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Wirtschaft & MärkteDonnerstag, 2. Juli 2026

Argentinien durchbricht die Zwei-Prozent-Marke – andere Schwellenländer verzeichnen gegenläufige Preistrends

Während in Buenos Aires die monatliche Teuerung erstmals seit zehn Monaten unter zwei Prozent sinken dürfte, steigen die Inflationsraten in Jakarta und Accra aufgrund administrierter Preise und Dienstleistungen.

Die Inflationslandschaft in den Schwellenländern zeigt im Juni ein gespaltenes Bild. In Argentinien verdichten sich die Anzeichen, dass die monatliche Teuerung erstmals seit August 2025 die Schwelle von zwei Prozent unterschreitet. Sowohl die Regierung als auch führende private Prognoseinstitute wie EcoGo, Equilibra und die Fundación Libertad y Progreso sehen den Index zwischen 1,8 und 1,9 Prozent. Dies wäre der dritte monatliche Rückgang in Folge und würde den Abstand zum Höchstwert vom März weiter vergrößern. Zeitgleich melden Indonesien und Ghana steigende Jahresinflationsraten, die auf jeweils unterschiedliche Kostentreiber zurückgehen.

Die erwartete Abschwächung in Argentinien wird vor allem auf eine Beruhigung der Nahrungsmittelpreise – insbesondere bei Fleisch –, die anhaltende Wechselkursstabilität sowie saisonale Effekte bei Bekleidung zurückgeführt. Der Präsidialsprecher Adrián Ravier sprach von einer möglichen Überwindung der Inflationsdynamik. Ökonomen wie Santiago Casas dämpfen indes die Erwartungen: Selbst ein Wert um 1,9 Prozent bedeute keinen Rückgang des Preisniveaus, sondern lediglich ein langsameres Ansteigen. Zudem verweisen sie auf methodische Schwächen bei der Erfassung informeller Einkommen, die das tatsächliche Kaufkraftbild verzerren könnten. Das offizielle Ergebnis wird am 14. Juli erwartet.

In Indonesien stieg die Jahresteuerung im Juni auf 3,34 Prozent, nach 3,08 Prozent im Mai. Bank Indonesia führt den Anstieg maßgeblich auf die Anhebung der Preise für nicht subventionierte Kraftstoffe und Flugturbinenkraftstoff zurück, die im Zuge hoher globaler Energiekosten durchschlug. Die Kerninflation blieb mit 2,76 Prozent stabil, während die Notenbank betont, dass sich die Gesamtteuerung noch innerhalb des Zielkorridors von 2,5 plus/minus einem Prozent bewege. In Ghana kletterte die Inflationsrate von 3,7 auf 5,3 Prozent. Anders als in Jakarta sind es hier vor allem Dienstleistungen – Transporttarife, Mieten und Schulgebühren –, die den Preisdruck tragen. Die Nahrungsmittelinflation zog nur leicht auf 3,9 Prozent an, während die Teuerung bei importierten Gütern mit 2,3 Prozent moderat blieb.

Ein differenziertes Bild liefert der brasilianische Ballungsraum São Paulo. Der IPC-Fipe stieg im Juni um 0,18 Prozent, nach 0,45 Prozent im Mai. Die Zwölfmonatsrate liegt bei 3,92 Prozent. Während die Komponenten Wohnen und Nahrungsmittel an Dynamik verloren, zogen Transport, Gesundheit und Bekleidung an. Die Entwicklung zeigt, dass selbst innerhalb eines Landes die Preistreiber sektoral stark variieren können.

Für die kommenden Monate richten sich die Blicke auf die geldpolitischen Reaktionen. In Argentinien wird die Bestätigung des Unterschreitens der Zwei-Prozent-Marke als Test für die Glaubwürdigkeit des Desinflationspfads gewertet. In Indonesien und Ghana dürften die Notenbanken die Transmission administrierter Preise auf die Kerninflation genau beobachten. Der nächste faktenbasierte Meilenstein ist die Veröffentlichung der offiziellen Juni-Daten durch das INDEC in Buenos Aires am 14. Juli.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Lateinamerikanische PresseSubsaharisch-afrikanische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
PragmatismusDistanz

Die argentinische Inflation im Juni wird voraussichtlich unter 2 % fallen, den niedrigsten Stand seit August 2025. Regierung und private Berater stimmen in einer Schätzung zwischen 1,8 % und 1,9 % überein, was auf eine Festigung des Disinflationsprozesses hindeutet. Der Fokus liegt auf dem Durchbrechen der Inflationsdynamik, mit vorsichtigem Optimismus für das zweite Halbjahr.

Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
PragmatismusDistanz

Die Inflation in Ghana stieg im Juni auf 5,3 %, angetrieben durch Transportkosten, Mieten und Schulgebühren. Trotz des monatlichen Anstiegs liegt die Rate weit unter den 13,7 % des Vorjahres, was auf eine allgemeine Entspannung des Preisdrucks hindeutet. Die Dienstleistungskosten bleiben jedoch hartnäckig.

