
Katar meldet Fortschritte in Doha – nächste Gesprächsrunde nach Chamenei-Begräbnis
Die indirekten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran enden mit einer Einigung auf baldige Fortsetzung, während der Tod des iranischen Führers den Zeitplan verschiebt.
Die von Katar und Pakistan vermittelten indirekten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sind am Mittwoch in Doha mit einer als „positiv“ bezeichneten Entwicklung zu Ende gegangen. Wie der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, mitteilte, erzielten die getrennt geführten Unterredungen Fortschritte in Fragen, die mit dem in Islamabad unterzeichneten Memorandum of Understanding zusammenhängen. Beide Seiten vereinbarten, die Gespräche fortzusetzen; der Termin für die nächste Runde soll demnach „so bald wie möglich nach Abschluss der Trauerfeierlichkeiten für den früheren iranischen Führer“ festgelegt werden. Der Tod Ali Chameneis, der in den vergangenen Tagen bekannt wurde, verschiebt damit den ohnehin fragilen diplomatischen Kalender.
Aus Washingtoner Sicht äußerte sich Präsident Donald Trump verhalten optimistisch. Er sprach von „sehr guten Treffen“ und erklärte, der Prozess der nuklearen Abrüstung Irans komme „gut voran“. Vizepräsident J.D. Vance betonte, der Fortgang des diplomatischen Weges bleibe an das künftige Verhalten Teherans geknüpft. Amerikanische Vertreter hatten zuvor das Ziel ausgegeben, eine „phasenweise Ruhe“ zu wahren, um Fortschritte in allen Punkten der Vereinbarung zu ermöglichen. Laut einem Bericht von Axios sicherte Washington Teheran zudem zu, sich für die Aufrechterhaltung der Waffenruhe im Libanon und den schrittweisen Abzug israelischer Truppen aus dem Süden des Landes einzusetzen.
Die iranische Führung wiederum ließ über Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf mitteilen, man sei zur Umsetzung der Abmachung verpflichtet, erwarte jedoch gleiches vom amerikanischen Vertragspartner. Ghalibaf warnte vor erheblichen Schwierigkeiten bei der Anwendung nach einem Krieg dieses Ausmaßes. Die iranische Delegation konzentriere sich auf sensible Dossiers, insbesondere die Lage im Libanon und die Regelung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Teheran beharrt darauf, dass die Kontrolle über die für den globalen Energietransport zentrale Meerenge nicht zum Status quo ante zurückkehren werde, und droht mit der Erhebung von Durchfahrtsgebühren sowie mit Maßnahmen gegen Schiffe, die nicht genehmigte Routen nutzen.
Die Gespräche in Doha bauen auf einem 14-Punkte-Memorandum auf, das Mitte Juni unter pakistanisch-katarischer Vermittlung zustande kam und auf den Ergebnissen des Gipfels am Vierwaldstättersee in der Schweiz fußt. Es sieht unter anderem die Einstellung der Kampfhandlungen, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Aufhebung der amerikanischen Blockade iranischer Häfen, die Freigabe eines Teils der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte sowie eine 60-tägige Verhandlungsfrist für ein dauerhaftes Abkommen vor. Parallel dazu hielt das US-Zentralkommando ein regionales Sicherheitstreffen in Manama ab, an dem erstmals auch militärische Vertreter Syriens und des Libanons teilnahmen; im Mittelpunkt standen die Freiheit der Schifffahrt und die Stärkung der Verteidigungskooperation.
Der weitere Fahrplan bleibt an die Entwicklung vor Ort gebunden. Nach dem Austausch militärischer Schläge in den vergangenen Wochen ist die Lage in der Golfregion gespannt. Die nächste Gesprächsrunde soll nach dem Ende der Trauerzeremonien für Chamenei terminiert werden; ein konkretes Datum steht noch aus. Die 60-Tage-Frist für ein umfassendes Abkommen läuft unterdessen weiter und setzt beide Seiten unter Zugzwang, die technischen Verhandlungen zügig wieder aufzunehmen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Iran rejects all external pressure and reaffirms its sovereignty: the talks are just one piece in a broader struggle against American arrogance and Israeli conspiracies.
A hierarchy is built where the existential threat (Israel/US) is placed above diplomatic detail, making the 'progress' in talks irrelevant unless accompanied by security guarantees.
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