
Drohnenangriff auf russische Botschaft in Stockholm: Moskau sieht Schweden in der Pflicht
In der Nacht zum Donnerstag drangen zwei Drohnen in das Gelände der russischen Botschaft ein; eine warf rote Farbe ab, die andere trug eine Bombenattrappe – die russische Seite spricht von systematischer Einschüchterung und macht Stockholm verantwortlich.
In der Nacht zum Donnerstag drangen gegen zwei Uhr Ortszeit zwei Drohnen in das Gelände der russischen Botschaft in Stockholm ein. Ein Quadrokopter warf einen Behälter mit roter Farbe ab, ein zweiter, mit einer Attrappe eines improvisierten Sprengsatzes versehener Drohne stürzte – nach Darstellung der Botschaft „höchstwahrscheinlich absichtlich“ – in unmittelbarer Nähe des Botschaftsgebäudes ab. Personen kamen nicht zu Schaden, der Sachschaden blieb gering. Die Botschaft veröffentlichte Aufnahmen der beschädigten Drohne und der Farbspuren auf dem Pflaster.
Die russische Vertretung wertete den Vorfall als „mehr als eine einfache Provokation, sondern als einen unverhohlenen Versuch, das Personal der russischen Mission einzuschüchtern“. Wörtlich hieß es: „Dazu sagen wir ganz offen: Das wird nicht funktionieren.“ Aus Moskauer Sicht handelt es sich um den jüngsten Akt einer systematischen Serie. Nach Angaben der Botschaft wurden seit mehr als zwei Jahren über zwanzig ähnliche Attacken auf die Botschaft und das Handelsvertretungsbüro in Stockholm verübt, bei denen Drohnen Farbe oder Attrappen von Sprengkörpern abwarfen. Das russische Außenministerium erklärte, die schwedischen Behörden kämen ihrer Schutzpflicht aus dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen nicht nach. Die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, hatte bereits zuvor die Vermutung geäußert, die Vorfälle könnten von schwedischer Seite „geduldet“ oder sogar „autorisiert“ worden sein.
Eine offizielle Reaktion der schwedischen Regierung oder der Polizeibehörden stand zunächst aus. Die russische Botschaft kritisierte, die örtlichen Strafverfolgungsbehörden beschränkten sich darauf, die Angriffe „lediglich formal zu dokumentieren“; die Ermittlungen zu den Dutzenden früheren Fällen hätten „zu keinerlei Ergebnissen geführt“. Moskau kündigte an, eine Protestnote an Stockholm zu übermitteln. Parallel dazu leitete das Ermittlungskomitee der Russischen Föderation eine Anfrage an das Außenministerium ein, um die Umstände der Attacken zu klären. Die russische Seite betonte, die volle Verantwortung für weitere Angriffe und deren mögliche Folgen liege bei Schweden.
Schweden, das seit 2024 der NATO angehört und zu den entschlossensten Unterstützern der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion zählt, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Brennpunkt russisch-westlicher Spannungen entwickelt. Erst in dieser Woche wurde ein Abkommen über den Kauf von 16 schwedischen Gripen-Kampfflugzeugen durch Kiew bekannt. Aus Moskauer Perspektive fügt sich die anhaltende Serie von Drohnenvorfällen in ein Muster feindseliger Handlungen gegen russische diplomatische Einrichtungen im Westen. Die schwedische Seite hat sich zu den jüngsten Vorwürfen bislang nicht geäußert; eine offizielle Stellungnahme wird nach Eingang der angekündigten Protestnote erwartet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russia blames Sweden for failing to protect the embassy, framing the attack as part of a broader Western threat. Russian media highlight Swedish negligence and call for a strong response, drawing parallels to previous Ukrainian drone strikes.
Iran sees the attack as evidence of Western destabilization, linking it to a broader conspiracy against US adversaries. Iranian media emphasize Western double standards, condemning similar attacks while tolerating actions against Russia and Iran.
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