
Diebstähle in Kirchen: Gasflaschen in Brasilien, Bronzeskulpturen in Mexiko entwendet
In Belo Horizonte und Mexiko-Stadt kam es zu Einbrüchen in Gotteshäuser; ein Verdächtiger wurde festgenommen, wertvolle Kunstwerke bleiben verschwunden.
In der Nacht zum Dienstag sind in zwei katholischen Kirchen auf dem amerikanischen Kontinent Einbrüche verübt worden. In Belo Horizonte (Brasilien) entwendete ein Mann zwei Gasflaschen und einen Mülleimer aus der Paróquia Nossa Senhora do Rosário de Pompeia; in Mexiko-Stadt wurden aus dem Atrium der Parroquia de San Cosme y Damián drei Bronzeskulpturen sowie mehrere Gedenktafeln gestohlen.
Nach Angaben der Militärpolizei von Minas Gerais wurde der Tatverdächtige in Brasilien als der 36-jährige Anderson Túlio Martins do Nascimento identifiziert. Überwachungskameras der Gemeinde zeichneten den Einbruch auf, die Aufnahmen wurden jedoch nicht veröffentlicht. Als die Polizei seine Wohnung aufsuchte, stieß sie auf Barrikaden aus Holz mit Nägeln und Stacheldraht, die offenbar zur Behinderung eines Zugriffs errichtet worden waren. Der Mann blieb zunächst flüchtig.
In der mexikanischen Hauptstadt nahmen Sicherheitskräfte der Secretaría de Seguridad Ciudadana einen 26-Jährigen fest, der nach Auswertung von Videoaufnahmen mit dem Diebstahl in Verbindung gebracht wird. Bei ihm wurden 19 Tütchen mit marihuanaähnlichen Kräutern und fünf selbstgedrehte Zigaretten sichergestellt. Der Pfarrer José de Jesús Aguilar hatte zuvor in sozialen Netzwerken den Verlust von zwei großen Engelsfiguren, einer Nachbildung von Remedios Varos „Mujer saliendo del psicoanalista“ sowie drei Bronzetafeln beklagt – darunter eine Gedenktafel für Verschwundene und deren Angehörige. Die Täter hatten die schwere Kette des Eingangstors aufgebrochen, um die Stücke abzutransportieren. Der Geistliche bezifferte den materiellen Wert auf mehr als 150.000 Pesos und rief dazu auf, die mutmaßlich zum Einschmelzen bestimmten Objekte nicht zu erwerben.
Die Ermittlungen zu den Mittätern und zum Verbleib der Kunstgegenstände dauern an. Während die brasilianischen Behörden weiter nach dem namentlich bekannten Verdächtigen fahnden, prüft die Staatsanwaltschaft in Mexiko-Stadt die rechtliche Situation des Festgenommenen. Zu möglichen Verbindungen zwischen den Vorfällen oder zu den Motiven machten die Ermittler keine Angaben.
| Lateinamerikanische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.30 | critical |
Die lateinamerikanischen Religionsgemeinschaften verurteilen die Diebstahlswelle als Angriff auf den Glauben und das kulturelle Erbe.
Durch die Betonung des symbolischen und künstlerischen Werts der gestohlenen Gegenstände wird ein Gefühl des kollektiven Verlusts erzeugt, das Empörung mobilisiert.
Es erwähnt nicht den Synagogendiebstahl in Israel, der ebenfalls Teil derselben Plünderungswelle ist.
Die israelische Polizei und die jüdische Gemeinschaft verurteilen den Frevel und betonen die Wirksamkeit der Strafverfolgung.
Durch die Berichterstattung über die schnelle Festnahme und Anklage wird ein Bild von Kontrolle und Abschreckung projiziert.
Es bezieht sich nicht auf die Diebstähle in Lateinamerika und isoliert den Vorfall als lokalen Fall.
Erweitere deinen Horizont
US-Senator Lindsey Graham unerwartet gestorben – Unsicherheit für Trumps Kongressmehrheit
6 Sprachen · 20 Quellen
Aus Economy & MarketsKI-Wettbewerb verlagert sich auf Kosteneffizienz
6 Sprachen · 16 Quellen
Aus TechnologyAutonome KI verändert Unternehmenssteuerung – und das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine
3 Sprachen · 6 Quellen