
Ungeschlagen und doch gescheitert: Irans bitteres WM-Aus nach Videobeweis und Last-Minute-Drama
Trotz dreier Unentschieden scheitert Iran in der Gruppenphase der WM 2026 an einem umstrittenen VAR-Eingriff und einem späten Ausgleich im Parallelspiel – die logistischen Hürden durch den US-iranischen Konflikt verschärfen die Enttäuschung.
Es war die letzte Spielminute in Kansas City, die Irans Schicksal besiegelte. Österreich glich gegen Algerien in der Nachspielzeit zum 3:3 aus, Sekunden nachdem Riyad Mahrez die Nordafrikaner mit seinem zweiten Treffer 3:2 in Führung gebracht hatte. Für die iranische Mannschaft, die auf einen Sieger in dieser Partie angewiesen war, bedeutete das Remis das Aus in der Gruppenphase – als einer der besten Gruppendritten fehlten am Ende zwei Tore. Zuvor hatten bereits Kroatiens 2:1 gegen Ghana und der 3:1-Erfolg der Demokratischen Republik Kongo gegen Usbekistan die Hoffnungen Teherans auf ein Weiterkommen schwinden lassen.
Dabei hatte Iran sportlich überzeugt. Das Team von Amir Ghalenoei blieb in der Gruppe G ungeschlagen, erreichte gegen Belgien (0:0), Neuseeland (2:2) und Ägypten (1:1) drei Unentschieden. Gegen Ägypten verweigerte der Videobeweis in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Treffer von Shoja Khalilzadeh wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung – der Stürmer soll mit der Fußspitze im Abseits gestanden haben. Zuvor hatte Mehdi Taremi einen Strafstoß vergeben, ein Kopfball Khalilzadehs prallte an die Latte. So blieb der erste Sieg und der historische Einzug in die K.-o.-Runde verwehrt.
Die sportliche Enttäuschung wurde von außersportlichen Spannungen überlagert. Wegen des bewaffneten Konflikts zwischen den USA und Iran verweigerten amerikanische Behörden mehreren Betreuern die Visa, das ursprünglich in Tucson (Arizona) geplante Basislager musste nach Tijuana in Mexiko verlegt werden. Die Mannschaft durfte nur kurz vor den Spielen in die USA einreisen und musste unmittelbar danach zurückkehren. Aus Teheraner Sicht handelte es sich um eine gezielte Behinderung: Kapitän Taremi sprach von einer „desaströsen WM“, Trainer Ghalenoei nannte sein Team die „am meisten unterdrückte Mannschaft des Turniers“. Der iranische Verband warf dem Gastgeber in einer Stellungnahme eine „unfaire und unsportliche“ Behandlung vor und dankte zugleich Mexiko für die „großzügige Gastfreundschaft“. Iranische Medien forderten eine Untersuchung des Parallelspiels, da sie ein abgesprochenes Remis vermuteten.
Die US-Regierung verwies darauf, dass die Reisebeschränkungen vor Turnierbeginn bekannt gewesen seien und man einem Kriegsgegner weit entgegengekommen sei. Die FIFA, von Ghalenoei aufgefordert, sich „gegenüber dem Co-Gastgeber USA zu behaupten“, äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Am Montag trat die iranische Delegation von Tijuana aus die Heimreise an – ungeschlagen, aber ohne die erhoffte Premiere in der Runde der letzten 32.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Iran verlässt die Weltmeisterschaft ungeschlagen, aber ausgeschieden, und prangert das 'ungerechte und unsportliche' Verhalten der Vereinigten Staaten als Gastgeber an. Das Team hatte mit Visahürden, langen Reisen und logistischen Schwierigkeiten zu kämpfen, bedankte sich jedoch überschwänglich bei Mexiko für die herzliche Gastfreundschaft. Die Abschiedsbotschaft 'Freundschaft braucht keine Übersetzung' wurde zum viralen Symbol der Verbundenheit mit dem mexikanischen Volk.
Die iranische Kampagne endet mit einem Unentschieden und dem Ausscheiden, woraufhin der Verband die seiner Ansicht nach 'unfaire und unsportliche' Behandlung kritisiert. Das in Tijuana stationierte Team fliegt am Montag nach Hause, wobei einige Stimmen die Fähigkeit der FIFA infrage stellen, inmitten politischer Spannungen für Fairplay zu sorgen. Die Berichterstattung bleibt maßvoll und vermerkt logistische Schwierigkeiten, ohne die emotionale Erzählung zu verstärken.
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