene Import von Vorleistungsgütern. Gleichzeitig hat Mexiko China als wichtigsten Lieferanten der USA abgelöst – mit einem effektiven Zollsatz von nur 4,1 Prozent für Güter unter dem Handelsabkommen.

Die Luftfrachtzahlen für Lateinamerika spiegeln diese Exportstärke nur bedingt wider, da ein Großteil der Waren auf dem Land- oder Seeweg in die USA gelangt. Die IATA-Daten zeigen für die Region ein Kapazitätsplus von 5,6 Prozent, das Nachfragewachstum von 1,9 Prozent bleibt jedoch hinter anderen Weltregionen zurück. Für die kommenden Monate richtet sich der Blick auf die weiteren Verhandlungen zum T-MEC und mögliche US-Zollentscheidungen, die über die Nachhaltigkeit des mexikanischen Exportbooms und die Auslastung der Frachtrouten entscheiden dürften.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 5 Sprachen

56%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Südostasiatische PresseLateinamerikanische Presse
Südostasiatische Presse
PragmatismusDistanz

Die weltweite Luftfrachtnachfrage stieg im Mai im Jahresvergleich um 6 %, die Kapazität legte um 1,9 % zu. Die meisten Regionen verzeichneten ein überdurchschnittliches Wachstum, während die Fluggesellschaften im Nahen Osten einen leichten Rückgang meldeten. Die Daten deuten auf eine stetige, breit angelegte Erholung der Luftfracht hin.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
TriumphPragmatismus

Die lateinamerikanischen Exporte erreichten wertmäßig ein 22-Jahres-Hoch, angetrieben von einer starken regionalen Produktion. Auch die Luftfrachtnachfrage in der Region wuchs und bestätigt eine robuste Handelsleistung. Die Zahlen unterstreichen die zunehmende Integration der Region in die globalen Märkte.

Erweitere deinen Horizont

Mehr lesen
Aktuell
Mehrere Frauen in Wohnungen tot aufgefunden – Mordermittlungen in vier Ländern·Chinas technologische Doppeldemonstration: Supercomputer-Rekord und neuer Tarnkappenjäger·Naomi Osaka eröffnet Wimbledon mit Kimono-Hommage und klarem Auftaktsieg·EZB-Präsidentin Lagarde: Eurozone strukturell widerstandsfähiger – Leitzins als Kerninstrument zurückgewonnen·Bello, Poopaye, Tank yu: Die Kunstsprache der Minions kehrt ins Kino zurück·Ein Roboterhund auf dem Sofa, ein echter unter dem Tisch: Der globale Kampf um die Kindheit·UN-Berichte und israelische NGO dokumentieren gezielte Tötungen von Kindern und Siedlungsausbau·Wenn die Hochzeit zur Detektivarbeit wird: Der Juli bringt Enola Holmes und andere Unterbrechungen·Mehrere Frauen in Wohnungen tot aufgefunden – Mordermittlungen in vier Ländern·Chinas technologische Doppeldemonstration: Supercomputer-Rekord und neuer Tarnkappenjäger·Naomi Osaka eröffnet Wimbledon mit Kimono-Hommage und klarem Auftaktsieg·EZB-Präsidentin Lagarde: Eurozone strukturell widerstandsfähiger – Leitzins als Kerninstrument zurückgewonnen·Bello, Poopaye, Tank yu: Die Kunstsprache der Minions kehrt ins Kino zurück·Ein Roboterhund auf dem Sofa, ein echter unter dem Tisch: Der globale Kampf um die Kindheit·UN-Berichte und israelische NGO dokumentieren gezielte Tötungen von Kindern und Siedlungsausbau·Wenn die Hochzeit zur Detektivarbeit wird: Der Juli bringt Enola Holmes und andere Unterbrechungen·
Akt. 22:585 Sprachen · 5 Quellen
VorherigerWirtschaft & MärkteNächster
5 Quellen|5 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Montag, 29. Juni 2026

Luftfracht wächst global um 6 Prozent – Argentinien und Mexiko mit Exportrekorden

Die weltweite Luftfrachtnachfrage legte im Mai kräftig zu, während Argentiniens regionale Ausfuhren ein 22-Jahres-Hoch erreichten und Mexikos Exporte von Zollängsten getrieben boomen.

Die globale Nachfrage nach Luftfracht ist im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Prozent gestiegen, wie die International Air Transport Association (IATA) mitteilte. Die Kapazität legte lediglich um 1,9 Prozent zu, was auf eine höhere Auslastung hindeutet. Regional zeigte sich ein gespaltenes Bild: Während afrikanische Airlines ein Plus von 13,3 Prozent und nordamerikanische Gesellschaften 10,5 Prozent verzeichneten, schrumpfte die Nachfrage bei den Carrieren im Nahen Osten kriegsbedingt um 8,9 Prozent. Asiatisch-pazifische und europäische Fluggesellschaften meldeten Zuwächse von 8,0 beziehungsweise 6,7 Prozent. Die lateinamerikanischen und karibischen Airlines kamen auf ein moderates Plus von 1,9 Prozent.

