
Separatisten bekennen sich zu tödlichem Angriff auf US-Piloten in Papua
Die westpapuanische Unabhängigkeitsbewegung TPNPB reklamiert die Tötung eines amerikanischen Piloten und die Brandstiftung an seinem Flugzeug für sich – als Botschaft an Washington und Jakarta.
Am Morgen des 2. Juli 2026 ist ein Flugzeug des indonesischen Unternehmens PT AMA auf dem Flugfeld von Balinggama in der Provinz Papua Pegunungan in Brand gesetzt worden. Der Pilot, der 29-jährige US-Bürger Nicholas F. Goselin, kam dabei ums Leben. Die sieben einheimischen Passagiere an Bord blieben nach ersten Angaben unverletzt. Die Maschine vom Typ Pilatus war auf einem Inlandsflug von Wamena unterwegs und hatte kurz zuvor planmäßig auf dem abgelegenen Hochland-Flugplatz aufgesetzt, ehe die Kommunikation abbrach.
Die Westpapua-Nationale Befreiungsarmee (TPNPB) bekannte sich über ihren Sprecher Sebby Sambom zu der Tat. In einer Erklärung hieß es, man habe den Piloten gezielt erschossen und das Flugzeug anschließend angezündet. Aus Sicht der Gruppe habe die Maschine wiederholt indonesisches Militärpersonal und Logistik in die Region gebracht und damit ein von der TPNPB verhängtes Flugverbot für zivile Maschinen in ihren Operationsgebieten missachtet. Der Angriff sei eine „Botschaft“ an die Regierungen in Jakarta und Washington, die es versäumt hätten, die Ursachen des seit 64 Jahren schwelenden Konflikts anzugehen. Die TPNPB forderte internationale Verhandlungen unter Beteiligung der Vereinten Nationen und drohte mit weiteren Angriffen auf zivile Luftfahrzeuge, die sie der Unterstützung indonesischer Militäroperationen bezichtigt.
Die indonesischen Sicherheitsbehörden bestätigten den Brand des Flugzeugs und den Tod des Piloten, äußerten sich jedoch zurückhaltend zur Urheberschaft. Der Sprecher der gemeinsamen Polizei-Militär-Operation Damai Cartenz, Kombes Yusuf Sutejo, erklärte, man gehe dem Verdacht nach, dass bewaffnete kriminelle Gruppen (KKB) hinter der Tat stünden, doch stehe eine forensische Untersuchung am Tatort noch aus. Das Verkehrsministerium in Jakarta teilte mit, vor dem Abflug habe es keine Hinweise auf eine angespannte Sicherheitslage gegeben; die Wetterbedingungen seien gut gewesen. Die US-Botschaft in Jakarta gab zunächst keine Stellungnahme ab.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Gewaltakten gegen zivile Piloten in der schwer zugänglichen Region ein. Im Februar 2023 hatte die TPNPB einen neuseeländischen Piloten der Susi Air entführt und erst im September 2024 freigelassen. Im August 2024 wurde ein weiterer neuseeländischer Pilot nach der Landung in einem abgelegenen Dorf erschossen. Die Maschine der PT AMA war nach Polizeiangaben das einzige regelmäßige Transportmittel für die Bevölkerung von Balinggama und wurde auch für humanitäre und kirchliche Missionen genutzt. Der Flugplatz liegt auf 2.292 Metern Höhe und ist ausschließlich auf dem Luftweg erreichbar.
Die Evakuierung des Leichnams musste wegen schlechten Wetters auf den 3. Juli verschoben werden. Ein Team aus etwa drei Zügen Sicherheitskräften soll dann den Tatort untersuchen und Beweise sichern. Die indonesische Regierung kündigte eine enge Abstimmung mit den Betreibern, den lokalen Behörden und den Sicherheitsorganen an, um die genauen Umstände zu klären und die Versorgung der abgeschnittenen Bevölkerung sicherzustellen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine bewaffnete kriminelle Gruppe setzte ein Flugzeug in Brand, das für humanitäre Missionen in Papua genutzt wurde, und tötete den amerikanischen Piloten. Die indonesischen Behörden verurteilen den Angriff als barbarischen Akt gegen eine isolierte Gemeinschaft, die auf diese Luftverbindung angewiesen war. Die Ermittlungen laufen, und die Bergung der Leiche wird durch schlechtes Wetter behindert.
Papuanische Separatisten bekennen sich zur Tötung eines amerikanischen Piloten und zur Brandstiftung an einem Zivilflugzeug und bezeichnen den Angriff als Botschaft an die USA und Indonesien. Die Gruppe wirft dem Flugzeug vor, indonesische Truppen in ein Konfliktgebiet transportiert zu haben. Die indonesischen Behörden haben den Tod des Piloten noch nicht bestätigt.
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