
Real Madrid dementiert Enzo-Fernández-Gerüchte – ein ungewöhnlicher Schritt
Mit einer offiziellen Mitteilung hat Real Madrid jegliches Interesse am argentinischen Mittelfeldspieler zurückgewiesen und damit auf Spekulationen reagiert, die dessen Berater befeuert hatte.
Real Madrid hat am Freitagvormittag eine offizielle Erklärung veröffentlicht, die in der Transferberichterstattung selten ist: Der spanische Rekordmeister dementierte kategorisch, eine Verpflichtung von Enzo Fernández anzustreben. Man habe „weder direkt noch indirekt irgendeine Bemühung unternommen, die auf eine Verpflichtung des genannten Spielers abzielt“, und hege auch nicht die Absicht, ein solches Geschäft zu tätigen. Der ungewöhnliche Schritt erfolgte, nachdem in den Tagen zuvor Meldungen über ein angebliches Interesse kursiert waren und der Berater des 25-Jährigen, der frühere argentinische Nationalspieler Javier Pastore, in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung Marca erklärt hatte, man prüfe Möglichkeiten für einen Abschied vom FC Chelsea und Fernández möge Madrid.
Auslöser der Dementi-Offensive war eine Gemengelage aus medialen Berichten und Aussagen Pastores. Dieser hatte betont, Fernández sei eng mit dem bei Atlético Madrid spielenden Julián Álvarez befreundet und verbringe viel Zeit in der spanischen Hauptstadt. „Wem gefällt Madrid nicht?“, fragte Pastore rhetorisch und nährte damit Spekulationen, die in englischen und spanischen Medien bereits seit Wochen zirkulierten. Real Madrid sah sich daraufhin genötigt, nicht nur das fehlende Interesse zu betonen, sondern auch die „ausgezeichnete institutionelle Beziehung“ zum FC Chelsea herauszustellen. Aus Respekt vor dem Londoner Klub und aus „institutioneller Loyalität“ müsse man unbegründeten Spekulationen entgegentreten, hieß es in der Mitteilung, die auf der Vereinswebsite veröffentlicht wurde.
Der FC Chelsea, der Fernández im Januar 2023 für umgerechnet rund 120 Millionen Euro von Benfica Lissabon verpflichtet hatte, bestätigte seinerseits, keine offizielle Anfrage aus Madrid erhalten zu haben. Der Mittelfeldspieler, der mit der argentinischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 im Einsatz ist, steht in London noch bis 2032 unter Vertrag. In englischen Medienberichten wird der Marktwert des Weltmeisters von 2022 auf etwa 120 Millionen Pfund taxiert – eine Summe, die Real Madrid nach eigenem Bekunden nicht zu zahlen bereit ist. Beobachter in London werten die Klarstellung daher als endgültige Absage an einen Transfer in diesem Sommer.
Unabhängig von der Causa Fernández nimmt der europäische Transfermarkt weiter Fahrt auf. In Italien verdichten sich die Anzeichen, dass der AC Mailand kurz vor der Verpflichtung von Mario Gila steht. Der 25-jährige Innenverteidiger von Lazio Rom soll für eine Ablösesumme zwischen 25 und 30 Millionen Euro zu den Rossoneri wechseln und dort einen Fünfjahresvertrag erhalten. Mailänder Medien berichten, der Klub habe sich gegen das Interesse des SSC Neapel durchgesetzt, wo Trainer Massimiliano Allegri den Spanier ebenfalls auf dem Wunschzettel gehabt haben soll. Der Transfer wäre nach Gonçalo Ramos der zweite namhafte Zugang für den neuen Trainer Rúben Amorim.
Für Enzo Fernández bedeutet das Dementi aus Madrid, dass ein viel diskutierter Fluchtweg aus London vorerst versperrt ist. Der Spieler selbst hatte in der Vergangenheit Sympathien für ein Leben in Madrid erkennen lassen, war dafür aber vereinsintern gerügt worden. Chelsea erwartet den Mittelfeldakteur nach dem WM-Turnier zur Saisonvorbereitung zurück. Die Madrider Erklärung dürfte die Spekulationen um seine Person jedoch nicht vollständig beenden, zumal Pastore betonte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Die nächste konkrete sportliche Station für Fernández ist das Achtelfinale der Weltmeisterschaft mit Argentinien.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Während sich Argentinien auf ein WM-Spiel vorbereitete, überraschte Real Madrid mit einer ungewöhnlichen Stellungnahme, in der jegliches Interesse an Enzo Fernández dementiert wurde. Das Dementi folgte, nachdem Berater Pastore Gespräche und die Bereitschaft des Spielers zu einem Wechsel eingeräumt hatte. Es wirkte wie ein präventiver Schlag gegen ein zu laut gewordenes Gerücht.
Real Madrid veröffentlichte eine offizielle Stellungnahme, um Spekulationen über einen Transfer von Enzo Fernández zu beenden. Der Klub stellte klar, dass weder direkte noch indirekte Bemühungen unternommen wurden und keine Absicht besteht, den Deal zu verfolgen. Das Dementi erfolgte nach Äußerungen des Spielerberaters gegenüber einer spanischen Sportzeitung.
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