Der Anstieg im Luftfrachtverkehr wird von robusten Handelsströmen getragen. Der globale Warenhandel wuchs im Mai um 5,0 Prozent – der 25. Monat in Folge mit jährlichem Zuwachs. Allerdings deuten die Auftragseingänge für Exporte auf eine Abschwächung hin: Der entsprechende Einkaufsmanagerindex verharrte mit 49,6 Punkten unter der Expansionsschwelle. Das Wachstum der Luftfracht speist sich daher vor allem aus ausgewählten Handelskorridoren, insbesondere zwischen Asien und Nordamerika sowie zwischen Afrika und Asien, während die Routen über den Golf durch den Nahostkonflikt weiterhin stark beeinträchtigt bleiben.

In Lateinamerika stechen derweil zwei Entwicklungen hervor. Argentinien meldete für die ersten fünf Monate des Jahres bei den Exporten seiner 37 regionalen Produktionskomplexe mit 4,03 Milliarden Dollar den höchsten Wert seit 22 Jahren; das Volumen erreichte den höchsten Stand seit 2013. Preiseffekte und eine starke Nachfrage aus Brasilien, China und den USA trieben vor allem die Ausfuhren von Fischerei- und Aquakulturprodukten, Hülsenfrüchten und Zitrusfrüchten. Mexiko verzeichnete im Mai einen Anstieg der Gesamtexporte um 25,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Mexiko-Stadt wird diese Dynamik jedoch zunehmend mit vorgezogenen Käufen erklärt: US-Importeure füllen angesichts drohender Zollerhöhungen im Rahmen der T-MEC-Überprüfung und der Section-301-Untersuchung ihre Lager. Dafür spricht auch der um 29,8 Prozent gestiegene Import von Vorleistungsgütern. Gleichzeitig hat Mexiko China als wichtigsten Lieferanten der USA abgelöst – mit einem effektiven Zollsatz von nur 4,1 Prozent für Güter unter dem Handelsabkommen.

Die Luftfrachtzahlen für Lateinamerika spiegeln diese Exportstärke nur bedingt wider, da ein Großteil der Waren auf dem Land- oder Seeweg in die USA gelangt. Die IATA-Daten zeigen für die Region ein Kapazitätsplus von 5,6 Prozent, das Nachfragewachstum von 1,9 Prozent bleibt jedoch hinter anderen Weltregionen zurück. Für die kommenden Monate richtet sich der Blick auf die weiteren Verhandlungen zum T-MEC und mögliche US-Zollentscheidungen, die über die Nachhaltigkeit des mexikanischen Exportbooms und die Auslastung der Frachtrouten entscheiden dürften.

Divergenz der Quellen

Wirtschaft & Märkte · 5 Quellen · 5 Sprachen

56%Hoch

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Gunstig60%
Neutral20%
Kritisch20%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 5 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Südostasiatische PresseLateinamerikanische Presse
Südostasiatische Presse
PragmatismusDistanz

Die weltweite Luftfrachtnachfrage stieg im Mai im Jahresvergleich um 6 %, die Kapazität legte um 1,9 % zu. Die meisten Regionen verzeichneten ein überdurchschnittliches Wachstum, während die Fluggesellschaften im Nahen Osten einen leichten Rückgang meldeten. Die Daten deuten auf eine stetige, breit angelegte Erholung der Luftfracht hin.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
TriumphPragmatismus

Die lateinamerikanischen Exporte erreichten wertmäßig ein 22-Jahres-Hoch, angetrieben von einer starken regionalen Produktion. Auch die Luftfrachtnachfrage in der Region wuchs und bestätigt eine robuste Handelsleistung. Die Zahlen unterstreichen die zunehmende Integration der Region in die globalen Märkte.

Diese Nachricht erschien in

5 Quellen · 5 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Keiko Fujimori gewinnt Perus Präsidentschaft mit 49.641 Stimmen Vorsprung

7 Sprachen · 40 Quellen

Aus Technology

WhatsApp führt Nutzernamen ein: Chatten ohne Preisgabe der Telefonnummer

7 Sprachen · 35 Quellen

Aus Science & Health

Ebola-Ausbruch im Kongo erreicht vierte Provinz – Frankreich bestätigt ersten Fall

6 Sprachen · 12 Quellen

Mehr lesen