
Macrons Pilotenbrille beim Oman-Besuch: Ein Accessoire wird zum Politikum
Beim Empfang des Sultans von Oman im Élysée-Palast trug der französische Präsident erneut seine markanten Sonnenbrillen – und löste damit eine Welle von Spekulationen, Spott und Protokolldebatten aus.
Das Sonnenlicht des Pariser Nachmittags brach sich in den Gläsern der Pilotenbrille, als Emmanuel Macron am Montag den Sultan von Oman, Haitham bin Tariq, im Hof des Élysée-Palastes begrüßte. Der Gast aus dem Golf, zum ersten offiziellen Besuch in Frankreich seit seiner Thronbesteigung, wurde mit militärischen Ehren empfangen. Doch noch bevor die Gespräche über strategische Partnerschaften und die Sicherheit der Schifffahrtsrouten im Ormuz begannen, hatte sich die Aufmerksamkeit bereits auf ein Detail im Gesicht des französischen Präsidenten fixiert: das dunkle Gestell, das seine Augen verbarg.
Die Szene wiederholte sich später im Inneren des Palastes. Während der Unterzeichnung mehrerer Abkommen – darunter wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Vereinbarungen – behielt Macron die Brille auf. Auch beim anschließenden französisch-omanischen Wirtschaftsforum in einem Pariser Hotel blieb sie Teil seiner Erscheinung. Aus dem Umfeld des Präsidenten verlautete gegenüber Le Figaro, er leide erneut unter „einem Problem am Auge“, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Bereits im Januar, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, hatte Macron mit demselben Modell für Aufsehen gesorgt und später selbst von einem geplatzten Blutgefäß gesprochen.
In den sozialen Netzwerken jedoch entfaltete sich eine ganz eigene Lesart. Nutzer auf X griffen eine alte, halb scherzhafte Erzählung auf, wonach die Brille Spuren einer Auseinandersetzung mit seiner Frau Brigitte verdecken solle. „Hat er wieder eine Ohrfeige von Brigitte bekommen?“, fragten Kommentatoren unter Videos der Begegnung. Der französische Politiker Florian Philippot, Vorsitzender der Partei „Les Patriotes“, goss Öl ins Feuer: „Macron holt schon wieder seine Sonnenbrille raus! Eine neue Strafe von Brigitte oder wieder ein Akt der Unverfrorenheit?“ Er fügte hinzu, das französische Unternehmen, das die im Januar getragene Brille hergestellt habe, sei inzwischen insolvent.
Jenseits des Spotts meldete sich auch die Stimme des Protokolls zu Wort. Die russische Expertin für Geschäftsetikette, Tatjana Nikolajewa, erklärte in einem Interview mit Lenta.ru, dass Sonnenbrillen im direkten Gespräch von Angesicht zu Angesicht abgenommen werden sollten – es sei denn, es lägen medizinische Gründe vor. „Soweit wir wissen, leidet Macron nicht an solchen Erkrankungen“, fügte sie hinzu. Der Blickkontakt sei ein wesentliches Element der Begegnung auf dieser staatspolitischen Ebene. Die Diskrepanz zwischen der offiziellen Erklärung und der öffentlichen Wahrnehmung verlieh dem Accessoire eine symbolische Aufladung, die weit über den Anlass hinausreichte.
Während die Tinte unter den historischen Abkommen trocknete, blieben die Blicke der Welt auf das dunkle Gestell gerichtet. Es warf Fragen auf, die weder die diplomatische Choreografie noch die knappe medizinische Notiz beantworten konnten. In der Stille zwischen zwei Staatsmännern, die über Frieden und freie Seewege verhandelten, sprach ein kleines Stück getönten Glases eine ganz eigene Sprache.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Macrons Auftritt mit Sonnenbrille im Élysée-Palast ist erneut zum Online-Spott geworden. Es wird gemutmaßt, der französische Präsident verberge die Spuren einer weiteren Ohrfeige seiner Frau Brigitte und mache aus einem Staatsakt eine persönliche Lächerlichkeit.
Macrons Auftreten beim Treffen mit dem Sultan von Oman löste eine neue Welle des Spotts aus. Politiker und Nutzer sozialer Medien spotteten über einen angeblichen Etiketteverstoß und wärmten den Dauerwitz über eheliche Ohrfeigen wieder auf, wodurch der französische Präsident als komische Figur dargestellt wird.
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