
USA und Indien vor Handelsabkommen und Trump-Besuch
Außenminister Rubio kündigt eine Präsidentenvisite für Anfang 2027 an und sieht die bilateralen Handelsgespräche auf der Zielgeraden.
Die Vereinigten Staaten und Indien stehen nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio unmittelbar vor dem Abschluss eines bilateralen Handelsabkommens und bereiten zugleich einen Besuch von Präsident Donald Trump in Neu-Delhi für das erste Quartal 2027 vor. Rubio erklärte in einem Interview mit der indischen Nachrichtenagentur IANS, die Verhandlungen befänden sich „auf den letzten Metern“, und er selbst werde noch in diesem Jahr nach Indien reisen, um die präsidiale Visite vorzubereiten. Aus Washingtoner Sicht unterstreicht die geplante Reise die strategische Bedeutung der Partnerschaft im Indo-Pazifik, während in Neu-Delhi die Erwartung formuliert wird, dass ein Abkommen indischen Exporteuren einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Vietnam oder Bangladesch sichern müsse.
Die Gespräche über das Handelsabkommen waren zuletzt bei einem Treffen des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mit dem indischen Handelsminister Piyush Goyal in Neu-Delhi vorangekommen. Nach indischen Regierungsangaben sind nur noch wenige Punkte offen, wobei die endgültige Formulierung des Vertragstextes im Mittelpunkt stehe. Die indische Seite knüpft das Inkrafttreten des Abkommens an die Bedingung, dass es einen spürbaren Zollvorteil gegenüber anderen Lieferländern gewährt. Für Washington wiederum steht die Öffnung des indischen Marktes für amerikanische Energie-, Technologie- und Agrarprodukte im Vordergrund, ebenso wie das geopolitische Ziel, Lieferketten unabhängiger von China zu gestalten.
Parallel zu den Handelsgesprächen bemüht sich die US-Regierung um eine Beruhigung in der Visa-Frage. US-Botschafter Sergio Gor betonte, die von der Trump-Administration vorgenommenen Änderungen am H-1B-Programm richteten sich nicht gezielt gegen Indien, sondern seien Teil einer umfassenden Reform des Einwanderungssystems. Er verwies auf die gemeinsame Haltung beider Regierungen gegen illegale Migration. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums entfielen im Fiskaljahr 2025 rund 70 Prozent der H-1B-Genehmigungen auf indische Staatsangehörige, was die hohe Betroffenheit des Landes erklärt. Die US-Botschaft in Indien zählt nach wie vor zu den auslastungsstärksten Vertretungen weltweit.
Die Beziehungen zwischen Washington und Neu-Delhi waren im vergangenen Jahr durch hohe US-Zölle auf indische Importe sowie durch Spannungen wegen indischer Ölimporte aus Russland und der US-Annäherung an Pakistan belastet. Beide Seiten verweisen nun auf das persönliche Verhältnis zwischen Trump und Premierminister Narendra Modi als stabilisierenden Faktor. Rubio bezeichnete die Beziehung als „fantastisch“ und kündigte ein baldiges weiteres Treffen der Quad-Staaten an. Mit dem für die kommenden Wochen erwarteten Abschluss des Handelsabkommens und der für den Jahreswechsel geplanten Reise Rubios nach Indien verdichten sich die Anzeichen für eine taktische Neujustierung des bilateralen Verhältnisses.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Trump-Regierung arbeitet an einem Präsidentenbesuch in Indien Anfang nächsten Jahres, um die Beziehungen nach einer Phase handelspolitischer und geopolitischer Spannungen zu kitten. Ein bilaterales Handelsabkommen steht kurz vor dem Abschluss und könnte die Beziehungen zwischen den beiden großen Volkswirtschaften neu ausrichten. Die Reise hat sowohl diplomatische Symbolik als auch handfeste wirtschaftliche Bedeutung.
Die persönliche Chemie zwischen Trump und Modi ist auf einem Höchststand, die Beziehungen werden als 'kaum enger möglich' beschrieben. Ein Handelsabkommen steht unmittelbar bevor, und Trumps Besuch Anfang nächsten Jahres wird die fantastische Partnerschaft unterstreichen. Die Beziehung wird von tiefem gegenseitigem Vertrauen und strategischer Übereinstimmung getragen.
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