
Banner, Fahrradkorsos und die Forderung nach dem Todestrafe: Der Weltdrogentag in Asien
Am 26. Juni formierten sich in Bangladesch, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten Menschenketten, Radausflüge und Aufklärungskampagnen zu einem vielstimmigen Appell gegen Rauschgift.
Auf dem Gehsteig vor dem Bezirksrat von Rangpur, im Norden Bangladeschs, flatterten handgemalte Plakate in der Nachmittagshitze. „Sag Nein zu Drogen – Sucht ist eine Krankheit“, stand darauf, und: „Drogenkonsum schädigt Körper und Geist“. Junge Leute in farbigen T-Shirts hielten die Transparente in die Höhe, während ein Jurist namens Sarwar Alam Benju ins Mikrofon sprach. Er sprach von einer „Drogenkaiserin“, die in Rangpur ihr Unwesen treibe, und von einer „Big-Brother-Kultur“, die in die Hörsäle der Universitäten eingezogen sei – ein Seitenhieb auf die Verquickung von Kriminalität und akademischem Leben, der unter den Umstehenden zustimmendes Gemurmel auslöste. Es war der 26. Juni, der Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch, und die Menschenkette, organisiert von der Prothom Alo Trust, war eine von vielen in der Region.
Gut dreitausend Kilometer südöstlich, im malaysischen Bundesstaat Penang, nahm der Tag eine andere Gestalt an. Am Ufer des Sungai Muda in Kepala Batas versammelten sich rund 1.500 Menschen zu einem „Jelajah Aspirasi Bebas Dadah“, einer behördlich begleiteten Fahrradtour unter dem Motto „Ein Schritt der Reise, eine Million Hoffnungen ohne Drogen“. Die nationale Antidrogenagentur AADK hatte Durian-Feste, kostenlose Haarschnitte und Malkwettbewerbe organisiert. Vize-Generaldirektor Shobah Jamil sprach von einer „Plattform, um die Botschaft wirksamer zu vermitteln“ und betonte die strategische Zusammenarbeit zwischen Behörden, Privatwirtschaft und Nichtregierungsorganisationen. Aus malaysischer Perspektive ist die Drogenbedrohung nicht allein eine Frage der Repression, sondern ein Feld, auf dem die Gemeinschaft als Ganzes mobilisiert werden muss – ein Ansatz, der in der sanften, einladenden Atmosphäre des Vormittags spürbar wurde.
Während in Rangpur und Kepala Batas die Straßen zum Schauplatz wurden, setzte man in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf das Wort. Die nationale Behörde zur Drogenbekämpfung veröffentlichte eine Stellungnahme, in der Dr. Lamia Ahmed Hamdan al-Zaabi die Sucht als „Zustand geschwächter Kontrolle“ beschrieb, der nicht allein mit Härte, sondern mit einem Dreiklang aus Bewusstsein, Entschlossenheit und Therapie zu bekämpfen sei. Sie verwies auf vertrauliche Behandlungsangebote und das Nationale Rehabilitationszentrum, das nach höchsten Standards arbeite. Aus emiratischer Sicht ist der Kampf gegen Drogen eine hochgradig integrierte staatliche Aufgabe, die präventive Aufklärung, geheimdienstliche Operationen gegen Schmuggel und eine medizinische Infrastruktur für Betroffene unter einem Dach vereint.
Zurück in Bangladesch, in den Hügeln von Rangamati, klang der Ton schärfer. Vor dem Bezirksverwaltungsgebäude forderte der Präsident des Presseclubs, Anwar Al Haque, die Wiedereinführung der Todesstrafe für Drogendelikte und die Einrichtung von Sondertribunalen, um die rund 80.000 anhängigen Verfahren zu beschleunigen. „Solange die Lieferkette nicht unterbrochen wird, ist die Ausrottung unmöglich“, rief er. In Jamalpur wiederum, einer weiteren Stadt im Norden, appellierten Redner an die Jugend, sich dem Sport, dem Lesen und der Pflege einer gesunden Kultur zuzuwenden, um dem „blauen Biss“ der Sucht zu entgehen. So spiegelte der Tag in Bangladesch ein ganzes Spektrum wider: von der Forderung nach härtester Strafe bis zum Vertrauen in die präventive Kraft von Büchern und Spielen.
Als die Nachmittagssonne über dem Flussdelta tiefer sank, blieben die Plakate als stumme Zeugen zurück. In Rangpur lehnten die Transparente an der Mauer des Bezirksrats, während die Teilnehmer langsam auseinandergingen. Ein junger Mann namens Naeem Islam hatte zuvor gesagt, Drogen machten selbst das Leben eines gesunden Menschen „anormal“. Sein Satz hing noch in der Luft, als die letzten Fahrradfahrer in Kepala Batas ihre Runde beendeten und der Duft von Durian über dem Fluss lag.
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | +0.30 | aligned |
The South Asian parliament updates drug and cyber laws, turning an international observance into routine legislative business.
The bloc normalizes the anti-drug day by reducing it to a technical parliamentary matter, avoiding any celebratory or alarmist tone.
No mention of the durian, bicycle, or execution demand symbols that appear in other Asian coverage.
Iran dedicates its coverage to security, projects, and state figures, leaving the anti-drug day off the media agenda.
The bloc omits the observance entirely, implicitly asserting that national sovereignty matters more than global campaigns.
No event related to the day is reported, while other Asian blocs cover it, albeit differently.
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