
Baukostendruck und Mietmarktregulierung spalten globale Wohnungsmärkte
Steigende Baukosten überholen vielerorts die Preise im Bestand, während Gesetzgeber mit neuen Mieterschutzregeln und undurchsichtigen Renditevorgaben die Märkte weiter verformen.
In den Wohnungsmärkten Argentiniens und Frankreichs hat sich eine Schere geöffnet, die das Neubaugeschäft lähmt. Nach Angaben der Bauwirtschaft (Apymeco) liegt der lokale Quadratmeterpreis bei umgerechnet rund 1.450 US-Dollar, während gebrauchte Eigentumswohnungen für 1.300 bis 1.500 Dollar gehandelt werden. Die Wiederbeschaffungskosten übersteigen damit den Marktwert, sodass Entwickler mit überlangen Finanzierungen (bis zu 48 Monatsraten) Käufer anlocken. In Frankreich brachen die Transaktionen im Bestand um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorquartal ein, die Preise gaben aber nur minimal nach. Auch dort kann die Produktionskostenspirale bei Material und Personal nicht an die Abnehmer weitergegeben werden; die öffentlichen Fördermittel federn die Nachfrage zwar ab, schließen die Lücke jedoch nicht.
Dieser Angebotsengpass trifft auf eine gesetzgeberische Aktivität, die Mieter stärkt und Eigentümer einengt. In Spanien schreibt die Ley de Arrendamientos Urbanos eine Mindestmietdauer von fünf Jahren vor – selbst wenn der Vertrag kürzer läuft. Der Vermieter kann die Immobilie nur bei nachgewiesenem Eigenbedarf oder schweren Verstößen vorzeitig zurückerhalten. In der Schweiz hat sich der «Buy-to-let»-Markt zu einem bürokratisch überwölbten Feld entwickelt: Jeder neue Mieter kann den Anfangsmietzins anfechten, sobald ein Aufschlag von zehn Prozent gegenüber dem Vormietvertrag besteht. Vor den Schlichtungsstellen stieg die Zahl der Verfahren zuletzt auf rund 1.300 landesweit. Die geforderte «Orts- und Quartierüblichkeit» lässt sich gerichtsfest kaum nachweisen, weil administrative Quartiersgrenzen die Auswahl vergleichbarer Wohnungen beschränken.
Außereuropäische Rechtsordnungen setzen andere Akzente. Indien ermöglicht Arbeitnehmern unter dem alten Steuerregime einen Freibetrag für gezahlte Hausmiete (House Rent Allowance), der je nach Stadtkategorie bis zu 50 Prozent des Gehalts betragen kann. Gleichzeitig definiert der Model Tenancy Act 2021 präzise Räumungsgründe: Bleibt der Mieter nach Ablauf des Mietverhältnisses, verdoppelt sich die Monatsmiete für zwei Monate, danach vervierfacht sie sich. Nichtzahlung der Miete über zwei aufeinanderfolgende Monate berechtigt den Vermieter zur Klage vor dem Rent Court, sofern der Mieter nicht innerhalb eines Monats nach Mahnung sämtliche Außenstände begleicht.
Für die Märkte in Europa bleibt die Schere zwischen Bau- und Bestandspreisen das zentrale Risiko. In Argentinien rechnen Marktbeobachter damit, dass sich die Lücke verengen könnte, wenn die Baupreise inflationär weiterziehen und gleichzeitig gebrauchte Immobilien aufholen. Die nächste Belastungsprobe steht bevor, sobald die Zentralbanken ihre Leitzinsen anpassen und damit die Finanzierungskonditionen für Entwickler und private Bauherren neu justieren.
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
The taxpayer should leverage HRA to reduce their tax burden before the deadline.
The article simplifies tax rules into immediately applicable tips, making the tax benefit appear obvious and urgent.
The gap between new and secondary housing prices, which is the central theme of the original story, is not mentioned.
The tenant has the right to stay up to 5 years, by law, regardless of what was signed.
The authority of the law is invoked to present tenant protection as indisputable and overriding the contract.
The impact of this regulation on new construction supply or on the price gap is not discussed.
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