
Ukrainische Raketen treffen Rüstungswerk in Wolgograd – Gegenseitige Angriffe fordern Tote
Während Kiew eine 40-tägige Operation zur Erhöhung des Drucks auf Moskau bestätigt, melden beide Seiten Opfer durch nächtliche Luftschläge.
In der Nacht zum 27. Juni 2026 hat die Ukraine nach eigenen Angaben mit weitreichenden FP-5-Flamingo-Raketen das Rüstungsunternehmen Titan-Barrikady in der südrussischen Stadt Wolgograd angegriffen. Der Gouverneur der Region Wolgograd, Andrej Botscharow, bestätigte einen Treffer auf ein Industrieunternehmen und sprach von einem Toten sowie elf Verletzten; Produktionsanlagen seien beschädigt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Anlage stelle Artilleriesysteme und Komponenten für Raketenabschussvorrichtungen her, die bei Angriffen gegen die Ukraine eingesetzt würden. Das unabhängige russische Exilmedium Astra berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen und einem Brand, während der ukrainische Generalstab präzisierte, in dem Werk würden auch Selbstfahrlafetten und Transport-Ladefahrzeuge für das Iskander-M-System produziert.
Der Angriff ist Teil einer von Selenskyj öffentlich gemachten 40-tägigen Operation des ukrainischen Sicherheitsdienstes, die den Druck auf Moskau erhöhen und ein Ende des Krieges erzwingen soll. Aus Kiewer Sicht handelt es sich um legitime Ziele der Rüstungsindustrie, die direkt der russischen Kriegsführung dienten. Die Operation begann mit einer massiven Drohnenwelle, bei der nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 660 unbemannte Flugobjekte abgefangen worden seien – einer der höchsten Werte seit Kriegsbeginn. Betroffen waren demnach auch die 2014 annektierte Halbinsel Krim und die Hauptstadt Moskau. Auf der Krim riefen die von Moskau eingesetzten Behörden in der Folge den regionalen Notstand aus, um Treibstoffengpässen und wirtschaftlichen Störungen zu begegnen.
Zeitgleich setzte Russland seine nächtlichen Angriffe auf ukrainisches Territorium fort. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltungen wurden in den Gebieten Dnipropetrowsk und Sumy mindestens zwei Zivilisten getötet und mehr als zwanzig weitere verletzt. In Saporischschja traf ein Angriff ein Wohnhochhaus, neun Menschen wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Zudem meldete der staatliche Energiekonzern Naftogaz ballistische Raketen- und Drohnenangriffe auf Produktionsanlagen in den Regionen Poltawa und Charkiw, die Sachschäden verursachten, aber keine Personenschäden forderten. In der von Russland kontrollierten Stadt Horliwka im Gebiet Donezk starb nach Darstellung des prorussischen Bürgermeisters eine Frau durch ukrainischen Beschuss.
Die wechselseitigen Schläge verdeutlichen die unverminderte Intensität des Konflikts im fünften Kriegsjahr. Während die Ukraine ihre Fähigkeit zu tiefen Schlägen auf russisches Territorium ausbaut, sieht sich die russische Führung wachsender Kritik aus dem nationalistischen Lager ausgesetzt. Einflussreiche Stimmen wie der Geschäftsmann Konstantin Malofejew forderten nach einem Brand in einer Moskauer Ölraffinerie einen kompromissloseren Kriegskurs und stellten den Sinn von Verhandlungen infrage. Der Kreml hat solchen Forderungen bislang nicht nachgegeben. Nach Angaben Selenskyjs hat die Ukraine der russischen Seite unterdessen eigene Friedensvorschläge übermittelt. Konkrete nächste Schritte oder ein Termin für Gespräche sind derzeit nicht bekannt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der ukrainische Präsident beanspruchte einen erfolgreichen Angriff auf eine Militäranlage in Wolgograd mit selbst hergestellten Raketen. Unterdessen forderten gegenseitige Angriffe auf beiden Seiten Opfer: Russische Angriffe töteten Zivilisten in den Gebieten Dnipropetrowsk und Sumy, und ein ukrainischer Angriff auf Horliwka forderte ein Todesopfer.
Ukrainische Streitkräfte griffen eine Raketenfabrik in Wolgograd an, die Selenskyj als legitimes Ziel bezeichnete, da sie Waffen produziere, die gegen die Ukraine eingesetzt würden. In der Nacht töteten russische Angriffe zwei Zivilisten in der Ukraine, während ein ukrainischer Angriff auf Horliwka nach Angaben örtlicher Behörden ein Todesopfer forderte.
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