
US-Militär fliegt dritte Nacht in Folge Angriffe auf iranische Küstenverteidigung und Raketenstellungen
Die Angriffe zielen nach Angaben des US-Zentralkommandos darauf ab, die Fähigkeit Irans zur Bedrohung der Handelsschifffahrt im Persischen Golf weiter zu schwächen.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat in der Nacht zum Dienstag eine neue Welle von Luftangriffen auf militärische Ziele in Iran abgeschlossen. Die rund fünfstündige Operation, die dritte aufeinanderfolgende Nacht mit Angriffen, richtete sich nach Angaben des Kommandos gegen Standorte in Buschehr, Tschabahar, Dschask, Konarak, Abu Musa und Bandar Abbas. Dabei seien präzisionsgelenkte Munition gegen Küstenverteidigungssysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie marine Fähigkeiten eingesetzt worden. Die Angriffe begannen am Montagnachmittag (Ortszeit Washington) und wurden um 22:15 Uhr Ostküstenzeit beendet.
Aus Washingtoner Sicht dienen die Schläge dem Ziel, die Fähigkeit Teherans zu Attacken auf zivile Schiffe und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu verringern. Präsident Donald Trump hatte zuvor in einem Interview angekündigt, die USA würden Iran „heute Nacht und morgen Nacht hart treffen“, und die iranische Führung als „völlig verrückt“ und unzuverlässig bezeichnet. Das Pentagon betonte, dass sich derzeit mehr als 50.000 US-Soldaten in der Region befänden und die Streitkräfte in hoher Alarmbereitschaft blieben. Parallel dazu verhängte Washington nach eigenen Angaben erneut eine Seeblockade gegen iranische Häfen und brachte eine Gebühr von 20 Prozent für den Schutz der Wasserstraße ins Spiel.
Teheran wies die Angriffe als „Aggression“ zurück. Die iranische Führung erklärte, die USA hätten keine Rolle bei der Bestimmung der Zukunft der Wasserstraße und würden keine Einmischung erlaubt bekommen. Iran verweist dabei auf das Islamabad-Abkommen, demzufolge die Verantwortung für die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus bei Iran liege, in Abstimmung mit Oman. Aus iranischer Sicht versuchen die USA, eine eigene Ordnung an der Meerenge zu erzwingen, während Teheran seine Souveränität betont. Beobachter in der Region sehen in der Eskalation eine Reaktion auf die zwischenzeitliche Schließung der Wasserstraße durch Iran zu Beginn der Woche.
Die Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund wiederaufgenommener Gespräche zwischen beiden Ländern, die in der vergangenen Woche stattfanden. Aus Teheraner Sicht widersprechen die Militäraktionen den diplomatischen Bemühungen. Das US-Zentralkommando ließ offen, ob weitere Angriffe folgen, erklärte jedoch, die Streitkräfte blieben „wachsam und gefechtsbereit“. Die Lage an der für den globalen Ölhandel zentralen Meerenge bleibt damit angespannt; eine nächste Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu den Spannungen im Persischen Golf wird in den kommenden Tagen erwartet.
| Iranische & verwandte Presse | −0.90 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
We Iranians reject the American aggression and assert our sovereign right over the Gulf. The armed forces are ready to defend the Strait of Hormuz and punish the aggressors.
The 'heroic victimization' technique turns Iran into the target of an unjust attack, while the threat of retaliation (revenge squads) reverses the power asymmetry, presenting Iran as an actor capable of inflicting costs.
Iranian outlets omit the US justification of protecting commercial shipping and the limited nature of the strikes to military targets.
We, the Atlantic coalition, act to protect freedom of navigation and deter Iran from further aggression. Our operations are targeted and proportionate.
The 'selective normalization' technique presents military actions as standard responses to a threat, omitting the broader context of tensions and international criticism.
Atlantic media omit the Iranian perspective of aggression and threats of retaliation, as well as any criticism of the legality of the strikes.
We Gulf observers record events with concern for regional stability. Freedom of navigation is crucial, but diplomacy must prevail.
The 'apparent balancing' technique presents both sides without judgment, but the choice to include operational details and the threat to navigation implicitly favors the US position.
Gulf media omit the Iranian characterization of the US as terrorists and the threats of retaliation, as well as US domestic criticism.
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