
Ein Video, zwei Jahre Stille: Justin Baldoni und seine Frau sprechen über den „traumatischen“ Rechtsstreit mit Blake Lively
In einem Instagram-Video brechen der Schauspieler und seine Frau Emily erstmals ihr Schweigen – sie sprechen von Schmerz, Unrecht und einer Dankbarkeit, die sie gerettet habe.
Das Bild war von fast schlichter Intimität: Justin Baldoni und seine Frau Emily sitzen nebeneinander, die Kamera nah, kein aufwendiges Setting. In dem knapp fünfminütigen Video, das sie am Mittwochabend auf Instagram veröffentlichten, lächeln sie zuweilen, doch die Worte sind schwer. „Wir haben den größten Teil der letzten zwei Jahre nicht öffentlich gesprochen“, beginnt Baldoni, „und das nicht, weil wir nichts zu sagen gehabt hätten – weiß Gott, das hatten wir.“ Es sei, so Emily, nie der richtige Moment gewesen. Nun, nach der außergerichtlichen Einigung mit Blake Lively, sei dieser Moment gekommen. Die Sätze, die folgen, sind getragen von einer Mischung aus Erschöpfung, Erleichterung und dem Versuch, das Unfassbare zu fassen.
Der Konflikt, der im Dezember 2024 mit einer Klage Livelys wegen sexueller Belästigung am Set von „It Ends With Us“ begann, hatte sich zu einem der meistbeachteten Rechtsstreite Hollywoods ausgeweitet. Baldoni wies die Vorwürfe stets zurück und reichte seinerseits eine Verleumdungsklage in Höhe von 400 Millionen Dollar gegen Lively und ihren Ehemann Ryan Reynolds ein. Ein Bundesrichter verwarf im April den Großteil von Livelys Ansprüchen, darunter die Belästigungsvorwürfe, und wies später auch Baldonis Gegenklage ab. Übrig blieben Vorwürfe der Vergeltung, die schließlich im Mai durch einen Vergleich beigelegt wurden – ohne finanzielle Entschädigung, wie Baldonis Anwalt betonte. Einzig ein Streit über Anwaltskosten in Millionenhöhe schwelt weiter.
Was das Paar nun in die Öffentlichkeit trägt, ist weniger eine juristische Abrechnung als eine seelische Bestandsaufnahme. „Dankbarkeit hat uns gerettet“, sagt Justin Baldoni, und Emily ergänzt, diese Dankbarkeit mache „das Unrecht und den Schmerz, den wir in den letzten Jahren gefühlt haben, nicht ungeschehen“. Sie ringt mit der Frage, wie so etwas geschehen konnte, „noch dazu getarnt als Kampf für Frauen“. Die Wortwahl ist kein Zufall: Sie adressiert eine zentrale Spannung des Falles, der von Beginn an in den sozialen Medien entlang der Bruchlinien von Glaubwürdigkeit, Macht und Geschlecht verhandelt wurde. Baldoni selbst erklärt, man habe dem „Lärm“ nicht noch mehr hinzufügen wollen und stattdessen auf den Rechtsweg vertraut. „Die Wahrheit und die Fakten haben für sich selbst gesprochen“, sagt Emily, „und hier sind wir.“
Die Resonanz auf das Video war international. Von der BBC über die italienische „Il Fatto Quotidiano“ bis zur brasilianischen „CNN Brasil“ griffen Medien das erste öffentliche Statement des Paares auf. In den Kommentarspalten mischten sich Anteilnahme und Skepsis, während Livelys Anwälte zunächst keine Stellungnahme abgaben. Die Baldonis wiederum richten den Blick nach vorn, auf das Private. „Wir heilen“, sagt Justin, und beschreibt einen nicht-linearen Prozess, der jeden Tag anders aussehe. Die Familie, die Freunde, der Glaube – das sei es, was wirklich zähle.
Am Ende des Videos bleibt ein Satz von Emily Baldoni im Raum, der wie ein leises Versprechen klingt: „Es gibt noch so viel mehr zu sagen, und diese Zeit wird kommen.“ Vorläufig aber, so die beiden, wolle man sich auf die Kinder und das Leben konzentrieren. Das letzte Bild ist kein triumphales, sondern eines der Zurückgezogenheit – eine Familie, die nach Jahren der öffentlichen Zerrissenheit versucht, die eigene Erzählung wieder in die Hand zu nehmen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
The Baldonis assert their version of events, presenting themselves as victims of injustice and thanking for support.
The narrative relies on the authority of personal testimony and emotional language to create empathy, avoiding addressing Lively's specific allegations.
They convey that they are victims of injustice and are in a healing process.
Uses emotional and personal language to build sympathy, without mentioning the details of Lively's allegations.
The Baldonis present themselves as victims of injustice and thank for support.
Appeal to emotion and the authority of personal experience to validate their version.
The Baldonis claim that the facts are on their side and that they have endured trauma.
Using the phrase 'facts spoke for themselves' to imply objective truth without presenting evidence.
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