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Medien & UnterhaltungFreitag, 3. Juli 2026

Die letzten Tage des Lord Humungus: Kjell Nilsson mit 76 Jahren gestorben

Der schwedische Gewichtheber und Schauspieler, der als maskierter Bösewicht in George Millers Kultfilm Weltruhm erlangte, starb nach langer Krankheit in Australien – umgeben von Frieden und Dankbarkeit.

In seinen letzten Tagen, so berichtet es die Familie, war Kjell Nilsson erfüllt von Freude, Dankbarkeit und Frieden. Der Mann, der einst als Lord Humungus in „Mad Max 2“ eine der furchteinflößendsten Gestalten der Filmgeschichte verkörperte, hatte nach viereinhalb Jahren des Kampfes gegen ein terminales Nierenleiden die Entscheidung getroffen, die Dialyse abzubrechen. Es war ein Sonntag, an dem er, nach langem Nachdenken, die Kontrolle über seinen Schmerz und seinen Körper zurückgewann. Wenige Tage später, am 2. Juli, schlief er in seinem Haus in Queensland friedlich ein, umgeben von seinen Kindern. „Er hat es auf seine Weise getan“, schrieben die Angehörigen in einer Mitteilung auf Facebook.

Der Weg zu dieser einen, alles überstrahlenden Rolle war ein Umweg über die Schwerathletik. Nilsson, 1949 in Göteborg geboren, gehörte zur schwedischen Olympiamannschaft und reiste 1980 als Trainer nach Australien, um Athleten auf die Spiele in Moskau vorzubereiten. Dort begegnete er der Schauspielerin Kate Ferguson, die er wenig später heiratete und die ihn dazu überredete, sich dem Film zuzuwenden. Seine imposante Physis – das Ergebnis jahrelangen Gewichthebens – machte ihn zur Idealbesetzung für den Anführer einer marodierenden Bande in George Millers postapokalyptischem Epos. Mit der markanten Hockeymaske und dem ölverschmierten Oberkörper wurde Lord Humungus 1981 zu einer Ikone des Actionkinos, die bis heute in der Populärkultur nachhallt.

Nilssons Filmografie blieb schmal. Nach „Mad Max 2“ folgten kleinere Auftritte in Produktionen wie „The Pirate Movie“ (1982) oder „The Edge of Power“ (1989), doch keine erreichte die Wucht jenes einen Auftritts. Er zog sich zurück, arbeitete für ein australisches Softwareunternehmen und widmete sich dem Krafttraining, mit dem er viele inspirierte. Erst 2023, nach 34 Jahren Leinwandabstinenz, kehrte er für den Independent-Film „Howlin‘ Refrain“ noch einmal vor die Kamera zurück. Die Rolle des Lord Humungus aber blieb sein Vermächtnis – ein Schreckensbild, das in den Köpfen mehrerer Generationen weiterlebt.

Dass Nilsson überhaupt so alt wurde, grenzt an ein Wunder, das er sich selbst erkämpfte. Vor rund vierzig Jahren hatten ihm Ärzte geraten, beide Beine amputieren zu lassen; mit eisernem Training brachte er sich das Gehen wieder bei und galt in medizinischen Kreisen als „wandelndes Wunder“. Auch als ihm 2022 prophezeit wurde, er werde Weihnachten nicht mehr erleben, widerlegte er die Prognose und feierte noch vier weitere Feste mit den Menschen, die er liebte. In der Erinnerung bleibt nicht nur der maskierte Schrecken der Leinwand, sondern auch das Bild eines Mannes, der seinen letzten Weg mit derselben stillen Entschlossenheit ging, die ihn einst durch die Einöde der Fantasie schreiten ließ.

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Die letzten Tage des Lord Humungus: Kjell Nilsson mit 76 Jahren gestorben

Der schwedische Gewichtheber und Schauspieler, der als maskierter Bösewicht in George Millers Kultfilm Weltruhm erlangte, starb nach langer Krankheit in Australien – umgeben von Frieden und Dankbarkeit.

In seinen letzten Tagen, so berichtet es die Familie, war Kjell Nilsson erfüllt von Freude, Dankbarkeit und Frieden. Der Mann, der einst als Lord Humungus in „Mad Max 2“ eine der furchteinflößendsten Gestalten der Filmgeschichte verkörperte, hatte nach viereinhalb Jahren des Kampfes gegen ein terminales Nierenleiden die Entscheidung getroffen, die Dialyse abzubrechen. Es war ein Sonntag, an dem er, nach langem Nachdenken, die Kontrolle über seinen Schmerz und seinen Körper zurückgewann. Wenige Tage später, am 2. Juli, schlief er in seinem Haus in Queensland friedlich ein, umgeben von seinen Kindern. „Er hat es auf seine Weise getan“, schrieben die Angehörigen in einer Mitteilung auf Facebook.

Der Weg zu dieser einen, alles überstrahlenden Rolle war ein Umweg über die Schwerathletik. Nilsson, 1949 in Göteborg geboren, gehörte zur schwedischen Olympiamannschaft und reiste 1980 als Trainer nach Australien, um Athleten auf die Spiele in Moskau vorzubereiten. Dort begegnete er der Schauspielerin Kate Ferguson, die er wenig später heiratete und die ihn dazu überredete, sich dem Film zuzuwenden. Seine imposante Physis – das Ergebnis jahrelangen Gewichthebens – machte ihn zur Idealbesetzung für den Anführer einer marodierenden Bande in George Millers postapokalyptischem Epos. Mit der markanten Hockeymaske und dem ölverschmierten Oberkörper wurde Lord Humungus 1981 zu einer Ikone des Actionkinos, die bis heute in der Populärkultur nachhallt.

Nilssons Filmografie blieb schmal. Nach „Mad Max 2“ folgten kleinere Auftritte in Produktionen wie „The Pirate Movie“ (1982) oder „The Edge of Power“ (1989), doch keine erreichte die Wucht jenes einen Auftritts. Er zog sich zurück, arbeitete für ein australisches Softwareunternehmen und widmete sich dem Krafttraining, mit dem er viele inspirierte. Erst 2023, nach 34 Jahren Leinwandabstinenz, kehrte er für den Independent-Film „Howlin‘ Refrain“ noch einmal vor die Kamera zurück. Die Rolle des Lord Humungus aber blieb sein Vermächtnis – ein Schreckensbild, das in den Köpfen mehrerer Generationen weiterlebt.

Dass Nilsson überhaupt so alt wurde, grenzt an ein Wunder, das er sich selbst erkämpfte. Vor rund vierzig Jahren hatten ihm Ärzte geraten, beide Beine amputieren zu lassen; mit eisernem Training brachte er sich das Gehen wieder bei und galt in medizinischen Kreisen als „wandelndes Wunder“. Auch als ihm 2022 prophezeit wurde, er werde Weihnachten nicht mehr erleben, widerlegte er die Prognose und feierte noch vier weitere Feste mit den Menschen, die er liebte. In der Erinnerung bleibt nicht nur der maskierte Schrecken der Leinwand, sondern auch das Bild eines Mannes, der seinen letzten Weg mit derselben stillen Entschlossenheit ging, die ihn einst durch die Einöde der Fantasie schreiten ließ.

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