
Israelische Siedler setzen Moschee und Wohnhäuser nahe Hebron in Brand
In der Nacht zum Sonntag attackierten maskierte Siedler das palästinensische Dorf Al-Tuwani; sie zündeten eine Moschee, zwei Häuser und eine Molkerei an, die Polizei ermittelt.
Nach Angaben palästinensischer Behörden und Augenzeugen drangen in der Nacht zum Sonntag mehr als zwei Dutzend israelische Siedler, teils vermummt, in das Dorf Al-Tuwani südlich von Hebron ein und setzten die Al-Taqwa-Moschee, zwei Wohnhäuser, einen von Frauen betriebenen Molkereibetrieb sowie ein Fahrzeug in Brand. Zudem besprühten sie Wände mit hebräischen Schriftzügen. Der Vorsitzende des Dorfrats, Mohammed Rabie, teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass Anwohner die Flammen noch vor einem Übergreifen auf weitere Gebäude löschen konnten. Verletzte seien keine zu beklagen.
Die israelische Polizei bestätigte den Einsatz von Kräften in der Nacht und erklärte, man sei einem Bericht über verdächtige Personen nachgegangen, die Sachschäden verursacht hätten. Nach Polizeiangaben wurde ein Fahrzeug in Brand gesteckt, die Tür eines Gebetsraums beschädigt und Graffiti gesprüht. Die Beamten suchen nach den Tatverdächtigen und sammeln Beweismaterial am Tatort. Zudem werde geprüft, ob ein Zusammenhang mit einem am Wochenende ausgebrochenen Feuer auf der nahegelegenen Gilad-Farm besteht.
Über die Rolle des israelischen Militärs gibt es widersprüchliche Angaben. Der palästinensische Aktivist Osama Makhamra erklärte gegenüber AFP, der Angriff habe sich „in voller Sichtweite eines Wachturms der israelischen Armee“ ereignet und die Siedler seien von Soldaten geschützt worden. Dorfvorsteher Rabie hingegen betonte, Armee, Polizei und Feuerwehr seien erst etwa eine halbe Stunde nach dem Angriff eingetroffen und hätten die Schäden in Augenschein genommen.
Das palästinensische Ministerium für religiöse Angelegenheiten verurteilte die Brandstiftung als „vollendeten terroristischen Akt“ und machte die „extremistische Besatzungsregierung“ Israels für die Gewalt der Siedler mitverantwortlich. Nach einem aktuellen Bericht des UN-Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat die Gewalt israelischer Siedler im Westjordanland ein beispielloses Ausmaß erreicht; 2024 kam es demnach zu durchschnittlich sechs Angriffen pro Tag mit Todesopfern oder Sachschäden.
Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, Festnahmen gab es zunächst nicht. Auch zu der möglichen Verbindung zu dem Brand auf der Gilad-Farm wurden noch keine Ergebnisse bekannt gegeben.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
The Palestinian people suffer daily colonial violence while the world looks away.
Generalizes the single episode as part of systematic colonial oppression, using terms like 'militias' and 'war crime' to delegitimize Israel.
Does not mention the possibility that the attack could be linked to a fire in a Jewish settlement, as reported by Israeli sources.
Israeli security forces condemn the violence and are working to arrest the perpetrators.
Frames the event as an isolated criminal act, emphasizing security forces' action to depoliticize the incident and preserve state legitimacy.
Does not detail the mosque destruction or the attack's scope (two houses, factory) but focuses on the investigative aspect.
The news agency reports the event with attribution to Palestinian sources, taking no stance.
Uses the phrase 'Palestinians say' to distance itself from the facts' veracity, maintaining precautionary neutrality.
Does not provide broader context of settler attacks or Israeli response.
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