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Donnerstag, 2. Juli 2026

Argentinien durchbricht die Zwei-Prozent-Marke – andere Schwellenländer verzeichnen gegenläufige Preistrends

Während in Buenos Aires die monatliche Teuerung erstmals seit zehn Monaten unter zwei Prozent sinken dürfte, steigen die Inflationsraten in Jakarta und Accra aufgrund administrierter Preise und Dienstleistungen.

Die Inflationslandschaft in den Schwellenländern zeigt im Juni ein gespaltenes Bild. In Argentinien verdichten sich die Anzeichen, dass die monatliche Teuerung erstmals seit August 2025 die Schwelle von zwei Prozent unterschreitet. Sowohl die Regierung als auch führende private Prognoseinstitute wie EcoGo, Equilibra und die Fundación Libertad y Progreso sehen den Index zwischen 1,8 und 1,9 Prozent. Dies wäre der dritte monatliche Rückgang in Folge und würde den Abstand zum Höchstwert vom März weiter vergrößern. Zeitgleich melden Indonesien und Ghana steigende Jahresinflationsraten, die auf jeweils unterschiedliche Kostentreiber zurückgehen.

Die erwartete Abschwächung in Argentinien wird vor allem auf eine Beruhigung der Nahrungsmittelpreise – insbesondere bei Fleisch –, die anhaltende Wechselkursstabilität sowie saisonale Effekte bei Bekleidung zurückgeführt. Der Präsidialsprecher Adrián Ravier sprach von einer möglichen Überwindung der Inflationsdynamik. Ökonomen wie Santiago Casas dämpfen indes die Erwartungen: Selbst ein Wert um 1,9 Prozent bedeute keinen Rückgang des Preisniveaus, sondern lediglich ein langsameres Ansteigen. Zudem verweisen sie auf methodische Schwächen bei der Erfassung informeller Einkommen, die das tatsächliche Kaufkraftbild verzerren könnten. Das offizielle Ergebnis wird am 14. Juli erwartet.

In Indonesien stieg die Jahresteuerung im Juni auf 3,34 Prozent, nach 3,08 Prozent im Mai. Bank Indonesia führt den Anstieg maßgeblich auf die Anhebung der Preise für nicht subventionierte Kraftstoffe und Flugturbinenkraftstoff zurück, die im Zuge hoher globaler Energiekosten durchschlug. Die Kerninflation blieb mit 2,76 Prozent stabil, während die Notenbank betont, dass sich die Gesamtteuerung noch innerhalb des Zielkorridors von 2,5 plus/minus einem Prozent bewege. In Ghana kletterte die Inflationsrate von 3,7 auf 5,3 Prozent. Anders als in Jakarta sind es hier vor allem Dienstleistungen – Transporttarife, Mieten und Schulgebühren –, die den Preisdruck tragen. Die Nahrungsmittelinflation zog nur leicht auf 3,9 Prozent an, während die Teuerung bei importierten Gütern mit 2,3 Prozent moderat blieb.

Ein differenziertes Bild liefert der brasilianische Ballungsraum São Paulo. Der IPC-Fipe stieg im Juni um 0,18 Prozent, nach 0,45 Prozent im Mai. Die Zwölfmonatsrate liegt bei 3,92 Prozent. Während die Komponenten Wohnen und Nahrungsmittel an Dynamik verloren, zogen Transport, Gesundheit und Bekleidung an. Die Entwicklung zeigt, dass selbst innerhalb eines Landes die Preistreiber sektoral stark variieren können.

Für die kommenden Monate richten sich die Blicke auf die geldpolitischen Reaktionen. In Argentinien wird die Bestätigung des Unterschreitens der Zwei-Prozent-Marke als Test für die Glaubwürdigkeit des Desinflationspfads gewertet. In Indonesien und Ghana dürften die Notenbanken die Transmission administrierter Preise auf die Kerninflation genau beobachten. Der nächste faktenbasierte Meilenstein ist die Veröffentlichung der offiziellen Juni-Daten durch das INDEC in Buenos Aires am 14. Juli.

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Die argentinische Inflation im Juni wird voraussichtlich unter 2 % fallen, den niedrigsten Stand seit August 2025. Regierung und private Berater stimmen in einer Schätzung zwischen 1,8 % und 1,9 % überein, was auf eine Festigung des Disinflationsprozesses hindeutet. Der Fokus liegt auf dem Durchbrechen der Inflationsdynamik, mit vorsichtigem Optimismus für das zweite Halbjahr.

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Die Inflation in Ghana stieg im Juni auf 5,3 %, angetrieben durch Transportkosten, Mieten und Schulgebühren. Trotz des monatlichen Anstiegs liegt die Rate weit unter den 13,7 % des Vorjahres, was auf eine allgemeine Entspannung des Preisdrucks hindeutet. Die Dienstleistungskosten bleiben jedoch hartnäckig.

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