
Scaloni warnt vor Kap Verde: „Kein Zufall, dass sie hier sind“
Vor dem WM-Achtelfinale gegen den Außenseiter aus Afrika betonen Argentiniens Trainer und Spieler Respekt und höchste Wachsamkeit.
Einen Tag vor dem Aufeinandertreffen im Hard Rock Stadium von Miami hat Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni jede Spur von Überheblichkeit im Keim erstickt. „Das ist eine Mannschaft, die noch nicht verloren hat“, sagte er auf der Pressekonferenz und verwies auf die drei Unentschieden Kap Verdes in der Gruppenphase – darunter ein torloses Remis gegen Spanien. „Sie stehen hier nicht durch Zufall. Wir müssen sie respektieren, und das werden wir tun.“ Die Worte des Trainers, der am Freitag sein 100. Länderspiel an der Seitenlinie erlebt, gaben den Ton vor für eine Begegnung, die aus Sicht der Albiceleste zur ersten echten Bewährungsprobe des Turniers werden könnte.
Scaloni analysierte den Gegner detailliert: Kap Verde verteidige kompakt, stopfe die Räume im Zentrum und schalte nach Ballgewinnen schnell um. „Sie haben spielstarke Leute, das überrascht uns nicht“, ergänzte er. Auch Mittelfeldmotor Rodrigo De Paul unterstrich die Gefahr, die von den „Tiburones Azules“ ausgehe. „Sie haben wichtige Ergebnisse erzielt und alle überrascht. Wir brauchen Geduld und höchste Konzentration.“ De Paul, der wie sein Trainer vor dem 90. Einsatz im Scaloni-Zyklus steht, machte die Mentalität des Weltmeisters deutlich: „Für mich ist das morgige Spiel das letzte. Ich werde alles geben, damit es das nicht ist.“
Aus kapverdischer Sicht herrscht vor dem größten Spiel der Verbandsgeschichte eine Mischung aus Stolz und Gelassenheit. Nationaltrainer Pedro „Bubista“ Leitão betonte, sein Team habe sich den Platz in der K.-o.-Runde verdient und blicke der Partie ohne Furcht entgegen. „Es ist das Spiel unseres Lebens, aber wir werden es genießen und unser Bestes geben“, sagte er. Der Respekt vor Lionel Messi und dem amtierenden Weltmeister sei groß, doch der einzige Gedanke sei, die nächste Runde zu erreichen. Der Inselstaat mit rund 500.000 Einwohnern hatte in der Gruppe H unter anderem Uruguay hinter sich gelassen und damit für eine der großen Überraschungen des Turniers gesorgt.
Scaloni nutzte die Gelegenheit auch, um auf die Rahmenbedingungen hinzuweisen. Die Anstoßzeit um 18 Uhr Ortszeit kritisierte er angesichts der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit in Florida als „widersprüchlich“ und schlecht für das Spektakel. Zugleich nannte er auf Nachfrage die Mannschaften, die er zu den Titelanwärtern zählt: Frankreich, Brasilien, aber auch Mexiko, Kolumbien, Spanien, Portugal und England. „Was Frankreich bisher gezeigt hat, ist beeindruckend“, so Scaloni. Für Argentinien zählt jedoch nur der nächste Schritt. De Paul brachte die Stimmung im Lager auf den Punkt: „Wir haben denselben Hunger wie in Katar. Die Enttäuschung wäre genauso groß, das Glück genauso riesig.“
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Argentinien geht mit Respekt und Vorsicht in das Duell gegen Kap Verde. Scaloni warnt: Die Afrikaner sind nicht zufällig hier, sie haben gegen Spanien und Uruguay Stabilität bewiesen. De Paul treibt das Team an: Für uns ist es wie ein Finale, es gibt keinen Raum für Fehler.
Kap Verde erlebt das Spiel seines Lebens gegen Messis Argentinien. Trainer Bubista betont, dass sie sich den Platz verdient haben und die Herausforderung ohne Angst genießen werden. Scaloni selbst räumt ein, dass der Lauf der Blauen Haie kein Zufall ist.
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